Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

DFB-Pokal: München feiert lockeren Sieg gegen Wolfsburg

DFB-Pokal: Zu gut für den Titelverteidiger Fotos
DPA

Keine Chance für den Titelverteidiger: Der FC Bayern München hat den VfL Wolfsburg in der zweiten Runde des DFB-Pokals klar besiegt. Glänzen musste der Rekordmeister dabei nur in der ersten Halbzeit.

Der FC Bayern München ist in beeindruckender Manier ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Gegen einen chancenlosen VfL Wolfsburg gewann der 17-fache Pokalsieger 3:1 (3:0). Vor allem in der ersten Hälfte hatte der VfL den Angriffen der Münchner nichts entgegenzusetzen. Wolfsburg kassierte damit binnen weniger Wochen zwei deutliche Niederlagen gegen den FCB (1:5 in der Bundesliga).

Der Titelverteidiger musste vor der Begegnung den Ausfall von Max Kruse verkraften. Der Nationalspieler zog sich einen Muskelfaserriss zu und wird voraussichtlich zehn Tage ausfallen. Für ihn kehrte Daniel Caligiuri in die Startelf zurück. Bayerns Trainer Josep Guardiola verzichtete im Vergleich zum Köln-Spiel auf Arjen Robben, stattdessen lief Kingsley Coman auf der rechten Seite auf.

Es dauerte nur vier Minuten bis der Rekordmeister erstmals gefährlich vor das Tor des Gastgebers kam. Doch Thomas Müller scheiterte aus kürzester Distanz an VfL-Torhüter Diego Benaglio. Die Bayern setzten die "Wölfe" früh in deren Hälfte fest, kurz darauf musste Dante am Fünfmeterraum vor dem einschussbereiten Robert Lewandowski klären (6. Minute). Douglas Costa besorgte dann in der 15. Minute den hochverdienten Führungstreffer. Der 25-Jährige Brasilianer ließ seinen Landsmann Luiz Gustavo ins Leere grätschen und traf dann in den Winkel.

Bayern-Gala in der ersten Hälfte

Wolfsburg konnte den Münchnern zu keinem Zeitpunkt Paroli bieten. Die logische Konsequenz war der zweite Treffer des Tages: Thomas Müller erhöhte nach einem Pass von David Alaba auf 2:0. VfL-Trainer Dieter Hecking reagierte wenig später auf die Passivität seines Teams und brachte Maximilian Arnold für Christian Träsch. Am Spielverlauf änderte dies jedoch nichts. Bayern nahm ein wenig Tempo aus den Angriffen und traf dennoch zum 3:0. Erneut Müller vollendete eine schöne Hereingabe von Alaba per Volley. Benaglio war bei allen Treffern machtlos.

Der amtierende Pokalsieger war mit diesem Ergebnis gut bedient. Thiago (40.) und Müller (41.) hätten noch vor der Pause auf 4:0 erhöhen können. "Über die erste Halbzeit müssen wir noch mal reden. So darf man nicht spielen. Wir wollten aggressiv spielen, aber das hat überhaupt nicht geklappt", sagte Hecking nach dem Spiel.

Nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn hatte Caligiuri die Chance zum Anschlusstreffer. Sein Schuss ging nur knapp am Tor von Manuel Neuer vorbei. Doch dieser Vorstoß war keinesfalls der Beginn einer Wolfsburger-Aufholjagd. Stattdessen kontrollierte weiter der Gast aus München. Doch es schien als habe Guardiola seinem Team in der Halbzeit verordnet, Kräfte zu sparen.

In der Folge hatte Caligiuri erneut die Chance auf einen Treffer (72.), zuvor vergab der eingewechselte Robben (69.) per Kopf. André Schürrle gelang dann in der 90. Minute immerhin noch der Ehrentreffer für Wolfsburg. Durch den Erfolg haben die Münchner auf dem Weg zum 18. Pokalsieg einen der größten Konkurrenten aus dem Wettbewerb befördert. Damit besteht weiterhin die Chance auf das anvisierte Triple.

VfL Wolfsburg - FC Bayern München 1:3 (0:3)
0:1 Costa (15.)
0:2 Müller (20.)
0:3 Müller (34.)
1:3 Schürrle (90.)
VfL Wolfsburg: Benaglio - Träsch (26. Arnold), Naldo, Dante, Ricardo Rodriguez - Guilavogui, Luiz Gustavo - Vieirinha (71. Jung), Draxler (63. Schürrle), Caligiuri - Dost
FC Bayern München: Neuer - Lahm, Jerome Boateng, Martinez, Alaba - Alonso (71. Vidal) - Coman (67. Robben), Thomas Müller (79. Rafinha), Thiago, Costa - Lewandowski
Zuschauer: 30.000
Schiedsrichter: Kircher
Gelbe Karten: Naldo - Alonso, Coman

bam

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 53 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Bayern musste nicht glänzen
yaqxsw 27.10.2015
... weil Wolfsburg zu keiner Zeit gefährlich werden konnte. Tolle Vorstellung! Wir brauchen mehr Teams von diesem Kaliber in der Bundesliga... denn langweilig sind Spiele mit dieser Perfektion nicht. Nur die Tatsache, dass die anderen zu schwach sind, sorgt für diese klare Situation in der Tabelle.
2. Viele Fehler
--00-- 27.10.2015
Coman kam über links, nicht über rechts. "Statt Robben" ist auch falsch, gegen Köln haben beide von Beginn an gespielt...
3. Stark in Deutschland aber...
steveleader 27.10.2015
Das heisst noch lange nicht das es international laufen wird. Die Top-Mannschaften gehen sicher nicht vor den Bayern in die Knie.
4. Die Bayern
lini71 27.10.2015
wie üblich schwach in der Chancen Verwertung.. Sonst hätte es nach 45 Minuten 0:6 heißen müssen.. Wenn die Bayern ihre Chancen genutzt hätten
5. Guardiola
letitbe 27.10.2015
Wenn sogar Marcel Reif die Superlative ausgehen (ist ja nun wirklich kein Bayernfan), dann ist das genau der FCB den ich sehen will! Ich hoffe Guardiola bleibt noch sehr lange, denn jetzt sieht man immer mehr welch ein Genie er ist! Weiter so, immer weiter so!
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




DFB-Pokalsieger seit 1990
Jahr Sieger
2015 VfL Wolfsburg
2014 FC Bayern München
2013 FC Bayern München
2012 Borussia Dortmund
2011 FC Schalke 04
2010 FC Bayern München
2009 Werder Bremen
2008 FC Bayern München
2007 1. FC Nürnberg
2006 FC Bayern München
2005 FC Bayern München
2004 Werder Bremen
2003 FC Bayern München
2002 FC Schalke 04
2001 FC Schalke 04
2000 FC Bayern München
1999 Werder Bremen
1998 FC Bayern München
1997 VfB Stuttgart
1996 1. FC Kaiserslautern
1995 Borussia Mönchengladbach
1994 Werder Bremen
1993 Bayer Leverkusen
1992 Hannover 96
1991 Werder Bremen
1990 1. FC Kaiserslautern

Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: