Früherer Bayern-Trainer: Pal Csernai ist tot

Der frühere Bayern-Trainer Pal Csernai ist tot. Das gab der Bundesligist bekannt. Der ungarische Coach hatte die Münchner zu zwei Meistertiteln und einem DFB-Pokal-Triumph geführt. Er wurde 80 Jahre alt.

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Ehemaliger Bayern-Trainer Pal Csernai: Mit 80 Jahren gestorben

Hamburg - Pal Csernai ist am Sonntag im Alter von 80 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Das gab der FC Bayern München am Montag auf seiner Internetseite bekannt. Der ungarische Coach war von 1978 bis 1983 beim deutschen Rekordmeister tätig.

"Vorstand, Präsidium und der ganze FC Bayern trauern um Pal Csernai", heißt es in der Stellungnahme: "Der gesamte FC Bayern drückt allen engsten Vertrauten und Freunden Csernais sein tiefstes Mitgefühl aus und wird ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren."

Csernai war zwischen 1978 und 1983 beim FCB angestellt. Zunächst als Assistent des damaligen Trainers Gyula Lorant, später als dessen Nachfolger. Unter Csernai holte der FC Bayern 1980 und 1981 zwei Deutsche Meisterschaften, 1982 gewann das Team den DFB-Pokal. 1982 führte er die Bayern zudem ins Finale des Europapokals der Landesmeister, das jedoch 0:1 gegen den englischen Club Aston Villa verloren ging.

Csernai durchbrach zuvor festgefahrene Hierarchien und schuf eine neue Form von Miteinander beim FC Bayern. Bei den Spielern war er äußerst beliebt. Zudem machte er spätere Begriffe wie "4-4-2" und "Stretching" salonfähig. Auch die Raumdeckung soll er erfunden haben.

"Dass nicht ein bekannter Trainer mit großem Namen die Mannschaft übernommen hat, sondern der Assistent, und ich sie aus einer schwierigen Lage zum Erfolg geführt habe, das war etwas Besonderes", erzählte Csernai einmal. Bis vor wenigen Jahren reiste er zumindest einmal pro Jahr aus seiner Heimat Budapest für ein Bundesligaspiel der Bayern an.

Später coachte Csernai auch noch andere deutsche Clubs, so etwa Borussia Dortmund (1985-1986), Eintracht Frankfurt (1988-1989) und Hertha BSC Berlin (1990-1991), jedoch mit deutlich geringerem Erfolg.

bka

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1. traurige Nachricht
mr.ious 02.09.2013
Ich glaube nicht das ein Trainer der DFB-Elf, noch ein DFB-Präsident, Fußball so eine Seriösität verliehen haben, wie dieser Mann ohne sichtbares Bemühen darum.
2. Herzliches Beileid
haraldf56 02.09.2013
den Angehörigen.
3. Mr. Seidenschal
bcpt8 02.09.2013
Zitat von sysopGetty ImagesDer frühere Bayern-Trainer Pal Csernai ist tot. Das gab der Bundesligist bekannt. Der ungarische Coach hatte die Münchner zu zwei Meistertiteln und einem DFB-Pokal-Triumph geführt. Er wurde 80 Jahre alt. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-bayern-muenchen-pal-csernai-ist-tot-a-919885.html
So kam die Auswechslung des damaligen Bayern-Kapitäns Gerd Müller (1979 im Spiel gegen die Frankfurter Eintracht) durch Trainer Csernai einer 'Majestätsbeleidigung' gleich. Nachdem Beckenbauer bereits 1977 das Weite in Übersee gesucht hatte und Sepp Maier wegen eines Autounfalls 1979 seine Karriere beenden mußte, zog auch Müller als Letztverbliebener der legendären FC Bayern-Achse die Konsequenzen aus Csernais Abneigung gegen Platzhirsche (neben sich) und verließ den Club noch 1979 Richtung Fort Lauderdale. In Ungnade fiel der Ungar (der international nichts Nennenswertes mit dem FCB zu reissen vermochte) dann letztlich auf ähnliche Weise wie etwa van Gaal: Er war den Bayern-Bossen zu hochnäsig und medial (sowie den Sponsoren) nicht mehr vermittelbar geworden...
4. Was soll das?
singliketroubardix 02.09.2013
Zitat von bcpt8So kam die Auswechslung des damaligen Bayern-Kapitäns Gerd Müller (1979 im Spiel gegen die Frankfurter Eintracht) durch Trainer Csernai einer 'Majestätsbeleidigung' gleich. Nachdem Beckenbauer bereits 1977 das Weite in Übersee gesucht hatte und Sepp Maier wegen eines Autounfalls 1979 seine Karriere beenden mußte, zog auch Müller als Letztverbliebener der legendären FC Bayern-Achse die Konsequenzen aus Csernais Abneigung gegen Platzhirsche (neben sich) und verließ den Club noch 1979 Richtung Fort Lauderdale. In Ungnade fiel der Ungar (der international nichts Nennenswertes mit dem FCB zu reissen vermochte) dann letztlich auf ähnliche Weise wie etwa van Gaal: Er war den Bayern-Bossen zu hochnäsig und medial (sowie den Sponsoren) nicht mehr vermittelbar geworden...
Ihr Beitrag ist ziemlich beschämend - indem sie über Czernais Sarg schmutzige Wäsche zu verteilen suchen. Wenn es doch wenigstens sachlich korrekt wäre - es wäre immer noch vollkommen unpassend und peinlich. Aber nicht einmal das ist der Fall. 1. Beckenbauer Was hat er mit Czernai zu tun? 2. Gerd Müller Er war 1979 34 J. alt. Sein Abgang war folgerichtig. Rummenigge war die Zukunft (er wurde '80 u. '81 folgerichtig Europas Fußballer des Jahres). 3. Sepp Maier Er war 1979 35 Jahre alt. Auch er wäre nicht mehr lange die Nr. 1 geblieben. 4. Pal Czernai erreichte 1981 mit den Bayern das Halbfinale und 1982 das Finale im Europapokal, nach 6 Jahren Durststrecke. 1981 kam der spätere Sieger Liverpool im HF wegen der Auswärttorregel ins Finale. Was schreiben andere? Der zweifache ungarische Nationalspieler führte als Trainer den FC Bayern München zurück an die Spitze. ... (und) ... führte die Bayern ins Finale des Europapokals der Landesmeister. Am Ende seiner ersten kompletten Saison als Chef waren die Bayern zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder Deutscher Meister. In der Saison 1980/81 gelang die Titelverteidigung. Erneut erreichte der Klub auch ein europäisches Halbfinale. Pál Csernai (http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A1l_Csernai) Ähnlich wie van Gaal ist Csernai ein Fußballvisionär ... Um ein Haar hätte sich Csernai einen ganz großen Namen gemacht, doch seine Mannschaft verlor trotz drückender Überlegenheit das Europapokalfinale gegen Aston Villa 1982. Raumdeckung im Pal-System: Csernai - Trainer des FC Bayern - FOCUS Online - Nachrichten (http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/tid-18302/jupp-heynckes-raumdeckung-im-pal-system-csernai_aid_509213.html) Als Pal Csernai im Mai 1983 in München gefeuert wurde, sagte Bayern-Spieler Klaus Augenthaler gleichermaßen bedauernd wie erleichtert: "Er hätte der Größte sein können, wenn er anders aufgetreten wäre." DER SPIEGEL*38/1985 - Wünsche der Kundschaft (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13515716.html) Heute werden Mourinho oder vanGaal für ihre exzentrische Art kritisiert, damals war es eben Czernai. Ist das Grund, darauf heute nach seinem Tod noch so darauf herum zureiten? Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden.
5. "Was schreiben andere?"
bcpt8 03.09.2013
Zitat von singliketroubardixIhr Beitrag ist ziemlich beschämend - indem sie über Czernais Sarg schmutzige Wäsche zu verteilen suchen. Wenn es doch wenigstens sachlich korrekt wäre - es wäre immer noch vollkommen unpassend und peinlich. Aber nicht einmal das ist der Fall. 1. Beckenbauer Was hat er mit Czernai zu tun? 2. Gerd Müller Er war 1979 34 J. alt. Sein Abgang war folgerichtig. Rummenigge war die Zukunft (er wurde '80 u. '81 folgerichtig Europas Fußballer des Jahres). 3. Sepp Maier Er war 1979 35 Jahre alt. Auch er wäre nicht mehr lange die Nr. 1 geblieben. 4. Pal Czernai erreichte 1981 mit den Bayern das Halbfinale und 1982 das Finale im Europapokal, nach 6 Jahren Durststrecke. 1981 kam der spätere Sieger Liverpool im HF wegen der Auswärttorregel ins Finale. Was schreiben andere? Der zweifache ungarische Nationalspieler führte als Trainer den FC Bayern München zurück an die Spitze. ... (und) ... führte die Bayern ins Finale des Europapokals der Landesmeister. Am Ende seiner ersten kompletten Saison als Chef waren die Bayern zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder Deutscher Meister. In der Saison 1980/81 gelang die Titelverteidigung. Erneut erreichte der Klub auch ein europäisches Halbfinale. Pál Csernai (http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A1l_Csernai) Ähnlich wie van Gaal ist Csernai ein Fußballvisionär ... Um ein Haar hätte sich Csernai einen ganz großen Namen gemacht, doch seine Mannschaft verlor trotz drückender Überlegenheit das Europapokalfinale gegen Aston Villa 1982. Raumdeckung im Pal-System: Csernai - Trainer des FC Bayern - FOCUS Online - Nachrichten (http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/tid-18302/jupp-heynckes-raumdeckung-im-pal-system-csernai_aid_509213.html) Als Pal Csernai im Mai 1983 in München gefeuert wurde, sagte Bayern-Spieler Klaus Augenthaler gleichermaßen bedauernd wie erleichtert: "Er hätte der Größte sein können, wenn er anders aufgetreten wäre." DER SPIEGEL*38/1985 - Wünsche der Kundschaft (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13515716.html) Heute werden Mourinho oder vanGaal für ihre exzentrische Art kritisiert, damals war es eben Czernai. Ist das Grund, darauf heute nach seinem Tod noch so darauf herum zureiten? Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden.
Werter Mitforist, zunächst: Auch Mourinho oder van Gaal wird vermutlich nicht erspart bleiben, daß ihre "exzentrische Art" in Nachrufen Erwähnung findet. Das können Sie dann ebenfalls allzu päpstlich anmutend für "beschämend / unpassend / peinlich" befinden und die "Mitgefühl“-Polizei hier geben. Zu 1. Einen Bezug Beckenbauers zu Csernai interpretieren Sie hinein (wenngleich durchaus mißverständlich von mir formuliert). Beckenbauer und Maier erwähnte ich als Mitglieder der 70er Jahre-Triumviratachse auf dem Platz (bis Beckenbauer 1977 schon vor Antritt Csernais nach New York übersiedelte). Dazu gehörte "auch" Müller, der schließlich "die Konsequenzen aus Csernais Abneigung..." Zu 2. Müller war 1979 zum Zeitpunkt besagter Auswechslung 33 Jahre alt (wie "folgerichtig" ist dann z.B. Kloses Stammplatz im Verein und DFB-Team mit seinen inzwischen 35 Jahren? Es kommt eben auch auf die Präferenzen des jeweiligen Trainers an). Im Übrigen führe ich diese Begebenheit als Beleg für die zitierte "Hierarchie“-Textstelle im SPON-Artikel an. Eine wie auch immer geartete "schmutzige Wäsche“ interpretieren wiederum Sie hinein. Zu 3. Mehr Spekulation denn "sachlich korrekt“ (denn es gab und gibt erfolgreiche Torhüter auch jenseits der 35 Jahre). Zu 4. "...nichts Nennenswertes reissen konnte" bezog sich auf die Titelausbeute im internationalen Wettbewerb (gemessen am bereits damals vorherrschenden Anspruch dieses Vereins). Freilich lassen sich auch Halbfinal- und Finalteilnahmen als (Teil-) Erfolg bewerten, zumal in einer Umbruchphase.
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