Stuttgart in den Europa-League-Playoffs Kampf gegen die leisen Zweifel

Das Playoff-Hinspiel gegen Moskau hat der VfB Stuttgart souverän gewonnen, nun will der Club den Einzug in die Europa League perfekt machen. Doch die unglückliche Bundesliga-Auftaktpleite gegen Wolfsburg lässt die Verantwortlichen zittern. Schafft Dynamo im Rückspiel noch die Sensation?

Kuranyi (l.) gegen Hoogland: Duell um den Einzug in die Europa League
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Kuranyi (l.) gegen Hoogland: Duell um den Einzug in die Europa League


Hamburg - Die Ausgangslage ist glänzend, doch ganz überzeugt vom vermeintlich sicheren Einzug in die Europa League sind die Verantwortlichen beim VfB Stuttgart noch nicht. Vor dem Playoff-Rückspiel gegen Dynamo Moskau am Dienstagabend (18 Uhr, Liveticker auf SPIEGEL ONLINE) betonen Trainer Bruno Labbadia und Sportchef Fredi Bobic unisono, man müsse sich noch einmal auf einen "heißen Tanz" in der Moskauer Arena einstellen. "Wir dürfen uns nicht zu sicher fühlen", sagt Bobic.

Die Unsicherheit hat Gründe: Zwar hatten die Stuttgarter das Hinspiel vor einer Woche dank zweier Tore von Angreifer Vedad Ibisevic souverän 2:0 gewonnen. Doch es folgte die unglückliche Niederlage zum Bundesliga-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg (0:1). Ausgerechnet Doppel-Torschütze Ibisevic vergab in der 88. Minute einen Foulelfmeter. VfL-Angreifer Bas Dost sorgte nur 120 Sekunden später für die bittere Heimniederlage.

"Wir haben gar keine Zeit für einen Knacks", sagte Labbadia und blickte nach vorn: "Wir werden in die Partie reingehen, als ob es 0:0 stehen würde." Dabei würde ein frühes Tor für Sicherheit sorgen - und wohl auch den letzten leisen Zweifel besiegen. Denn dann müsste Dynamo schon viermal treffen, um den VfB noch auszuschalten. Angesichts der akuten Offensivschwäche der Moskauer um Ex-VfB-Stürmer Kevin Kuranyi scheint dies unwahrscheinlich.

Zwar glückte Dynamo unter seinem neuen Trainer Dan Petrescu im Lokalderby gegen Lokomotive Moskau ohne den gesperrten Kapitän Kuranyi am Samstag ein 3:2-Erfolg - und damit der erste Saisonsieg. Aber nach zuvor fünf Pleiten und nur einem Treffer ist der schwächelnde russische Top-Club immer noch Tabellenletzter. Dass ein Weiterkommen in die Gruppenphase ein hartes Stück Arbeit wird, weiß auch Kuranyi: "Es wird ganz schwierig, da müssen wir uns nichts vormachen", sagte der frühere Nationalspieler. "Aber Fußball ist ein verrücktes Spiel - da hat man schon so viel erlebt."

Dynamo Moskau - VfB Stuttgart 18 Uhr (in Moskau)
(voraussichtliche Aufstellungen)
Moskau: Schunin - Wilkshire, Schildenfeld, Fernandez, Lomic - Jusupow, Noboa - Kokorin, Semschow, Dzsudzsak - Kuranyi
Stuttgart: Ulreich - Hoogland, Tasci, Maza, Boka - Kvist, Gentner - Harnik, Hajnal, Traore (Okazaki) - Ibisevic
Schiedsrichter: Aydinus (Türkei)

kem/dpa/sid



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