Premier League Leicester baut die Tabellenführung aus

Das Fußball-Märchen geht weiter: Leicester City hat nach einem Auswärtssieg in Watford den Vorsprung an der Tabellenspitze ausgebaut. Die ärgsten Verfolger von Tottenham und Arsenal spielten im direkten Duell 2:2.

Leicester-Akteure Drinkwater, Simpson und Mahrez (v.l.)
AFP

Leicester-Akteure Drinkwater, Simpson und Mahrez (v.l.)


Das Sensationsteam von Leicester City rückt dem möglichen Gewinn der Meisterschaft in der englischen Premier League immer näher. Am Abend siegten die Foxes dank eines Tores des Algeriers Riyad Mahrez (56.) auswärts beim FC Watford 1:0 (0:0). Die Mannschaft von Trainer Claudio Ranieri hat nun nach 29 Spieltagen fünf Punkte Vorsprung auf die Tottenham Hotspur, die derzeit auf Rang zwei liegen.

Tottenham Hotspur - FC Arsenal 2:2 (0:1)

Tottenham Hotspur und der FC Arsenal haben sich im Spitzenspiel des Spieltags 2:2 (0:1) getrennt. In einem packenden Nord-London-Derby brachte Aaron Ramsey die Mannschaft um die Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker mit einem sehenswerten Hackentor nach 39 Minuten in Führung.

Nach der Gelb-Roten Karte für Arsenal-Profi Francis Coquelin (55. Minute) drehten Toby Alderweireld (60.) und Englands Nationalstürmer Harry Kane innerhalb von zwei Minuten die Partie. Mit einem Mann weniger sorgte Alexis Sánchez in der 76. Minute für den Endstand. Die Spurs bleiben damit in der Tabelle als Zweiter drei Punkte vor dem Dritten FC Arsenal.

Manchester City - Aston Villa 4:0 (0:0)

Nach dem bitteren 0:3 in Liverpool am vergangenen Mittwoch konnte Manchester City wenigstens verhindern, im Heimspiel gegen Villa weitere Punkte abzugeben und aus den Champions-League-Rängen herauszufallen. Der Durchbruch gegen den Tabellenletzten kam aber erst nach der Pause. Yaya Touré brachte City nach 48 Minuten auf Vorlage von David Silva in Führung. Sergio Agüero erhöhte nur zwei Minuten später auf 2:0.

In der 60. Minute traf Agüero zum 3:0, der eingewechselte Raheem Sterling erzielte das 4:0 in der 66. Minute. Agüero setzte noch einen Elfmeter gegen den Pfosten.

Chelsea - Stoke City 1:1 (1:0)

Ein Tor von Bertrand Traoré aus der 40. Minute schien den unter Guus Hiddink immer noch ungeschlagenen Blues zu einem weiteren Sieg gereicht zu haben. Der 20 Jahre alte Burkiner erzielte sein zweites Premier-League-Tor nach Vorlage von Nemanja Matic. Aber fünf Minuten vor dem Ende konnte Thibaut Courtois eine Flanke von Xherdan Shaqiri nur nach vorne abwehren. Der ehemalige Hannoveraner Mame Diouf köpfte zum Ausgleich ein.

Everton - West Ham United 2:3 (1:0)

Ein turbulentes Spiel sahen die Zuschauer im Goodison Park. Romelu Lukaku traf auch in seinem achten Spiel gegen Lieblingsgegner West Ham. In der 13. Minute brachte der Stürmer seine Mannschaft in Führung. Nach 34 Minuten wurde ein anderer belgischer Spieler vom Platz gestellt: Kevin Mirallas sah die Ampelkarte. Doch auch in Unterzahl konnte Everton den Vorsprung vergrößern, als Aaron Lennon nach einem Doppelpass mit Lukaku traf (56.). Es hätte sogar 3:0 stehen können, aber Lukaku scheiterte mit einem Elfmeter an West Hams Schlussmann Adrián.

In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Kurz nach dem vergebenen Strafstoß erzielte Michail Antonio den Anschlusstreffer für die Gäste (78.). Nur drei Minuten später traf der eingewechselte Diafra Sakho nach Flanke von Dimitri Payet zum Ausgleich für die Hammers. In der Nachspielzeit stellte Payet mit seinem Tor zum 3:2 sogar den Sieg sicher. West Ham bleibt damit im Kampf um die Champions-League-Ränge. Das Team von Slaven Bilic liegt nur einen Punkt hinter Platz vier.

Newcastle United - Bournemouth 1:3 (0:1)

Nach der bitteren Heimniederlage gegen Aufsteiger Bournemouth steht der Job von Newcastles Trainer Steve McClaren nach allgemeiner Auffassung zur Disposition. Nach einem Eigentor von Steven Taylor (28.) und einem Treffer von Joshua King (70.) lagen die Magpies schon 0:2 zurück. Inmitten der Buhrufe der Heimfans traf Ayoze Pérez nach Anspiel von Jonjo Shelvey zwar zehn Minuten vor Schluss zum Anschlusstreffer, doch in der Nachspielzeit traf Charlie Daniels zum entscheidenden 3:1. Newcastle steht auf dem 19. Tabellenplatz, während Lokalrivale Sunderland die Abstiegsränge verlassen hat. Dagegen ist Bournemouth, vor der Saison als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt, bei elf Punkten Vorsprung auf Platz 18 praktisch gerettet.

Swansea City - Norwich City 1:0 (0:0)

Ein Sechs-Punkte-Spiel gewann Swansea im Abstiegskampf gegen Norwich. Vor den Augen des neuen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino erzielte Gylfi Sigurdsson das Tor des Tages für die Waliser (61.), die jetzt neun Punkte Vorsprung auf Norwich und damit den ersten Abstiegsplatz haben.

Southampton - Sunderland 1:1 (0:0)

Erst in den Schlussminuten erwachte das Spiel an der Südküste zum Leben. Southamptons Kapitän José Fonte sah nach einer Notbremse an Fabio Borini Rot von Schiedsrichter Neil Swarbrick (80.). In Überzahl kamen die Gäste aus dem Nordosten Englands zum Führungstreffer, als Jermain Defoe sein 14. Saisontor erzielte (84.). Am Ende blieb den Black Cats aber nur ein Punkt, weil Virgil van Dijk für zehn Gastgeber in der Nachspielzeit noch der Ausgleich gelang.

aha/dpa/lst



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insgesamt 4 Beiträge
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aurichter 05.03.2016
1. Arsenal
waren zu Zehnt stärker und hätten trotz des Blackout nach der Gelbroten durchaus noch gewinnen können. Das bei Tottenham bspw ein Lamela nicht mit Gelbrot geflogen ist, haben Sie dem m.E. einseitigem Referee Oliver zu verdanken. Aber diese Sonderbehandlung sind ja auch in der Bundesliga Gang und gäbe, siehe aktuell BVB vs FCB !! Ein Ring Kämpfer Vidal und ein Torero Alonso haben wieder einmal Narrenfreiheit. Verloren hat Tottenham zwei Punkte und das zu Recht.
waswoasi 05.03.2016
2. Ringkämpfer Vidal?
Welches Spiel haben Sie gesehen? Ich habe eines der besten und fairsten Spiele von Vidal für Bayern gesehen. In der Defensive souverän und offensiv mit vielen gelungenen Aktionen...
ftb7 05.03.2016
3.
Naja Arsenal ist das Vizekusen Englands. Die werden nie Meister.
totalmayhem 06.03.2016
4.
Zitat von ftb7Naja Arsenal ist das Vizekusen Englands. Die werden nie Meister.
Wenn man keine Ahnung hat... Arsenal hat 13 Titel gewonnen (darunter zwei in diesem Jahrtausend), lediglich United und Liberpool haben mehr auf dem Konto. Das gilt uebrigens auch fuer Vizemeisterschaften, demnach haetten sowohl Liverpool als auch United den Haemetitel "Vizekusen" eher verdient als Arsenal.
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