Nach Drittligaspiel in Duisburg  Bahn stellt Verkehr nach Fankrawallen ein

Fan-Randale rund um das Gastspiel von Hansa Rostock bei KFC Uerdingen: Anhänger beider Klubs sind aufeinander losgegangen. Der Duisburger Hauptbahnhof wurde abgeriegelt, der Bahnverkehr lahmgelegt.

Polizisten am Duisburger Hauptbahnhof
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Polizisten am Duisburger Hauptbahnhof


Rund um das Fußball-Drittligaspiel des KFC Uerdingen gegen Hansa Rostock (2:1) ist es am Samstag in Duisburg zu Ausschreitungen gekommen. Bereits vor dem Anpfiff kam es vor dem Stadion zu einer Schlägerei mit etwa 160 Beteiligten beider Fanlager. Nach der Partie gerieten Anhänger beider Vereine am Duisburger Hauptbahnhof erneut aneinander. Durch einen Sturz ins Gleisbett wurde nach Polizeiangaben eine Person schwer verletzt und musste notärztlich behandelt werden.

Ob der Sturz im Zusammenhang mit den Ausschreitungen steht, ist noch unklar. Der Duisburger Hauptbahnhof wurde am Samstagabend abgeriegelt und der Bahnverkehr eingestellt. Die Bundespolizei forderte zur Unterstützung eine Hundertschaft der Duisburger Polizei an.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hat die Duisburger Polizei eine Ermittlungskommission eingesetzt. Sie soll aufklären, was sich auf dem Bahnsteig zugetragen hat und wie es zu dem Verletzten kam. Dazu werden die Personalien aller auf dem Bahnsteig anwesenden Personen festgestellt und Zeugen befragt. Laut Polizei-Mitteilung vom Abend befinde sich der Verletzte im Krankenhaus. Es bestehe "derzeit keine Lebensgefahr".

Polizei setzte Reizgas ein

Bereits vor dem Spiel war ein Bus mit 80 Rostock-Fans falsch abgebogen und stand zufällig am Eingang für die Krefelder Zuschauer, sagte ein Sprecher der Polizei Duisburg. Die beiden Fan-Gruppen gingen direkt aufeinander los und konnten von der Polizei nur mit dem Einsatz von Reizgas getrennt werden. Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt, teilte die Polizei mit.

Die Beamten leiteten nach den Vorfällen vor dem Spiel Strafverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs gegen alle Beteiligten ein. Da sich 60 Rostock-Fans aber weigerten, ihre Personalien anzugeben, wurden sie zum Polizeipräsidium gebracht. Rund 300 Rostocker hätten daraufhin aus Solidarität zu den Fans die Arena verlassen. Der KFC Uerdingen trägt in der Saison 2018/19 seine Heimspiele wegen Umbaus des eigenen Stadions in Duisburg aus.

aha/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
MisterD 08.12.2018
1. Wenn ich der FC Duisburg wäre..
würde ich den KFC Uerdingen für den Rest der Saison kündigen. Sollen die halt schauen, wo sie ihre Spiele mit den Schwachkopf-Fans austragen...
grätscher 08.12.2018
2. #1
Interessante These...glaube allerdings, dass es dem FC Duisburg herzlich egal ist!
der_dr_Nickel 08.12.2018
3. Hmm, der FC...
Zitat von MisterDwürde ich den KFC Uerdingen für den Rest der Saison kündigen. Sollen die halt schauen, wo sie ihre Spiele mit den Schwachkopf-Fans austragen...
...gibt wahrscheinlich sein Stadion an den MSV zurück. Hoffentlich ließt BD nicht im Sponforum mit, seufz. Zum Thema: in welchem Maße Vereine für das Verhalten einzelner in Mithaftung genommen werden können, konnte mir noch keiner dein/er Fußballexperten erklären. Aber du schaffst das sicherlich. FC vor, noch ein Tor ;-))
Florentinio 08.12.2018
4. Fc ?
Der FC Duisburg ist doch längst aufgelöst und spielte außerdem in Homberg. Was macht der MSV, falls Hansa aufsteigt? Mein Tipp: Umzug in die Grotenburg, müssen die Hansa-Fans einmal mehr umsteigen und dann fahren sie bestimmt beruhigt nach Hause.
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