Pressestimmen zum Barcelona-Triumph "Tot, auferstanden, tot, auferstanden"

Das hätte sich selbst der "irrsinnigste Fan nicht ausdenken können": Die internationalen Medien kommentieren Barcelonas Coup gegen Paris in der Champions League mit Verwunderung. Kritik gibt es an Schiedsrichter Deniz Aytekin.

Jubelnde Spieler des FC Barcelona
Getty Images

Jubelnde Spieler des FC Barcelona


Pressestimmen zum 6:1-Sieg des FC Barcelona im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen Paris St. Germain:

SPANIEN

"Marca": "Über dieses Spiel, das das Camp Nou am 8. März 2017 erlebt hat, wird man noch viel reden. Man wird die umstrittenen Entscheidungen kommentieren, von denen es jede Menge gab, und man wird von der sehr schlechten Partie eines PSG sprechen, das noch vor drei Wochen seinen Rivalen fest im Griff hatte.

AS: "Die Entscheidungen des 38-jährigen Schiedsrichters (der Deutsche Deniz Aytekin, d. Red.) haben ganz direkt die Schlüsselmomente der historischen Aufholjagd von Barcelona gegen PSG beeinflusst. Er hat drei zweifelhafte Urteile zum Vorteil des katalanischen Klubs gefällt, die das Endergebnis des Spiels ausgemacht haben."

"Sport": Barça geht ein weiteres Mal in die Geschichte des internationalen Fußballs ein. Die beste Generation von Spielern, die wir je gesehen haben, hat gestern eine der schönsten, emotionsgeladensten und elektrisierensten Seiten aller europäischen Wettbewerbe geschrieben."

"El Mundo": "Die Fans weinten. Luis Enrique lief desorientiert und mit geballten Fäusten über das Feld. Und Sergi Roberto? Er war der unfassbare Held."

FRANKREICH

"Le Figaro": "Paris Saint-Germain hat alles verdorben. Die Pariser wurden in Barcelona erniedrigt."

"Le Parisien": "Unbeschreiblich. Paris hat in der Champions League Geschichte geschrieben. Auf seine Kosten."

"L'Équipe": "Ein historischer Schiffbruch."

GROSSBRITANNIEN

"Guardian": "Barcelona ist da, wo es in den vergangenen zehn Jahren immer war: im Viertelfinale der Champions League. Aber sie sind auf eine Weise dorthin gekommen wie nie zuvor. Nicht ein Comeback, sondern zwei. Tot, auferstanden, tot, auferstanden - und irgendwie stehen sie immer noch."

"Telegraph": "Das war ein Spiel das nachklingen wird, das in die Geschichte eingehen wird. Es war das erste Mal in der Champions-League, dass eine Mannschaft eine Niederlage mit vier Toren überwunden hat. Aber es war mehr als das. Es war weit mehr als das, wie die ungläubigen Blicke der Spieler, der Mitarbeiter, Trainer und Barcelona-Fans zeigte. Dieser Klub, diese Spieler haben schon alles Mögliche geschafft. Aber das noch nie."

"Independent": "Unglaublich, lächerlich und historisch. Es gibt keinen anderen Weg, dieses bemerkenswerte Spiel zu beschreiben, das eines der großartigsten in der Geschichte der Champions League sein könnte. Mit Sicherheit war es das großartigste Comeback, das die Champions League je gesehen hat."

ITALIEN

"Gazzetta dello Sport": "Barça - vollkommen verrückt. Die Grenze des Unmöglichen hat sich nach hinten verschoben. Am Rande des Abgrunds konnte einzig Barça ein solch episches Unternehmen gelingen."

"La Repubblica": "Das Unmögliche ist möglich. Es ist passiert, es ist Fußball, es ist Barça-PSG, in den letzten sieben Minuten. Ein Film, die Aufholjagd. Nicht Luis Enrique, nicht Hitchcock, nicht der irrsinnigste Fußballfan hätte sich das ausdenken können, was im Camp Nou von der 88. Minute an zu sehen war."

"Corriere dello Sport": "Wenn der Sport zur Poesie wird: Es gibt sportliche Wagnisse, die gehören zum Fußball. Es gibt Momente, die aus den Nachrichten herausstechen und die zu Legenden werden. Es gibt Fußballmannschaften, die aus einem Animationsfilm stammen könnten, wo sich das Unmögliche in Wirklichkeit verwandelt. Jene Geschichten, zu denen man sagt: Das ist zu viel, aber schön, davon zu träumen. Genau das ist in Barcelona passiert."

ÖSTERREICH

"Kronen Zeitung": "Kaum jemand außerhalb Barcelonas hatte mehr daran geglaubt, aber es ist tatsächlich passiert: Der FC Barcelona hat im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League das Mega-Wunder geschafft und als erstes Team in der Europacup-Geschichte ein 0:4 aus dem Hinspiel aufgeholt."

"Die Presse": "Barcelona demonstrierte gegen Paris Offensivfußball allerhöchster Güte, schaffte mit dem 6:1 die größte Aufholjagd in der Historie der Königsklasse und steht im Viertelfinale."

SCHWEIZ

"Neue Zürcher Zeitung": "An manchen Tagen entzieht sich der Fussball gängigen Erklärungsmustern. Er verabschiedet sich für einen Augenblick aus dem Reich der Logik und wandert in jene Grauzone, in der vermeintlich Gewissheiten mit einer Wucht erschüttert werden, dass man noch Jahre später darüber reden wird."

Zusammengestellt von der dpa



insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
andromeda793624 09.03.2017
1. BVB vs Benfica ?
Wo sind die Pressestimmen von der Partie BVB vs Benfica?Wir leben doch hier in Deutschland? Stattdessen werden hier die Pressestimmen über einer der traurigsten Kapitel im europäischen Fußball gezeigt. Eine der größten Skandale!
caipis 09.03.2017
2. Skandal?
Also, wenn Du (Kommentar 1) die unterirdische Leistung der Spieler von PSG meinst, dann stimme ich Dir zu. Oder sprichst Du die Schiedsrichterleistung an? Die Elfer kann er geben, da haben sich die Verteidiger halt recht blöd angestellt. Ich hätte Neymar mit Rot vom Platz geschmissen, aber letztendlich war's doch ein geiler Fußballabend, auch mit der tollen Leistung Deines BVB ;-))
kufu 09.03.2017
3.
Zitat von andromeda793624Wo sind die Pressestimmen von der Partie BVB vs Benfica?Wir leben doch hier in Deutschland? Stattdessen werden hier die Pressestimmen über einer der traurigsten Kapitel im europäischen Fußball gezeigt. Eine der größten Skandale!
Es waren eben drei Deutsche beteiligt, einer davon sogar spielentscheidend.
percystuart 09.03.2017
4. Bei den legendären Aufholjagden....
...hinsichtlich der beigefügten Fotostrecke zu diesem Artikel, fallen mir noch zwei ein, die aus deutscher Sicht nicht unerwähnt bleiben sollten: Das Endspiel im Fußball-Uefa-Cup 1988 zwischen Espanyol Barcelona und Bayer Leverkusen. Barcelona hatte das Hinspiel (damals gab es noch Vor- und Rückspiel) 3:0 gewonnen und verlor dann in Leverkusen auch 3:0; das anschl. 11er-Schießen gewann dann Bayer. Und natürlich bei der WM 1970 in Mexiko: Deutschland-England 3:2 n.V. (nach 0:2 Rückstand). mfg
percystuart 09.03.2017
5.
Zitat von kufuEs waren eben drei Deutsche beteiligt, einer davon sogar spielentscheidend.
Stimmt. Den ersten 11er kann man (muss aber nicht) geben; der zweite war ein Witz bzw. eine Fehlentscheidung. Drei Deutsche zeigten keine gute Leistung: Trapp, Draxler und der Schiri. Ungeachtet dessen ist Paris selbst Schuld. Wer ein 4:0 nicht über die Runden bringt, hat es auch nicht verdient weiterzukommen. Barca ist für mich nun der klare Titelfavorit. Es wäre aus deutscher Sicht gut, wenn sie in der nächsten Runde Atletico oder Real zugelost werden..... mfg
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