Krawalle in der dritten Liga: Rostock-Anhänger stürmen Stadion-Eingang

Vor der Drittliga-Partie zwischen Rot-Weiß Erfurt und Hansa Rostock ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Gästemannschaft und der Polizei gekommen. Die Beamten wurden mit Steinen und Flaschen beworfen. Insgesamt wurden 46 Personen verletzt.

Hamburg - Bei Ausschreitungen vor dem Auswärtsspiel von Hansa Rostock bei Rot-Weiß Erfurt in der dritten Liga (1:1) sind 46 Personen verletzt worden."Bei einem Großteil der Verletzungen handelte es sich um Reizungen der Atemwege", sagte Polizeisprecher Dominique Schuh der "Thüringer Allgemeine". Zu den Verletzten rund um das Steigerwaldstadion zählten demnach 31 Rostocker Anhänger, 14 Polizeibeamte und eine unbeteiligte Person.

Rostock-Anhänger hatten zuvor nach Polizeiangaben unter anderem einen Stadion-Eingang gestürmt, um der Kontrolle nach verbotenen Gegenständen zu entgehen, und die Beamten später mit Steinen und Flaschen attackiert. Es kam daraufhin zum Einsatz von Pfefferspray. Später wurde auch ein Verpflegungsstand im Gästeblock geplündert. Während der Begegnung blieb es verhältnismäßig ruhig.

Insgesamt stellte die Polizei 14 Strafanzeigen wegen Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie Sachbeschädigung aus und erteilte 57 Platzverweise. Fünf der insgesamt etwa 2300 Rostocker Fans wurden zeitweise in Gewahrsam genommen. "Das war für die Polizisten schon ein heftiger Einsatz", sagte Schuh.

mib/sid

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insgesamt 12 Beiträge
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1. Verursacherprinzip
flyboard 25.11.2012
Immer der Veranstalter von Fußballspielen muss endlich mal in die Pflicht genommen werden und für die Polizei-Einsätze blechen. Es kann doch nicht sein, dass 2 - 3 Mal die Woche irgendwelche Millionäre mit dem Ball herum kicken und der Steuerzahler für die Kosten von Sicherheit, Sachschäden, Verletzungen aufkommt. Die Millionenschweren Kick-Vereine müssen endlich zu Kasse gebeten werden für jeden durchgeknallten Vollpfosten der meint, als Fußballfan andere Fans zu verklopfen, Polizisten zu verletzen, beleidigen, Stadteile zu terrorisieren, Bahnen und Bahnhoefe zu beschädigen. Die Zeiten wo der dumme Michel auch für diese geldschweren Fußball-Kickclubs aufkommt muss vorbei. Bitte zur Kasse, aber rasch und alle. Von der Bundesliga bis zum kleinsten kostenverursachenden Verein.
2. optional
mauerfall 25.11.2012
wie kann man denn in erfurt im gästeblock den verpflegungsstand stürmen? war ja nun auch ein paar mal da mit dynamo und die bratwurst und die getränke wurden durch massive gitterstäbe gereicht...
3. optional
renee gelduin 25.11.2012
Rostock und Erfurt sind keine millionenschweren Kickvereine aber Steuerzahler. Die ewige Mär der Verein würde nicht für die Kosten der Polizeieinsätze aufkommen ist schlicht Schwachsinn.
4. Wie schon einmal
galder_wetterwachs 25.11.2012
Zitat von sysopVor der Drittliga-Partie zwischen Rot-Weiß Erfurt und Hansa Rostock ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Gästemannschaft und der Polizei gekommen. Die Beamten wurden mit Steinen und Flaschen beworfen. Insgesamt wurden 46 Personen verletzt. Fan-Krawalle: Rostock-Anhänger stürmen Stadion in Erfurt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/fussball/fan-krawalle-rostock-anhaenger-stuermen-stadion-in-erfurt-a-869173.html)
hier von "Fans" (siehe Wiktionary) zu sprechen ist einfach falsch. Diese Prügelchaoten sind kriminelle Schläger und dürfen durch den Begriff "Fan" nciht immer wieder aufgewertet werden. Solange die Medien diesen Begriff in Bezug auf mit Prügelvorsatz anreisende Kriminelle verwenden, bleibt sowas leider als Kavalliersdelikt in den verkümmerten Schlägerhirnen haften und ist ja alles halb so wild. Der will ja nur spielen.
5.
cs01 25.11.2012
Aha, die meisten Verletzen also durch den Polizeieinsatz. Interessant wäre mal zu erfahren, wie viele Polizisten wirklich durch Fans und wie viele durch das Pfefferspray verletzt wurden. Ich war nicht dabei, aber das wahrscheinlichste Szenario in solchen Fällen ist: Fans drängeln ein wenig, weil es lange dauert, Polizei geht mit Pfefferspray und Knüppel dazwischen und sorgt für reichlich Verletze. Die desorientierten Fans wehren sich eventuell, vieleicht werfen einige aus Frust ein paar Steine. Daraus werden dann solche Pressemeldungen fabriziert, um politisch Stimmung zu machen.
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