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Bundesliga: Rekordmeister FC Bayern schwebt zum Rekord

Von Jan Reschke

Acht Spiele, acht Siege: Der FC Bayern ist das Nonplusultra der Bundesliga und hat einen neuen Startrekord aufgestellt. Angesichts der Schwächen der Meisterkonkurrenten drängt sich eigentlich nur noch eine Frage auf: War's das schon?

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Jubelnde Bayern-Spieler: Acht Siege aus acht Spielen

Wie luxuriös die Situation des FC Bayern in der Bundesliga derzeit ist, verdeutlichte eine Szene direkt nach dem 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf durch Thomas Müller. Bevor Franck Ribéry auch nur ansatzweise zu jubeln begann, gab er seinem erfolgreichen Teamkollegen noch ein paar mahnende Worte mit auf den Weg. Damit der die auch nicht falsch verstand, zeigte Ribéry Müller anschließend auch noch auf dem Platz, was er meinte. Ein Tor gegen den Aufsteiger? Offenbar selbstverständlich.

Angesichts der Münchner Dominanz in der Liga wohl zu Recht: Acht Spiele, acht Siege, fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt, zwölf Punkte Vorsprung auf Meister Borussia Dortmund, der FC Bayern spielt in dieser Saison bislang in einer eigenen Liga. Bisher von niemandem zu stoppen, auch nicht durch die bislang so gut gestarteten Düsseldorfer, die beim 0:5 (0:2) nach Treffern von Mario Mandzukic (28. Minute), einem Eigentor von Fabian Giefer (36.), Thomas Müller (55./86.) und Rafinha (87.) schmerzhaft zu spüren bekamen, in welchen Sphären sich die Münchner derzeit bewegen.

Können die Wettbüros jetzt also ihre Schalter schließen? War's das bereits in der Meisterfrage?

Zumindest Matthias Sammer wollte davon schon vor dem Spiel nichts wissen. Angesprochen auf den möglichen Startrekord sagte Bayerns Sportdirektor: "Das ist völlig unwichtig. Was bisher war, nehmen wir mit - aber dafür kriegen wir keinen Bonus. Es geht bei null los", so Sammer beim TV-Sender LIGA total!.

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Fußball-Bundesliga: Der Rekordmeister jubelt, der Meister trauert
Nun gehört Sammer nicht gerade zu den Menschen, bei denen man eine überbordende Selbstzufriedenheit vermuten würde. Er ist stets kritisch - auch wenn es gut läuft, wie er zuletzt durch seine harschen Worte nach dem Erfolg bei Werder Bremen Anfang Oktober bewies.

Also noch nichts entschieden?

Angesichts erst acht absolvierter Spieltage ist die Sache klar: natürlich nicht. Klammert man diesen Fakt einmal aus, kann der Rathausbalkon auf dem Münchner Marienplatz für die Meisterfeier schon gebucht werden.

Aus zwei einfachen Gründen:
1. Der FC Bayern funktioniert in dieser Saison zu gut,
2. die Konkurrenz zu schlecht.

Zumindest ersteres wissen sie auch beim Rekordmeister und lobten sich nach dem Erfolg gegen Düsseldorf öffentlich, wie man es nur selten hört. "Das war von der ersten bis zur letzten Minute überragender Fußball, das beste Spiel in dieser Saison. Das Umschaltspiel hat perfekt funktioniert", sagte ein für seine Verhältnisse euphorischer Trainer Jupp Heynckes.

Konkurrenz schwächelt

Der Münchner Coach ist derzeit in der komfortablen Lage, nicht auf die Konkurrenz schauen zu müssen, sondern umgekehrt. Doch die ist in dieser Saison zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie sich einen Blick zu den Bayern erlauben könnte.

Wo Meister Dortmund derzeit krampft, schweben die Münchner über den Rasen. Wo Schalke wie beim 0:2 gegen die Bayern in Ehrfurcht erstarrt, hat der Rekordmeister seine einst unerschütterliche Selbstsicherheit wiedergefunden.

Bleibt als Konkurrent derzeit nur Eintracht Frankfurt, das zwar einen überragenden Lauf hat, wohl aber angesichts des doch deutlichen Qualitätsunterschieds im Kader auf Dauer nicht mit den Münchnern um den Titel mitspielen wird.

War's das also im Kampf um den Titel?

"Wir sind stark. Die Stimmung ist sehr gut. Wir sind fit. Wir haben viele Spieler auf der Bank. Das ist gut. Wahnsinn", sagte Ribéry nach der Partie. Zumindest das scheint für ihn nicht selbstverständlich.

Fortuna Düsseldorf - Bayern München 0:5 (0:2)
0:1 Mandzukic (28.)
0:2 Giefer (36., Eigentor)
0:3 Thomas Müller (55.)
0:4 Thomas Müller (86.)
0:5 Rafinha (87.)
Düsseldorf: Giefer - Levels (46. Bellinghausen), Juanan, Langeneke, van den Bergh - Bodzek, Lambertz - Cha, Kruse - Ilsö (46. Woronin), Schahin (82. Rafael)
München: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Badstuber - Luiz Gustavo, Schweinsteiger (82. Rafinha) - Thomas Müller, Toni Kroos (70. Martínez), Ribery - Mandzukic (77. Alaba)
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 54.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Levels (2), Lambertz, van den Bergh - Dante

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1. Nur noch eine Frage ist offen!
prince62 20.10.2012
Zitat von sysopAPAcht Spiele, acht Siege: Der FC Bayern ist das Nonplusultra der Bundesliga und hat einen neuen Startrekord aufgestellt. Angesichts der Schwächen der Meisterkonkurrenten drängt sich eigentlich nur noch eine Frage auf: War's das schon? http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-bayern-muenchen-mit-startrekord-in-der-bundesliga-a-862491.html
Joo und richtig, das war´s schon, auch weil Felix Magath in Wolfsburg derzeit zielstrebig auf die 2. Liga hin arbeitet. Die Frage dieser Saison dreht sich nur noch, mit wie vielen Punkten Vorsprung der FC Bayern seinen Titel holt und wer dann alles von Dortmund nach München wechseln wird.
2. Wars das?
larsers 20.10.2012
Journalistischer Blödsinn. Meisterschaft entschieden? Genau dasselbe Geseier wie letze Saison. Oder auch wie vor vier Wochen als alle schrieben, das die Formel 1 - WM quasi beendet werden kann, da Alonso uneinholbar wäre!
3. gut ausgeruht
besserbescheidwisser 20.10.2012
Zitat von sysopAPAcht Spiele, acht Siege: Der FC Bayern ist das Nonplusultra der Bundesliga und hat einen neuen Startrekord aufgestellt. Angesichts der Schwächen der Meisterkonkurrenten drängt sich eigentlich nur noch eine Frage auf: War's das schon? http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-bayern-muenchen-mit-startrekord-in-der-bundesliga-a-862491.html
Kein Wunder, dass die Bayern heute Top-Fit waren, die haben sich alle am Dienstag ausgiebig geschont. Nicht mal mehr auf Neuer war Verlass, von Badstuber, Lahm und Schweinsteiger mal ganz zu schweigen. Der einzige, der sich bei den Bayern noch für die Nationalelf ins Zeug legt ist Kross.
4.
Rido 20.10.2012
Na ja, die Bayern haben gerade einen verdammt guten Lauf. Abwarten wie das noch weitergeht, denn schon in der letzten Saison haben die einen guten Vorsprung verspielt. Aber gelaugen? Nach acht Spieltagen? Wohl kaum.
5. Kassenschlager
janeinistrichtig 20.10.2012
Die Bayern sind zu stark, weil sie immer zu stark waren. Der BVB hatte seine Phase, selbst eine Mannschaft wie Stuttgart wurde mal Meister. Der HSV verbleibt. Zu beobachten, dass die dämlichen Bayern durchmaschieren, ist nach dem zweimaligen BVB-Erfolg in der BL noch zu ertragen. Wann spielt eigendlich die wahre Borussia gegen die Süderer (und nicht gegen die Norderer)?
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