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Bayern-Verteidiger: Nein, Dante

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Bayern-Verteidiger Dante: "Kein populistisches Thema aufmachen"

Dante war beim FC Bayern mal gesetzt, aber mittlerweile ist der Verteidiger nur noch zweite Wahl. Gegen Hannover durfte er einmal von Beginn an ran - und wurde schon früh ausgewechselt. Die Zeichen stehen auf Abschied.

Hamburg - Der Verteidiger Dante wollte sich zunächst nicht verteidigen. Ein Statement zu seiner Auswechslung nach nur 32 Minuten gab es von Bayern Münchens unglücklichem Abwehrspieler direkt nach dem Spiel noch nicht. Dafür sprach nach dem 3:1-Sieg der Bayern bei Hannover 96 sonst fast jeder über ihn.

Erst am Abend meldete sich der Brasilianer dann zu Wort. "So früh raus zu müssen, ist nie schön. Aber Hannover stand mit elf Mann hinten drin, da brauchten wir keine drei Innenverteidiger." Neben Dante standen auch Holger Badstuber und Jérome Boateng in der Startformation.

Geradezu flehentlich wandte sich etwa Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer an die fragenden Journalisten: "Ich appelliere auch an Ihre Vernunft, kein populistisches Thema aufzumachen. Dante ist ein Weltklasse-Typ und ein wichtiger Spieler für uns. Er hat die Champions League gewonnen. Er ist ein wunderbarer Junge, der bei uns in der Gruppe extrem hohe Anerkennung genießt."

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Spürbare Zweifel daran kamen am Samstag endgültig auf. Dante hatte nicht gut ausgesehen beim 1:0-Führungstreffer von Hannover 96 durch Hiroshi Kiyotake in der 25. Minute - und das war auch schon fast seine letzte Aktion des Tages. Nach der zuletzt wachsenden Kritik von außen beorderte diesmal Trainer Josep Guardiola den Innenverteidiger früh, nach bereits einer halben Stunde vom Platz.

"Es war taktisch. Das ist einer der besten Profis, den ich in meiner Karriere getroffen habe", beteuerte der Coach. Sammer betonte: "Wir wissen auch, dass er ein bisschen mehr in der Kritik steht, aber das lassen wir nicht zu."

Beim Ex-Klub Gladbach registriert man die Entwicklung genau. "Mit Dante ist der Kontakt noch da, der ist nie abgerissen. Man wird sehen, wie es für uns weitergeht, wie es für ihn weitergeht", sagte Manager Max Eberl trotz Dantes noch bis 2017 laufenden Vertrages. Sky-Experte Stefan Effenberg war sich jedenfalls am Samstag sicher: "Beim FC Bayern wird das Kapitel Dante im Sommer beendet sein, wenn man so reagiert nach 30 Minuten."

aha/dpa/sid

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insgesamt 43 Beiträge
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1.
cruiser87 08.03.2015
---Zitat--- "... Das ist einer der besten Profis, den ich in meiner Karriere getroffen habe", beteuerte der Coach. ---Zitatende--- Gibt es eigentlich einen Spieler im Kader der Bayern, über den er das noch nicht gesagt hat? Wenn sich von den anderen IV keiner verletzt, dann dürfte Dante auch weiterhin nur Ersatz sein. Ich fände es schön, wenn er nach Gladbach zurück gehen würde und dort an alte Leistungen anknüpfen könnte.
2. war abzusehen
Nonvaio01 08.03.2015
nachdem ante sich beschwert hatte as seine kollegen immer wieder Witze ueber die niederlage von Brasilien gemacht haben, hat er sich nicht mehr als teil der Mannschaft gesehen, bzw sich unwohl gefuehlt. Ich kann das verstehen, da haette der Verein reagieren muessen, brasilianer sind extreme stolze Menschen, wenn man dem dann fast taeglich die historische niederlage aufs brot schmiert ist das resultat fast vorprogramiert. Der hat einfach keine lust mehr auf den FCB und das sieht man auch an der spielweise.
3.
nextsl 08.03.2015
Ich verstehe die ganze Aufegung nicht: Dante hat seit gefühlter Ewigkeit keine überragende Leistung mehr im Bayern-Trikot gezeigt und war gestern der Unsicherheitsfaktor schlechthin in der Bayern-Abwehr. Eine völlig richtige Reaktion von Guardiola, dass er Dante nach zwei kapitalen Schnitzern ausgewechselt hat. Guardiola hat die Verantwortung und er hat verantwortlich gehandelt. Was wäre gewesen, wenn er Dante im Spiel gelassen und dieser sich nicht stabilisiert hätte? Man hätte dann ganz locker im Nachhinein von einem "taktischen Fehler" gesprochen. Dante hat noch zwei Jahre Vertrag und was nach der Saison sein wird, liegt ausschließlich an ihm selbst. Bringt er wieder seine Leistung und nimmt den Konkurrenzkampf mit Badstuber und Benatia an, wird er weiter ein Thema sein, wenn nicht, ist es besser, wenn er den Verein verlässt. Aber mit einem populistischen "Beim FC Bayern wird das Kapitel Dante im Sommer beendet sein, wenn man so reagiert nach 30 Minuten" wird man Guardiola`s Entscheidung nicht gerecht. Dante war der Schwachpunkt, dies kann und muss man benennen, die Auswechslung somit folgerichtig.
4.
der_ba_be 08.03.2015
Dantes Leistung entwickelt sich seit dem Ende der Saison 12/13 und dem Gewinn der CL zurück. Selbst im Finale hätte er mit zwei dummen fouls vom Platz fliegen können. Unter guardiola hat er (im gegesatz zu boateng) eine rückentwicklung durchlaufen. er wirkt athletisch nicht auf der Höhe, mit hanebüchenen stellungsfehlern und ungewohnten schwächen im Zweikampf. Ich glaube die fehlende frische im Kopf nach dem desaströsen ausscheiden bei der Heim-WM und die überforderung in guardiolas System sind die letzten tropfen, die das fass zum überlaufen bringen. für dante wird es wohl leider das beste sein, er vollzieht nach der Saison einen tapetenwechsel. Vielleicht wäre Gladbach wirklich wieder eine Möglichkeit. Ich wünsche ihm (egal ob er geht oder bleibt) das er möglichst bald seine lockerheit und Freude am Spiel zurück findet.
5. wenn dann geht Dante ins ausland
Nonvaio01 08.03.2015
in Deutschland wird ihm keiner das gehalt zahlen was er momentan hat. Die asuwechslung war korrekt, so muss ein trainer eben handeln, das gibt auch ein signal an den rest des teams.
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