Neuer Coach FC Bayern bestätigt Verpflichtung von Jupp Heynckes

Jetzt ist es offiziell: Jupp Heynckes ist wieder Trainer des FC Bayern. Der 72-Jährige übernimmt den Trainerposten beim Tabellenzweiten bis zum Saisonende.

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Der Rücktritt vom Trainerabschied ist perfekt: Jupp Heynckes kehrt zum FC Bayern zurück. Der 72-Jährige wird einen Vertrag bis Saisonende erhalten. Das hat der Klub bestätigt.

"Es ist kein Comeback. Es ist ein Freundschaftsdienst - und ich habe es nur gemacht, weil ich dem FC Bayern unglaublich viel zu verdanken habe", sagte Heynckes dem Fachmagazin "Kicker": "Ich habe ein sehr gutes Gefühl dabei, es kann sofort losgehen." Heynckes tritt in München die Nachfolge von Carlo Ancelotti an, von dem sich die Bayern nach dem 0:3-Debakel vor einer Woche gegen Paris getrennt haben.

Für Heynckes ist es die bereits vierte Trainerzeit bei den Münchnern. Zuletzt war Heynckes von 2011 bis 2013 Coach der Bayern. Damals gewann er zum Ende seines Vertrags das Triple, bestehend aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Mit diesem Höhepunkt schien die Trainerkarriere des damals 68-Jährigen beendet. Nun folgt die Rückkehr.

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Rückkehr von Jupp Heynckes: Der Freundschaftsdienst

Peter Hermann und Hermann Gerland werden die Assistenten von Heynckes. Hermann war zuletzt Co-Trainer bei Zweitliga-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf. Für ihn dürfte der Verein eine Ablösesumme gezahlt haben. Fortunas Vorstandschef Robert Schäfer sagte: "Die Verhandlungen mit dem FC Bayern München waren fair und konstruktiv. Wir haben ein Ergebnis erzielt, mit dem alle Seiten zufrieden sein können." Gerland, aktuell sportlicher Leiter des FC Bayern Campus, wird seine Tätigkeit im Nachwuchsbereich vorübergehend ruhen lassen.

Im ersten Pflichtspiel trifft Heynckes mit Bayern München auf den SC Freiburg (14. Oktober, 15.30 Uhr). Danach wartet Celtic Glasgow in der Champions League. In der Bundesliga ist der Verein aktuell Zweiter mit fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund.

Wer im kommenden Sommer Cheftrainer des FC Bayern wird, ist noch nicht bekannt. Als aussichtsreicher Kandidat gilt Julian Nagelsmann, der aktuell bei Hoffenheim unter Vertrag steht.

jan

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dieter 4711 06.10.2017
1. Herzlichen Glückwunsch, lieber Jupp
Lieber Jupp, ich wünsche Dir alles Gute für Deine schwere Aufgabe.Das wird nicht einfach werden mit Deinen 72 Jahren diese Aufgabe zu stemmen. Bin selbst 76 und es treten doch immer wieder Wehwehschen auf, trotzdem ich jeden Tag eine Stunde laufe und auch sonst gemäßigt lebe.
4-3-2-1 06.10.2017
2. Super!
Wie wohltuend schon die Wörter von Heynckes in in der Pressemitteilung klingen. Das könnte nochmals was werden!
4-3-2-1 06.10.2017
3. Super!
Wie wohltuend schon die Wörter von Heynckes in der Pressemitteilung klingen. Das könnte nochmals was werden!
ssc58 06.10.2017
4. Freundschaft hin oder her...
...aber warum tut man sich sowas mit 72 Jahren noch an, zumal bei solch einem Arbeitgeber? Wenn er bis zum Ende der Hinrunde die Mannschaft nicht wieder in der Spur gebracht hat, gibts den berühmten Tritt in den Allerwertesten, wie auch schon 2013, als er weitermachen wollte, aber Pep vor die Nase gesetzt bekommen hat. Das Problem bei Bayern sind nicht die Trainer, sondern die Mannschaft. An Schlüsselpositionen fehlt es an jungen, flotten Spielern. Die Abwehr z.B. kann momentan relativ leicht ausgespielt werden, siehe CL gegen Paris. Und der Sturm säuselt auch nur dahin. Und das muss ein Ulli Hoeness mit seiner Einkaufspolitik auf die eigene Kappe nehmen.
ge1234 06.10.2017
5. Nun ja...
... Heynckes Verpflichtung dient in erster Linie nur dazu, Zeit zu gewinnen und zu retten, was zu retten ist. Für die Meisterschaft und vielleicht auch den DFB-Pokal wird's wohl langen, europäisch denke ich mal eher nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein 72jähriger nach 4 1/2jähriger Abstinenz Europas Fussball zum Rocken bringt, auch wenn ich mich natürlich gerne eines besseren belehren lassen würde. Hoffentlich steht am Ende dann aber wirklich eine 1A-Lösung an; Nagelsmann, der auf europäischer Ebene eine Ohrfeige nach der anderen kassiert sowie Klopp, dessen wenig differenzierter Hurra-Fussball in der PL schonungslos demaskiert wird, sind es auf alle Fälle nicht. Ich hoffe weiterhin auf Thomas Tuchel; vielleicht war der ja einfach nur schlau genug, den FCB nicht während der Saison ohne Vorbereitungszeit und mit übergestülptem Kader zu übernehmen. Dabei hätte er nur verlieren können.
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