Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Umstrittener Neymar-Transfer: Barça legt alle Zahlen offen

116,3 Millionen Euro - so hoch soll der Betrag sein, den der FC Barcelona für das Gesamtpaket Neymar bezahlt hat. Die Summe beinhaltet allerdings auch das Gehalt für den Brasilianer. Dessen Ex-Verein FC Santos hat offenbar nur 17,1 Millionen Euro erhalten.

Barça-Präsident Bartomeu: Alle Zahlen zum Neymar-Transfer genannt Zur Großansicht
AP/dpa

Barça-Präsident Bartomeu: Alle Zahlen zum Neymar-Transfer genannt

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Die Missverständnisse und der Ärger rund um den Transfer des brasilianischen Superstars Neymar zum spanischen Spitzenclub FC Barcelona sollen nun endlich ein Ende haben. Einen Tag nach dem Rücktritt von Club-Präsident Sandro Rosell lud dessen Nachfolger Josep Bartomeu zu einer Pressekonferenz, auf der sämtliche Details des Wechsels offengelegt wurden.

Demnach kostet den FC Barcelona das Gesamtpaket Neymar 116,3 Millionen Euro - allerdings inklusive Gehalt für die fünf Jahre Vertragslaufzeit. Die Summe setze sich zum einen aus einer Ablösesumme in der bekannten Höhe von 57,1 Millionen Euro zusammen. Davon habe Neymars Ex-Verein FC Santos allerdings nur 17,1 Millionen erhalten. Die restlichen 40 Millionen kassiere eine Firma, die den Eltern des Profis gehört. Die Ablösesumme würde sich noch einmal um zwei Millionen Euro erhöhen, falls der Brasilianer innerhalb der Vertragslaufzeit unter den besten drei Spielern bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres stehen sollte.

Darüber hinaus zahlte Barça laut eigener Angaben ein Handgeld in Höhe von zehn Millionen Euro an den 21 Jahre jungen Profi sowie 2,7 Millionen an dessen Vater. Der Tabellenführer der Primera División habe sich außerdem dazu verpflichtet, 2,5 Millionen Euro zur Kooperation mit Neymars Wohltätigkeitsorganisationen zu zahlen. Zählt man diese fixen Kosten zusammen, summiert sich der Transfer auf einen Gesamtbetrag in Höhe von 72,3 Millionen Euro (Hier finden Sie die Stellungnahme).

Auch das Gehalt des Brasilianers legte der spanische Spitzenclub offen: 8,8 Millionen Euro verdiene Neymar pro Jahr, das ergebe insgesamt 44 Millionen bis zum Vertragsende im Sommer 2018. Addiert man das Einkommen des Torjägers hinzu, so entsteht ein Paket mit der Gesamtsumme in Höhe von 116,3 Millionen Euro. Neymars Vater habe den Club von einer Schweigepflicht über Vertragsinhalte entbunden, begründete Barcelona den Schritt an die Öffentlichkeit.

Ein Madrider Ermittlungsrichter hatte am Mittwoch das Klagegesuch eines Barça-Mitglieds wegen des Neymar-Transfers zugelassen und Ermittlungen gegen Rosell eingeleitet. Nach Ansicht des Juristen besteht der Verdacht, dass bei der Verpflichtung des Stars möglicherweise mehr Geld geflossen ist, als offiziell angegeben.

tpr/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Fast schon mafiös:
apfeldroid 25.01.2014
Der Heimverein bekommt 17Mio, das ist für mich die Ablöse, alles andere ist Schmiergeld und unerklärlich. Wieso kriegt der Vater 40Mio? Weil er ihn gut vermarktet hat? Ich wünsche mir keine solchen Unternehmenschaften in BuLi, wobei wenn ich mir Lewandowski ansehe, so kommen bei mir auch Fragen auf.
2. Egal aus welchen Kosten
TheTruth 25.01.2014
die Summe sich zusammensetzt. 120 000 000 ist absolut irre.
3. Hach...
rewerb 25.01.2014
Zitat von sysopAP/dpa116,3 Millionen Euro - so hoch soll der Betrag sein, den der FC Barcelona für das Gesamtpaket Neymar bezahlt hat. Die Summe beinhaltet allerdings auch das Gehalt für den Brasilianer. Dessen Ex-Verein FC Santos hat offenbar nur 17,1 Millionen Euro erhalten. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-barcelona-legt-alle-zahlen-zum-transfer-von-neymar-offen-a-945472.html
wie schön ist es doch, wenn ich abends mit Hilfe meines teuren Sky-Abos bei ein bißchen Champions League davon erholen kann, dass ich mich den ganzen Tag über die überhöhten Manger-Gehälter, die frechen Politiker-Diäten, die unverschämten Beamten-Pensionen und die teuren Flüge des ADAC-Chefs aufregen musste. Im Ernst, ich gebe schon lange kein Geld mehr für Fussball aus (außer natürlich die Zwangsgebühren der GEZ). Ich sehe einfach nicht ein, warum ich einem Zwanzigjährigen den Ferrari finanzieren soll.
4. Deckelt die Spielergehälter...
einmischa 25.01.2014
... wie es auch bei den Managern versucht wird. Nur in der UEFA reicht, woanders will eh keiner spielen bezw. schauen wir uns das nicht mehr an. Der Bestbezahlte einer Mannschaft darf nicht 12x mehr verdienen als der Sclechtbezahlteste. Damit wird eine ungemeine Ruhe bei der Transfers eintreten, denn die Haupttriebfeder ist, in den wenigen Profijahren soviel wie möglich zu verdienen - was die Spielerberater und Vereine geschickt nutzen und damit absurde Ablösen und Provisionen verknüpfen können.
5. normal
gerritinho 25.01.2014
wenn man sich überlegt, dass Bayern für das Gesamtpaket Götze auch 87 Mio bezahlt haben sollen + mit Sicherheit ein ordentliches Hangeld für Mario & seinen Berater wg der tollen Ausstiegsklausel sind solche Summe ja anscheinend die Normalität. Traurig, dass die Vereine sich von den Beratern auf der Nase rumtanzen lassen. Wenn die Bayern Lawandowski nicht selber hätten haben wollen, hätten sie sich über dessen Verhalten & das der Berater echauffiert...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: