DFB-Pokal Alaba löst Bayerns Pflichtaufgabe

45 Minuten tat sich der FC Bayern gegen Eintracht Braunschweig schwer, dann kam David Alaba: Der Österreicher erzielte ein sehenswertes Freistoßtor und leitete den Sieg im Pokalachtelfinale ein. Auch Borussia Mönchengladbach setzte sich durch.

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Hamburg - Der FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach stehen im Viertelfinale des DFB-Pokals. Die beiden Top-Klubs hatten in ihren Achtelfinalspielen aber mehr Probleme mit den unterklassigen Gegnern als erwartet. Bayern gewann nach Toren von David Alaba (45. Minute + 1) und Mario Götze (57.) 2:0 (1:0) gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Gladbach siegte 2:0 (0:0) bei Kickers Offenbach, dem Tabellenführer der Regionalliga Südwest.

Josep Guardiola bot eine Top-Mannschaft auf, kein Star wurde geschont. Lediglich auf zwei Positionen veränderte Münchens Trainer sein Team nach dem 4:1 gegen den 1. FC Köln. Für Thomas Müller lief Xabi Alonso auf, statt Holger Badstuber durfte Dante von Beginn an spielen.

"Braunschweig stand sehr gut in der Defensive", sagte Alaba, der beste Mann auf dem Platz: "Wir haben nicht so viele Lücken gefunden."

Bayern tat sich in der ersten Hälfte überraschend schwer. Zwar kontrollierten die Gastgeber das Spiel mit mehr als 80 Prozent Ballbesitz. Doch besonders gefährlich war das lange nicht. Die größen Chancen vergaben Arjen Robben (7.) und Franck Ribéry (20).

Nach 25 Minuten wurde Braunschweig mutiger. Die Gäste verteidigten sehr effizient und konterten sogar ein paar Mal gefährlich. Die beste Gelegenheit hatte Seung-Woo Ryu, der nach einem Pass von Hendrick Zuck das Außennetz traf.

Erst in der Nachspielzeit dann die Führung für den FC Bayern: Nach einem Foul an Robben schlenzte David Alaba einen Freistoß aus 20 Metern sehenswert unter die Latte (45.+1).

Braunschweig bemühte sich nach dem Rückstand tapfer um Schadensbegrenzung, konnte das zweite Tor nach 56 Minuten aber nicht verhindern. Nach einem Pass von Robben dribbelte Götze zwei Gegenspieler aus und überwand Torhüter Rafal Gikiewicz - es war die Entscheidung.

Kickers Offenbach - Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:0)

Borussia-Trainer Lucien Favre stellte sein Team nach dem 2:0-Sieg gegen den SC Paderborn um, am Sonntag hatte er mehrere Leistungsträger geschont. Von Beginn an spielen durfte der Ex-Offenbacher André Hahn. Er wurde von den OFC-Fans mit Sprechchören gefeiert.

Die erste echte Chance hatte Mönchengladbach: Nach einer Hereingabe von Oscar Wendt grätschte Offenbachs Innenverteidiger Stefano Maier den Ball an den eigenen Pfosten (9.).

Viel mehr kam von Gladbach in der ersten Hälfte nicht. Die Amateure hielten mit viel Aufwand dagegen und spielten sich immer wieder zumindest in die Nähe des Gladbacher Strafraums.

Kurz nach der Pause machte ein Aussetzer von Offenbachs Marko Müller aber alles zunichte. Der Angreifer spielte den Ball nach einer Ecke der Gladbacher mit der Hand und verursachte so einen Strafstoß. Kruse trat an und erzielte die Führung für den Bundesligisten (52.).

Auch danach tat sich der Dritte der Bundesliga schwer mit den Amateuren. Offenbach hielt gut mit, verpasste es aber, eine seiner Chancen zum Ausgleich zu nutzen.

In der 83. Minute sorgte Patrick Herrmann für die Entscheidung. Nach Pass von Christoph Kramer zog er aus spitzem Winkel ab und erzielte den 2:0-Endstand.

cte

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