Europa League Uefa untersucht Manipulationsverdacht

Ermittlungen aufgenommen: Die Uefa geht dem Verdacht einer Spielmanipulation in der Europa League nach. Auf die 0:5-Niederlage von KF Tirana bei Ålesund FK waren auffällig viele Wetten platziert worden. Die Albaner schieben die hohe Pleite auf den norwegischen Kunstrasen.

Tirana-Spieler Mucollari (l.) gegen Aalesunds Morrison: 1:1 im Hinspiel, 0:5 in Norwegen
DPA

Tirana-Spieler Mucollari (l.) gegen Aalesunds Morrison: 1:1 im Hinspiel, 0:5 in Norwegen


Hamburg - Wurde ein Spiel in der Qualifikation zur Europa League manipuliert? Dieser Frage geht nun die Europäische Fußball-Union Uefa nach. Unter Verdacht steht die Partie zwischen dem norwegischen Club Ålesund FK und KF Tirana aus Albanien. Der norwegische Verband hatte die Uefa nach erstem Verdacht aufgefordert, Untersuchungen einzuleiten.

"Unser Überwachungssystem hat bei diesem Spiel verdächtige Wettmuster ausgemacht", teilte die Uefa am Montag mit. Ein Inspektor des Verbandes sei bereits mit einem Mandat für eine weitere Untersuchung beauftragt worden.

Ålesund hatte am 26. Juli die zweite Partie 5:0 gewonnen, nachdem das erste Duell 1:1 ausgegangen war. Daraufhin hatte der norwegische Verband NFF die Uefa aufgefordert, das Rückspiel zu untersuchen. Es bestünde der Verdacht, dass die Albaner absichtlich genau dieses Ergebnis herbeigeführt hätten.

Im Vorfeld der Partie seien außergewöhnlich viele Tipps auf ein 5:0 abgegeben worden, habe die nationale Lotterie-Gesellschaft Norsk Tipping dem Verband mitgeteilt. Nach Angaben des Verbandes kann eine Beteiligung von Ålesund an einer möglichen Manipulation ausgeschlossen werden. Tirana hat den Vorwurf zurückgewiesen und das Resultat unter anderem auf den ungewohnten Kunstrasenplatz geschoben.

Bereits Ende vergangener Woche hatte die norwegische Polizei einen Buchmacher der norwegischen Lotterie-Gesellschaft Norsk Tipping festgenommen. Er soll sich an Spielabsprachen beteiligt haben. In diesem Zusammenhang waren drei Spieler des Drittligisten Follo FK und des Ligakonkurrenten Asker vorübergehend festgenommen worden.

luk/sid/dpa

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