Europa League Everton kontert den VfL Wolfsburg aus

Wolfsburg hat mit einer Heimniederlage gegen den FC Everton die vorzeitige Qualifikation für die Zwischenrunde der Europa League verpasst. Trotz zahlreicher Chancen blieb VfL ohne Treffer, nun kommt es am letzten Spieltag gegen Lille zu einem Endspiel.

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SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Der VfL Wolfsburg hat sich in der Europa League vom FC Everton auskontern lassen und muss nach der 0:2 (0:1)-Heimniederlage um das Weiterkommen bangen. Wie bei der 1:4-Niederlage im Hinspiel wurden die Wolfsburger für ihre schlechte Chancenverwertung bestraft. Die Tore für die Gäste aus Liverpool erzielten die Belgier Romelu Lukaku (43. Minute) und Kevin Mirallas (75.). In der Gruppe H spielte OSC Lille zuvor 1:1 gegen Krasnodar und könnte den VfL am letzten Spieltag mit einem Heimsieg im direkten Duell überholen.

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking hatte nach der 2:3-Niederlage in der Bundesliga gegen den FC Schalke reagiert und seine Mannschaft umgestellt. Im Angriff begann Nicklas Bendtner für Ivica Olic, Aaron Hunt ersetzte Vieirinha im offensiven Mittelfeld, weil der Portugiese wie im zweiten Durchgang auf Schalke als Rechtsverteidiger startete. Zudem standen Junior Malanda im defensiven Mittelfeld und Linksverteidiger Marcel Schäfer mal wieder in der Startelf.

Ivan Perisic hätte aus Wolfsburger Sicht der Mann der ersten Hälfte werden können. Der Kroate leitete die turbulente Anfangsphase mit einer guten Gelegenheit ein (2.), hatte zwei weitere Torchancen (5./12.) und erzielte nach Vorarbeit von Kevin de Bruyne und Bendtner ein reguläres Tor. Schiedsrichter Teixeira Vitienes entschied fälschlicherweise auf Abseits und verweigerte dem Treffer die Anerkennung (22.).

Wolfsburg war die überlegene Mannschaft und hatte mehr Ballbesitz, Everton war durch Sylvain Distin (13.) und Mirallas (35.) aber auch gefährlich vor dem Tor von Diego Benaglio aufgetaucht. Kurz vor dem Pausenpfiff waren die Gastgeber dann bei einem Eckball schlecht postiert und liefen in einen Konter, den Lukaku mit einem Solo aus der eigenen Hälfte abschloss. Die Liverpooler freuten sich über eine schmeichelhafte Führung.

Perisic weiter im Pech

In der zweiten Halbzeit begann der VfL nicht mehr so druckvoll, Everton stand defensiv deutlich besser und ließ kaum noch Abschlüsse zu. Bendtner erzielte nach einem Eckball per Kopf zwar einen Treffer, diesmal war die Abseitsentscheidung des Schiedsrichtergespanns allerdings korrekt (57.).

Perisic blieb der torgefährlichste Wolfsburger Angreifer, er scheiterte mit seinen Schüssen aber am Außenpfosten (63.) und an Evertons Torhüter Tim Howard (65.). Die "Wölfe" erhöhten das Risiko und liefen in einen weiteren Konter. Der Belgier Lukaku behauptete sich im Mittelfeld stark und schickte Landsmann Mirallas in die Tiefe. Der Mittelfeldspieler ließ Luiz Gustavo aussteigen und erzielte den zweiten Treffer.

Everton steht in der Gruppe H damit bereits als Gruppensieger fest und kann am letzten Spieltag gegen Krasnodar Kräfte schon. Wolfsburg reist am 11. Dezember zum Endspiel nach Lille (21:05 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE), ein Punkt reicht dann zum Weiterkommen. Zunächst steht in der Bundesliga aber das Verfolgerduell gegen Borussia Mönchengladbach auf dem Programm (Sonntag, 15:30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

VfL Wolfsburg - FC Everton 0:2 (0:1)
0:1 Lukaku (43.)
0:2 Mirallas (75.)
Wolfsburg: Benaglio - Vieirinha, Naldo, Knoche, Marcel Schäfer - Luiz Gustavo, Malanda (63. Caligiuri) - De Bruyne, Hunt (76. Arnold), Perisic - Bendtner (76. Olic)
FC Everton: Howard - Hibbert, Distin, Jagielka, Garbutt - Besic, McCarthy (31. Osman) - McGeady, Eto'o (72. Barkley), Mirallas (83. Atsu) - Lukaku
Schiedsrichter: Teixeira (Spanien)
Zuschauer: 23.375
Gelbe Karten: Luiz Gustavo (2), Perisic (2) - Besic (2)

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insgesamt 2 Beiträge
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loewbaendiger 27.11.2014
1. Fehlende Klasse
Wieder einmal haben die Wolfsburger internationale Klasse vermissen lassen. Was nützt optische Feldueberlegenheit, wenn dabei die wenigen klaren Chancen vertan werden Mit Ausnahme des nicht anerkannten regulären Tors von Perisic kamen die Wölfe in der Box von Everton zu selten zu zwingenden Aktionen. Über die ungezählten kläglichen Distanzschuesse konnte Everton nur lächen, zumal Tim Howard aufmerksam spielte. Fazit: So wird der VfL nie zu einem Konkurrenten für den FC Bayern.
Levator 28.11.2014
2. Everton hat deswegen verdient gewonnen
weil sie einfach um Längen cleverer sind als VW. Im ersten Spiel haben sie es ja bereits gezeigt, wie es geht. Und wer eben nicht aus seinen Fehlern lernen will/kann hat eben das Nachsehen. So betrachtet reiht sich VW in die Langweiler-Riege der Bundesliga nahtlos ein und ist damit zumindest, auf Augenhöhe mit Klubs wie LEV, S 04 oder dem BvB.
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