Hamburg - Beim FC Barcelona geht eine Ära zu Ende: Trainer Josep Guardiola wird seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei dem spanischen Erstligisten nicht verlängern. Das gab Club-Präsident Sandro Rosell auf einer Pressekonferenz am Freitag bekannt.
"Das ist keine einfache Entscheidung für mich", sagte Guardiola: "Es ist für mich an der Zeit, zu gehen. Vier Jahre auf Barcelonas Bank sind eine Ewigkeit. Ich muss meine Leidenschaft zurückgewinnen."
Der 41-jährige hatte seine Zukunft zuletzt stets offen gelassen. Angeblich soll ihm seit Monaten ein Angebot zur Vertragsverlängerung vorliegen. Präsident Sandro Rosell soll dem Trainer sogar erlaubt haben, über die Laufzeit zu bestimmen.
Guardiolas Nachfolger auf der Trainerbank wird der bisherige Co-Trainer Tito Vilanova. "Wir haben ihn ausgewählt, weil er die Idee und das Image Barças repräsentiert", sagte Sportdirektor Andoni Zubizarreta. "Eine gute Wahl", sagte auch Guardiola zu dem neuen Trainer, der ab Sommer verantwortlich sein wird: "Die Spieler kennen ihn."
Barcelona scheitert in Liga und Champions League
Nach vier extrem erfolgreichen Jahren hatte Guardiola zuletzt einige Dämpfer hinnehmen müssen. In der spanischen Liga muss der FC Barcelona in diesem Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit Real Madrid den Meistertitel überlassen. Nach der 1:2-Niederlage im "Clásico" am vergangenen Wochenende hat Barça vier Spiele vor Saisonende sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus der Hauptstadt.
In der Champions League war Guardiola mit dem FC Barcelona im Halbfinale am FC Chelsea gescheitert. Nach einem 0:1 in London reichte es im Rückspiel vor heimischem Publikum nur zu einem 2:2.
Im Sommer 2008 wurde Guardiola, langjähriger Ex-Profi des FC Barcelona, Cheftrainer der Profimannschaft. In seiner Amtszeit wurde der Club dreimal spanischer Meister (2009, 2010, 2011), holte dreimal den spanischen Supercup (2009, 2010, 2011) und gewann den spanischen Pokal (2009). 2009 und 2011 gewann Guardiola zudem die Champions League. In beiden Jahren kürte sich der Club auch zum Fifa-Club-Weltmeister.
chp/Reuters/sid
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