Provokation gegen Juventus Ärger um Bayern-Tweet

Vor dem Champions-League-Duell gegen Juventus Turin hat der FC Bayern mit einem Tweet für Ärger gesorgt. Manche Nutzer sahen in dem veröffentlichten Bild einen Bezug zum Nationalsozialismus.


Ein Tweet des FC Bayern zum Champions-League-Duell mit Juventus Turin hat für Aufregung gesorgt. Der deutsche Rekordmeister veröffentlichte einen Eintrag mit der italienischen Überschrift "Qui è la fine" (auf deutsch: Hier ist das Ende), darunter war unter anderem ein Bahngleis mit dem durchgestrichenen Juve-Leitspruch "Fino alla Fine" (Bis zum Ende) abgebildet.

Bei vielen kam dieses Wortspiel allerdings gar nicht gut an. In Italien gab es heftige Kritik für den Tweet, einige Nutzer in den sozialen Netzwerken fühlten sich durch die Illustration an eine Abbildung von einem Konzentrationslager erinnert. Die italienische Sportzeitung "Tuttosport" stellte diesen Zusammenhang in einem eigenen Tweet sogar direkt her.

Der FC Bayern bat wenig später via Twitter um Entschuldigung - auf deutsch und italienisch. "Leider hat unsere Spieltagsgrafik unbeabsichtigt missverständliche historische Bezüge geweckt", hieß es in der Mitteilung: "Mit dieser Grafik wollten wir allein den sportlichen Charakter des Achtelfinales in der Champions League heute Abend thematisieren, weil eines der beiden Teams ausscheiden muss."

aev



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insgesamt 62 Beiträge
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dergutmensch 16.03.2016
1. sorry aber das ist doch schwachsinnig
was hat den ein gesperrtes Gleis mit dem Nationalsozialismus zu tun o.O Für mich ist die Aussage unmissverständlich: Bis zum Bayernstadion und dann ist ende. Traurig das man sich dafür öffentlich entschuldigen muss...
Bueckstueck 16.03.2016
2. Ach Herrje...
Sicher, man hätte da lieber eine gesperrte Strasse zur Illustration genommen, denn es ist nunmal so, dass zwar alle anderen eindeutig NS-Bildersprech verwenden dürfen, aber Deutschland nicht mal aus Nachlässigkeit und Naivität ein soches Versehen unterlaufen darf. Und zmindest für Deutschland ist das ja auch nicht falsch so. Dass dann aber ausgerechnet aus Italien, wo der Faschismus ebenfalls gross war und in vielen Fussballstadien bis heute gross ist, die ganz grosse Empörung kommt, ist dann doch etwas arg lächerlich.
Eduschu 16.03.2016
3.
Man muss ja nicht über jedes Stöckchen springen, das einem hingehalten wird. Gerade die Italiener, die den gemeinen deutschen Fußballspieler gerne Panzer nannten, sollten doch ein dickeres Fell haben. Wenig souveränd auch die Reaktion der Bayern.
heinrich.ma 16.03.2016
4.
Zum Glück war darauf keine Autobahn oder ein VW-Käfer abgebildet, sonst wäre es aber so richtig eng für die Bayern geworden. Ein Tag ohne einen sinnbefreiten Shitstorm wird von vielen "digital natives" anscheinend mittlerweile als verlorener Tag betrauert.
2-punkt 16.03.2016
5. Social Media Kid
..ist ja nicht das erste Mal, dass man sich komplett auf Twitter daneben benimmt.. just remember their post concerning the Cup and "Bremen in the seifinals" - scheint so, als ob da ein 3-jähriger die online-Auftritte übernommen hat...
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