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Europa-League-Zwischenrunde: Schalke unter Druck

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Auf dem Papier gute Chancen: Der BVB und Leverkusen gehen optimistisch in die Rückspiele. Die größten Sorgen hat Schalke, Augsburg könnte von der Auswärtstorregel in Liverpool profitieren.

Mit dem FC Augsburg, Schalke 04, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund stehen vier Bundesligisten in der Zwischenrunde der Europa League. Die Deutschen bekamen zwar namhafte Gegner zugelost, dennoch konnten sie in ihren Hinspielpartien insgesamt zufriedenstellende Resultate erzielen. Doch bis zum Finale am 18. Mai in Basel gilt es noch vier Ausscheidungsrunden zu überstehen. So kann das deutsche Quartett ins Achtelfinale der Europa League kommen:

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FC Liverpool - FC Augsburg (19 Uhr)

Das Hinspiel, das von Augsburgs Kapitän Paul Verhaegh im Vorfeld als das "größte Spiel der Vereinsgeschichte" bezeichnet wurde, war von großem Kampf geprägt. Am Ende hatte der FCA dem englischen Renommierklub ein 0:0 abgerungen.

Zum Weiterkommen reicht dem FCA ein Remis, ein Auswärtssieg würde natürlich auch das Ticket für das Achtelfinale lösen. Die Ausgangslage ist also vielversprechend und Weinzierl rechnet sich auch durchaus Chancen aus. "Da fährt der kleine FC Augsburg nach Liverpool, um da eventuell eine Sensation zu schaffen. Da darf und soll sich jeder drauf freuen", sagte er vor dem Abflug nach England.

Durch einen 1:0-Erfolg bei Hannover 96 stabilisierten sich die Augsburger zuletzt, liegen nun immerhin wieder auf Platz 13. Auch aus personeller Sicht kann der Klub Entwarnung geben: Im Hinspiel musste Raúl Bobadilla verletzt ausgewechselt werden, zum Rückspiel an der Anfield Road hat er sich jedoch fit gemeldet. Auch Daniel Baier steht FCA-Coach Markus Weinzierl wieder zur Verfügung, der als passsicherer Stratege im Mittelfeld lange vermisst worden war. Der Einsatz von Torhüter Marwin Hitz ist hingegen unsicher: Obwohl seine Frau in diesen Tagen Nachwuchs erwartet, ist der Keeper mit an den Mersey gekommen. Er würde aber wieder abreisen, sobald sich das Neugeborene ankündigt.

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FC Schalke 04 - Schachtjor Donezk (19 Uhr)

Mit Schachtjor Donezk steht der FC Schalke einem "Absteiger" aus der Champions League gegenüber, wobei das Ausscheiden der Ukrainer in der Gruppenphase hinter Real Madrid und Paris Saint-Germain keine große Überraschung darstellte. Nach der Nullnummer im Hinspiel erwartet die Königsblauen im Rückspiel keine leichte Aufgabe: Aufgrund der Auswärtstor-Arithmetik ermöglicht nur ein Sieg den Einzug in die nächste Runde.

Zusätzliche Sorgenfalten dürfte S04-Trainer André Breitenreiter die angespannte Personalsituation machen. Nach dem Unentschieden gegen Stuttgart müssen Eric Maxim Choupo-Moting, Leon Goretzka und Max Meyer höchstwahrscheinlich passen. Seit Dezember vergangenen Jahres ruht der Spielbetrieb in der ukrainischen Premier Liga, im Hinspiel hat Donezk jedoch bereits nachgewiesen, dass man gegen Schalke mithalten kann.

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Bayer Leverkusen - Sporting Lissabon (19 Uhr)

In Spiel eins nach dem Eklat um Roger Schmidt können die Leverkusener das Weiterkommen im Europapokal klarmachen. Jorge Jesus, Trainer der Portugiesen, hat bereits vor einer Woche deutlich gemacht, dass das Abschneiden in der heimischen Liga für ihn Priorität hat. Gegen eine bessere B-Elf von Sporting gelang Bayer im Hinspiel ein 1:0, Karim Bellarabi verschaffte Leverkusen durch sein Tor eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel im eigenen Stadion. Einzig eine Niederlage kann Bayer den Weg unter die letzten 16 Vereine der Europa League noch verbauen, ein 0:1 würde für eine Verlängerung sorgen.

Dennoch warnt Trainer Schmidt vor dem amtierenden Tabellenführer aus Portugal: "Wir brauchen wieder eine Top-Leistung, um ins Achtelfinale einzuziehen." Ömer Toprak und Kevin Kampl können dabei nicht mitwirken, die zwei Leistungsträger verletzten sich im Spiel gegen Dortmund.

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FC Porto - Borussia Dortmund (21.05 Uhr/ im Free-TV auf Sport1)

Der BVB kann sogar mit einem noch besseren Gefühl in das Rückspiel gegen Porto gehen als sein Liga-Konkurrent vom letzten Wochenende. Angesichts des 2:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel gab sich Lukasz Piszczek angriffslustig. "Wir spielen in diesem Wettbewerb nicht einfach so. Wir wissen, dass es am Ende einen Pokal zu gewinnen gibt, und den wollen wir in den Händen halten", sagte der Pole. Hans-Joachim Watzke forderte volle Konzentration. "Wir müssen unsere Sinne schärfen und hundert Prozent geben", sagte der Borussen-Geschäftsführer, "dann müsste es klappen. Aber mit 95 Prozent könnte es auch schief gehen." Selbst eine 0:1-Niederlage könnte sich Dortmund erlauben, ein 0:2 würde eine Verlängerung nötig machen. Bei Niederlagen mit höherer Differenz entscheiden die auf fremden Platz erzielten Treffer.

Vor einer Woche wiesen die Fans der Schwarz-Gelben in einer Choreografie darauf hin, dass der Europa-League-Titel im Dortmunder Trophäenschrank noch fehlt. Trainer Thomas Tuchel kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen, um dem Traum des eigenen Anhangs einen Schritt näherzukommen: Roman Weidenfeller, der bislang auf europäischer Bühne das Tor hütete, hat noch mit den Folgen einer Grippe zu kämpfen, sein Einsatz ist gefährdet. Vollkommen gesund hingegen ist Ilkay Gündogan, nachdem er zuletzt angeschlagen war.

lst/dpa

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1.
Draco Silvano 25.02.2016
Also wie der Autor schon sagte. Alle deutschen Vereine haben (teils sogar gute) Chancen aufs Weiterkommen. Besonders für Augsburg könnte es für die "Sensation" reichen, da Liverpool wohl vom Kopf her schon im Liga-Pokal-Finale gegen Man City ist. Zumal sogar ein 1:1 reichen würde. Bei Dortmund und Leverkusen mache ich mir die wenigstens Sorgen. Klar kann hier alles passieren. Aber wenn es halbwegs ähnlich wie im Hinspiel verläuft, dann kommen beide locker weiter. Die größten Sorgen bereiten mir die Schalker. Auch wenn sie von der Qualität her die bessere Mannschaft haben, besteht hier die Gefahr wegen einem Auswärtstor von Lissabon (z.B. mit einem 1:1) rauszufliegen.
2. soso
hallo??? 25.02.2016
die schalker bereiten also nach nem 0-0 auswärts gegen ukrainer im winterurlaub mehr sorgen als die augsburger nach nem 0-0 zuhause gegen liverpool. manche plappern echt alles nach. schalke ist nicht gut, stimmt. wird schwer und kann auch schiefgehn, stimmt. aber egal wie schlecht liverpool auch spielen oder taktisch eingestellt sein mag, augsburg hat doch keine ernsthafte chance. so nationalbesoffen kann doch keiner sein
3. Hmmmm.....
sissy69 25.02.2016
Würde mich nicht wundern, wenn am Ende der BVB als einziger in die nächste Runde einzieht. Den FCA sehe ich als komplett chancenlos.
4.
der_weltbürger 25.02.2016
Zitat von sissy69Würde mich nicht wundern, wenn am Ende der BVB als einziger in die nächste Runde einzieht. Den FCA sehe ich als komplett chancenlos.
Na ja, ich denke auch das alle vier Mannschaften gute bis sehr gute Chancen haben weiterzukommen. Augsburg: Da sehe ich die Chancen noch am geringsten aber keinesfalls schlecht. Gerade in ihrer ersten Europapokalsaison war Augsburg für ein paar Überraschungen gut. Ein 1:1 ist allemal drin! Schalke: Die Mannschaft ist nicht allzugut drauf, aber Donezk ist ohne Wettkampfpraxis. Könnte knapp werden. Leverkusen: Das 1:0 aus dem Hinspiel sollte reichen, da dürfte nicht mehr allzuviel anbrennen. Außer Roger Schmidt dreht durch und es kommt zum Spielabbruch ;) Dortmund: Auch da sehe ich wenig Gefahr, Dortmund wirkt mir sehr gefestigt und Porto ist nicht mehr so stark wie die letzten Jahre. Also ich wage mal folgende Prognose: Schalke scheidet aus, alle anderen kommen weiter!
5.
lofi 25.02.2016
Zitat von hallo???die schalker bereiten also nach nem 0-0 auswärts gegen ukrainer im winterurlaub mehr sorgen als die augsburger nach nem 0-0 zuhause gegen liverpool. manche plappern echt alles nach. schalke ist nicht gut, stimmt. wird schwer und kann auch schiefgehn, stimmt. aber egal wie schlecht liverpool auch spielen oder taktisch eingestellt sein mag, augsburg hat doch keine ernsthafte chance. so nationalbesoffen kann doch keiner sein
Also der Klopp-Sender SKY quält einen ja mittlerweile mit jedem PL-Spiel der Reds. Und eins steht fest: Zu Hause sind sie noch schlechter als auswärts. Man braucht natürlich einen guten Torwart. Wenn Herr Hitz dann nur an sein Baby denkt, wirds natürlich schwer.
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2012 Atlético Madrid
2011 FC Porto
2010 Atlético Madrid
2009 Schachtar Donezk
2008 Zenit Sankt Petersburg
2007 FC Sevilla
2006 FC Sevilla
2005 ZSKA Moskau
2004 FC Valencia
2003 FC Porto
2002 Feyenoord Rotterdam
2001 FC Liverpool
2000 Galatasaray Istanbul
1999 AC Parma
1998 Inter Mailand
1997 FC Schalke 04
1996 FC Bayern München
1995 AC Parma
1994 Inter Mailand
1993 Juventus Turin
1992 Ajax Amsterdam
1991 Inter Mailand
1990 Juventus Turin
1989 SSC Neapel
bis einschl. der Saison 2008/2009 "Uefa Cup"

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