Football Leaks Arsenal zahlt Aubameyang 17,3 Millionen Euro "Treueprämie"

Bonus, wenn er bleibt: Pierre-Emerick Aubameyang verließ Borussia Dortmund vor Ende seines Vertrags. Bei Arsenal bekommt der Stürmer nach SPIEGEL-Informationen viel Geld, wenn das nicht passiert.

Pierre-Emerick Aubameyang
REUTERS

Pierre-Emerick Aubameyang

Von und


Der englische Premier-League-Klub FC Arsenal zahlt Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang eine "Treueprämie" in Höhe von 15,15 Millionen Pfund, umgerechnet etwas mehr als 17,3 Millionen Euro, wenn der Ex-Dortmunder seinen bis 2021 laufenden Vertrag erfüllt. Über diesen sogenannten Loyalty Bonus berichtet der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Der Bonus ist Bestandteil des Arbeitsvertrags, den Aubameyang am 31. Januar dieses Jahres unterschrieben hat. Sein jährliches Grundgehalt in London bis Ende Juni 2021 liegt nun bei 10,3 Millionen Pfund im Schnitt, umgerechnet rund 11,7 Millionen Euro. Aubameyang wird zudem einen einmaligen "Champions League Bonus" von 2,26 Millionen Pfund für die Saison 2018/2019 kassieren, obwohl Arsenal die Qualifikation für die Königsklasse in der kommenden Saison verpasst hat. Die Ablösesumme, die Borussia Dortmund von Arsenal für den Torjäger kassiert, liegt laut der Transfervereinbarung bei 63,75 Millionen Euro.

Aubameyangs "Premier League Contract" sowie das "Transfer Agreement" zwischen beiden Vereinen gehören zu einem Datensatz, den die Enthüllungsplattform Football Leaks dem SPIEGEL zugespielt hat. Dieser Datensatz enthält Dutzende von Transfervereinbarungen und Arbeitsverträgen, die die inflationären Tendenzen in der Premier League bei Ablösesummen, Festgehältern, Prämien und Beraterhonoraren detailliert dokumentieren.

ANZEIGE
Rafael Buschmann und Michael Wulzinger:
Football Leaks

Die schmutzigen Geschäfte im Profifußball

Penguin Verlag; 352 Seiten; 10,00 Euro

Der ganze Hintergrund dazu findet sich in dem neu erscheinenden Taschenbuch "Football Leaks - Die schmutzigen Geschäfte im Profifußball", aus dem der SPIEGEL vorab einen Textauszug veröffentlicht.

In dem Artikel wird auch beschrieben, wie der chilenische Stürmer Alexis Sánchez, der im Januar vom FC Arsenal zu Manchester United wechselte, mit Festgehalt und Vermarktungsrechten, die jährliche Champions-League-Qualifikation vorausgesetzt, auf 20,35 Millionen Pfund pro Saison kommen kann, umgerechnet rund 23,3 Millionen Euro. Liverpools Stürmer Mohamed Salah kassiert in dieser Saison neben seinem Grundgehalt von 123.030 Pfund pro Woche zusätzlich 2,5 Millionen Pfund als "Goal and Assist Bonus" - weil er in den Pflichtspielen mehr als 35 Tore erzielt oder vorgelegt hat.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

Was im neuen SPIEGEL steht, erfahren Sie immer samstags in unserem kostenlosen Newsletter DIE LAGE, der sechsmal in der Woche erscheint - kompakt, analytisch, meinungsstark, geschrieben von der Chefredaktion oder den Leitern unseres Hauptstadtbüros in Berlin.

insgesamt 19 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
neeanders 11.05.2018
1. Auch im Fußball ...
... liebt man den Verrat, aber vertraut nie dem Verräter. Arsenal wusste, welche Sauerei Aubameyang in Dortmund abzieht und hat es gebilligt, aber fürchtet jetzt wohl selber den Fluch der bösen Tat.
james-dean 11.05.2018
2.
Nicht schlecht. Bei Borussia Dortmund hat er für seine Vertragsverlängerung, die er nicht eingehalten hat, auch eine "Treueprämie" erhalten. Und dort fragt man sich wo die ganzen Millionen abbleiben.
go2dive 11.05.2018
3. Und?
Das nennt sich Vertragsfreiheit. Wo ist das Problem? Das Geld ist dank der Fußballfans im Stadion und vor den Fernsehern ja vorhanden und wenn man die Besten haben und halten möchte, muss man das eben bezahlen.
Niedlifizierer 11.05.2018
4. Wenn diese Summen stimmen
dürfte so mancher Manager oder "Rockstar" um die Nase blaß werden. Zu den Vertragssummen dürften zusätzlich noch externe Vermarktungsgelder oben drauf kommen. Diese Beträge sind in keinster Weise mehr durch die gebotene Leistung oder "Darbietung" gerechtfertigt, selbst wenn "Berater" und "Vermittler" ca. 20 - 30% der Summe abgreifen dürften. Wenn ein Herr Salah schon (von mir) geschätzte 40 Millionen (2 - 3 Monate spielfrei, verletzt, gesperrt, etc. schon abgezogen) im Jahr kassiert, kann man sich vorstellen, welche Beträge ein CR7 oder Messi kassieren, die zusätzlich international wesentlich besser vermarktbar sind.
Hirn gefragt? 11.05.2018
5. Ist doch mittlerweile verständlich...
Typen wie z.B. Aubameyang oder Neymar sind Fussballsöldner, wie es meiner Meinung nach vorher nie gegeben hat: Ein besser bezahltes neues Angebot, eine andere Toppmannschaft, Unzufriedenheit in der aktuellen Lage? Kein Problem, trotz laufenden Vertrages und vorheriger Treuebekenntnisse, Money sells... Diese Typen sind die wahren Sargnägel des aktuellen Fußballs, die die Fans vor den Kopf stoßen. Und Neymar scheint auch noch so verblendet vom Mammon und eigenem Ruhm zu sein, dass er als Ex-Barca-Spieler nach einem Jahr mit Real liebäugelt... Solche Leute wie die können noch so viel Kohle abscheffeln, Identifikationsfiguren auf Clubebene werden die nie wieder - hoffentlich...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.