Englischer Supercup Arsenal gewinnt Derby gegen Chelsea

Pokalsieger schlägt Meister: Der FC Arsenal hat das London-Derby im englischen Supercup für sich entschieden. Gegen den FC Chelsea siegte das Team mit dem deutschen Nationalspieler Mesut Özil knapp und dank eines Zugangs vom Gegner.

Arsenals Oxlade-Chamberlain (l.): Matchwinner gegen Chelsea
AP/dpa

Arsenals Oxlade-Chamberlain (l.): Matchwinner gegen Chelsea


Der FC Arsenal London hat sich in England erneut den ersten Titel der Saison gesichert. Im englischen Supercup, dem sogenannten Community Shield, gewann das Team von Trainer Arsène Wenger 1:0 (1:0) gegen den FC Chelsea. Alex Oxlade-Chamberlain erzielte den einzigen Treffer des Derbys bereits in der ersten Hälfte (24. Minute).

Wenger vertraute von Beginn an den beiden Weltmeistern Mesut Özil und Per Mertesacker, der das Team sogar als Kapitän anführte. Auch Torhüter Petr Cech, vor der Saison vom FC Chelsea gekommen, feierte sein Pflichtspieldebüt für den FA-Cup-Sieger und war gleich bester Spieler der Partie. Der 33-jährige Tscheche war nicht nur ein sicherer Rückhalt für die "Gunners", sondern parierte außerdem einen Freistoß des eingewechselten Oscars sensationell (69.). Weil Arsenal es in der Schlussphase trotz guter Möglichkeiten des eingewechselten Olivier Giroud (70.) und Santi Carzola (86.) verpasste, die Vorentscheidung zu erzielen, war Cechs Parade umso mehr wert.

"Das ist immer noch die Vorbereitung", sagte Mertesacker anschließend: "Aber es stärkt unser Selbstbewusstsein. Ich denke, wir haben verdient gewonnen." Özil wurde nach 82 Minuten ausgewechselt. Er konnte sich nicht auszeichnen. Anders als Torschütze Oxlade-Chamberlain, der in der 24. Minute Chelsea-Verteidiger César Azpilicueta düpierte und mit seinem Schuss ins lange Eck für den 14. Supercup-Erfolg von Arsenal sorgte.

Ein besonderer Triumph war es sicher auch für Trainer Wenger, der erstmals gegen sein Pendant, José Mourinho, siegen konnte. Beide Coaches haben ein schwieriges Verhältnis miteinander, das im Februar 2005 seinen Ursprung hat. Wenger begegnete der Kritik Mourinhos, in Arsenals Team spiele kein Brite mehr, mit der Aussage: Außer John Terry habe Chelsea kein nennenswertes Eigengewächs entwickelt. Im Oktober 2005 nannte der Portugiese Wenger daraufhin einen "kranken Voyeur".

Nach dem Spielende sorgte Mourinho dann erneut für Aufsehen. Die kurz zuvor erhaltene Medaille warf er ins Publikum, ein zehnjähriger Junge konnte sie fangen. "Das ist eine Medaille für Verlierer. Für ihn ist es eine gute Erinnerung", sagte der 52 Jahre alte Trainer zur kuriosen Aktion.

zaf/dpa/sid/AP



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Trainspotter 02.08.2015
1.
Die Arroganz und Respektlosigkeit Mourinhos kennt keine Grenzen. Natürlich sind diese Medaillen für Verlierer an sich Blödsinn, weil sich keiner darüber freut. Aber dermaßen respektlos damit umzugehen, sollte eine Strafe nach sich ziehen.
adubil 02.08.2015
2.
Zitat von TrainspotterDie Arroganz und Respektlosigkeit Mourinhos kennt keine Grenzen. Natürlich sind diese Medaillen für Verlierer an sich Blödsinn, weil sich keiner darüber freut. Aber dermaßen respektlos damit umzugehen, sollte eine Strafe nach sich ziehen.
Wieso ? Ist doch nur ein künstlich mit fragwürdiger Bedeutung aufgeladenes Stück Metall. Nach der Verleihung gehört es Mourinho und der kann damit machen, was immer er möchte. Auf's Klo hängen, im Gulli versenken oder eben so...no problem.
tomy1983 02.08.2015
3. Seh ich auch so.
Für den Jungen doch echt 'ne tolle Erinnerung.
HerrDietrich 03.08.2015
4. Zumal...
er damit auch recht hat. Eine Medaille fürs Verlieren.
ginotico 03.08.2015
5.
Zitat von HerrDietricher damit auch recht hat. Eine Medaille fürs Verlieren.
Ich glaube nicht, dass man den Kindern und Jugendlichen beibringen soll, dass zweite Plätze nichts wert sind. Besser für die Entwicklung unseres Nachwuchses wäre es, wenn man ihnen zeigt, dass auch zweite Plätze eine gute und anerkennenswerte Leistung sind.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.