DFB-Auszeichnung Bayern-Ultras erhalten Julius-Hirsch-Preis

Der DFB hat die "Schickeria" ausgezeichnet. Die umstrittene Ultra-Gruppierung vom FC Bayern München erhielt für ihren Einsatz für den von den Nazis verfolgten Vereinspräsidenten Kurt Landauer den Julius-Hirsch-Preis.

Bayern-Ultras: DFB-Auszeichnung für die "Schickeria"
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Bayern-Ultras: DFB-Auszeichnung für die "Schickeria"


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Hamburg - Die Münchner Ultra-Gruppierung "Schickeria" ist mit dem renommierten Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet worden. Die Anhänger von Rekordmeister Bayern München wurden in Gelsenkirchen von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach geehrt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) würdigte damit zum zehnten Mal seit 2005 das Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball.

Die "Schickeria" hatte die Geschichte des früheren Bayern-Präsidenten Kurt Landauer mit zahlreichen Aktionen, darunter Choreographien in der Münchner Arena, wieder in Erinnerung gerufen. Landauer stand dem Klub viermal vor, wurde nach 1933 jedoch als Jude von den Nationalsozialisten verfolgt.

Obwohl zahlreiche seiner Familienmitglieder von den Nazis umgebracht wurden, kehrte Landauer nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Emigration zurück und baute den FC Bayern wieder auf. Landauer, der 1961 verstarb, ist inzwischen einer von drei Ehrenpräsidenten des FC Bayern - auch dafür hatte sich die "Schickeria" eingesetzt. Die ARD zeigt am Mittwochabend (20.15 Uhr) einen Spielfilm über das Leben des Vereinsbosses.

In der Vergangenheit Engagement der Ultras gegen Neuer

"Die 'Schickeria' hat ein deutlich sichtbares Zeichen gegen jede Art der Diskriminierung gesetzt", sagte DFB-Präsident Niersbach. "Mit dem Preis wollen wir die 'Schickeria' und andere Ultra-Gruppen dazu ermutigen, mehr Verantwortung in diesem Bereich zu übernehmen."

So unumstritten das Engagement der "Schickeria" für den ehemaligen Präsidenten Landauer ist, so umstritten sind viele andere Aktionen der Ultra-Gruppierung. So hatten die Fans mit ihrer Ablehnung der Verpflichtung von Manuel Neuer im Jahr 2011 und teils heftigen Schmähungen gegen den Nationaltorwart deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Vor einigen Jahren hatte sich die Gruppierung auch vereinzelt Schlägereien mit anderen Ultras geliefert, bei einem Flaschenwurf im Jahr 2007 verlor eine Frau ein Auge - damals bekamen 70 Mitglieder der Gruppe Stadionverbot.

Mit der Stiftung des Julius-Hirsch-Preises erinnert der DFB an den deutsch-jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch (1892-1943) und an alle Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsstaates.

tim/sid

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insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
sylkeheimlich 14.10.2014
1.
Ich bin richtig stolz auf die Jungs! Ich finde nur schade, dass in dem Zusammenhang diese andere, ja sehr bedauerliche Sache mit der Verletzten im Artikel auftaucht. Man kann scheinbar die Ultras nicht loben, ohne sie dann anschließend gleich wieder in den Dreck zu ziehen. Die Verantwortlichen haben dafür bezahlt.
Bärthold 14.10.2014
2. Pluspunkte!
Ich stehe diesen Ultra-Gruppen sehr skeptisch gegenüber, aber: Das war eine prima Sache und hat Lob verdient!
ex_it 14.10.2014
3. ?
Da hängt der DFB mehrmals Banner in Stadien gegen Rassismus und der Gleichen ab und verleiht jetzt den Ultraschall des FCB einen Preis für Engagement gegen Rechts? In meiner Wahrnehmung tauchte die Schickeria noch nie für deutliches Antira- Engagement auf. Ganz spontan muss ich da eher an St.Pauli denken.
learner78 14.10.2014
4. ?
Die Schickeria auszeichnen? Waren die Juroren blind? Ein paar Aktionen gegen antisemitismus macht diese Gruppe nicht zu einer toleranten Vereinigung. Der schlimmste Haufen in der Bundesliga!
mvp81 15.10.2014
5. Die
ging damals, glaube ich, vom "Inferno Bavaria" aus wie weit das ganze von der "Schickeria" mitgetragen wurde-keine Ahnung. Die Aktionen für Kurt Landauer waren allerdings Klasse und verdienen Respekt!
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