Eklat bei Europa-League-Spiel in Graz Linienrichter erleidet schwere Platzwunde nach Becherwurf

Über das Ergebnis sprach am Ende niemand: Ein Becherwurf hat das Europa-League-Qualifikationsduell zwischen Sturm Graz und AEK Larnaka überschattet. Es kam zu einer Spielunterbrechung.

Schiedsrichter-Assistent Fredrik Klyver (Mitte)
DPA

Schiedsrichter-Assistent Fredrik Klyver (Mitte)


Das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League zwischen dem österreichischen Vertreter Sturm Graz und AEK Larnaka aus Zypern ist beim Stand von 0:2 zwischenzeitlich unterbrochen worden. Der schwedische Schiedsrichter Mohammed al-Hakim schickte die Teams in die Kabine, nachdem sein Assistent Fredrik Klyver offenbar von einem Becher in der Schlussphase der Partie am Kopf getroffen wurde.

Der Unparteiische erlitt dabei eine schwere Platzwunde und musste mit einem stark bandagiertem Kopf vom Spielfeld gebracht werden. Es war nicht sofort klar, aus welchem Material der Becher bestand. Auf Twitter kursieren Videoaufnahmen vom Vorfall, darin ist zu sehen, wie der Schiedsrichter blutend zu Boden geht.

Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter in Gewahrsam nehmen. Ob es sich dabei um einen Fan der Österreicher handelte, wurde nicht bekannt. Das Spiel wurde nach mehr als einer 30-minütigen Unterbrechung fortgesetzt, der Vierte Offizielle Magnus Lindgren übernahm Klyvers Part an der Seitenlinie. Es blieb beim 2:0 aus Sicht der Gäste.

Nach der Partie entschuldigte sich der Klub aus Österreich in einem Statement. "Es tut uns leid, dass wir heute viele Fußballfans enttäuscht haben." Das Rückspiel der Qualifikationsrunde findet am kommenden Donnerstag statt.

jan/Reuters



insgesamt 4 Beiträge
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singularitaet 10.08.2018
1. Entschuldigung des Clubs
"Es tut uns leid, dass wir heute viele Fußballfans enttäuscht haben." Diese Aussage könnte sich auch auf das Spielergebnis beziehen. Denn eine deutliche Entschuldigung für den Becherwurf und seine Konsequenzen sähe mMn anders aus.
Außenbetrachter 10.08.2018
2. Abbruch des Spiels
Bei einer offensichtlichen Verletzung des LR wäre ein Abbruch des Spiels regelkonform gewesen. Und die Spielwertung 3:0 für den Gast. Nach dem nur 0:2 bleibt Graz im Spiel und das ist nicht gerecht.
meresi 10.08.2018
3. Sturm im Glück
Ein 3:0 für die Gäste hätte es sein sollen. Aber wurscht, Sturm ist draußen, so wie sie zur Zeit spielen schaffen sie den turnaround sowieso nicht. Ein Trainer mit so einem Bauch in diesem Alter scheint keine Motivation zu sein! Was ich vermisse ist ein Spielbericht zu Leipzisch
andreas_heiß 10.08.2018
4. Der Kommentar wurde auch sehr verkürzt wiedergeben
Statement Sturm Graz: "Dieses Verhalten eines Fans beim heutigen Europa-League-Spiel ist auf keinen Fall zu akzeptieren. Das schadet dem Ansehen des Fußballs und uns als Klub. Wir versuchen immer Fußball als ein positives Fest zu sehen und genau gegen diese Dinge vorzugehen. Fair Play steht bei uns an erster Stelle. Es tut uns leid, dass wir heute viele Fußballfans enttäuscht haben. Der Becherwerfer wurde gefasst. Es werden die möglichen Strafausmaße geprüft und anlassbezogen bis hin zu Regressforderungen sanktioniert."
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