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Bayern-Sieg in Augsburg: Alaba aktiviert Abwehrkräfte

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AP/dpa

Der Sieg von Bayern München in Augsburg wurde zu einer Demonstration der Stärke. Und der Solidarität. Und der Fähigkeiten eines Torjägers. Und der Variabilität von David Alaba. Das Wichtigste zum Spiel.

A wie Ausgangslage: Augsburg gilt als Angstgegner der Münchner, schließlich hat niemand die Guardiola-Bayern so oft geärgert wie der FCA unter Markus Weinzierl. Und dann waren da auch noch die Abwehrsorgen. Wie würden die Münchner den Ausfall von Holger Badstuber kompensieren?

Ergebnis: Souveränes 3:1. Zweimal Lewandowski, einmal Müller . Augsburg dann doch eher Aufbau- als Angstgegner.

Aufstellungen

Augsburg: Hitz - Verhaegh, Hong (71. Janker), Klavan, Max - Kohr, Gouweleeuw - Koo (55. Esswein), Trochowski (54. Moravek), Caiuby - Bobadilla. - Trainer: Weinzierl
München: Neuer - Lahm (83. Rode), Kimmich, Alaba, Bernat - Vidal (57. Rafinha) - Robben, Thomas Müller, Thiago, Costa (83. Coman) - Lewandowski. - Trainer: Guardiola

Symbol des Spiels: Wurde ein rotes T-Shirt. Vom Profi bis zum Zeugwart, alle Bayern-Angestellten trugen das Shirt beim Einlaufen (und bis auf die Spieler behielten es alle während des Spiels an). Vorn auf dem roten Shirt stand "Wir sind bei dir, du schaffst es wieder!", hinten war die Nummer 28 aufgeflockt. Holger Badstuber hat die 28, das T-Shirt wurde zu einer Solidaritätsbekundung für den verletzten Mitspieler. Selbst Anzug-Afficionado Pep Guardiola hatte eins an und ließ wie als Statement im strömenden Regen extra seine Jacke offen.

Die erste Hälfte: Sah ganz viel Münchner Druck und ganz wenig Augsburg-Offensive. Zwar kamen die Schwaben aus Bayern einmal ganz gefährlich über die linke Seite nach vorn, aber es blieb das einzige Mal. Auf der Gegenseite vermischten die Bayern aus Bayern Trotz mit Effizienz und Spielfreude, was gut aussah, aber nur zu einem einzigen Treffer durch Robert Lewandowski führte.

Zweite Hälfte: Sah einen famosen Spielmacher Thiago, der das 2:0 durch Robert Lewandowski großartig vorbereitete. Zeigte aber auch, wo die Sollbruchstelle der Bayern-Abwehr aus Philipp Lahm, Joshua Kimmich, David Alaba und Juan Bernat liegen könnte: in der Luft. Die Viererkette mit der Durchschnittsgröße von Achtklässlern (1,74 Meter) dürfte in der Champions League Probleme bekommen. Für die Bundesliga reicht die Liliputlösung dagegen offenbar locker aus.

Buhmann des Spiels: Arjen Robben. Wurde bei jedem Ballkontakt vom Augsburger Publikum ausgepfiffen. Das zeigte, wie umstritten der Holländer bei allen Nicht-Bayernfans ist, belegt aber auch: Derlei Folklore ist vor allem da zu Hause, wo man sonst nicht viel zu feiern hat.

Augsburg-Torschütze Bobadilla: Angstgegner Zur Großansicht
Getty Images

Augsburg-Torschütze Bobadilla: Angstgegner

Held des Spiels: Raúl Bobadilla. Zeigte sich in Halbzeit eins einmal gefährlich im Bayern-Strafraum, nahm aber die Hand zum Ballstoppen. Zeigte sich in Halbzeit zwei einmal gefährlich im Bayern-Strafraum und traf zum 1:3. Und ja, wenn man so will, bestätigte er damit auch die Augsburger Angstgegnerschaft. Der FCA ist der einzige Klub, der in dieser Saison in beiden Bundesligaspielen gegen die Bayern getroffen hat.

Abwehrkräfte des Spiels: Alaba und der Azubi. Ersterer rückte für Badstuber in die Innenverteidigung, der gerade verpflichtete Serdar Tasci saß auf der Bank. Alaba ist der vielseitigste Spieler im Bayern-Kader und nach dem Badstuber-Aus auch der größte Verteidiger (1,80 Meter). Probleme hatte der Österreicher in Augsburg nur mit sich selbst - in der zweiten Hälfte verlor er eine Kontaktlinse. Abwehr-Azubi Kimmich ("Badstuber ist mein strenger Lehrmeister") gewöhnt sich immer mehr an seine Rolle, sah aber beim Gegentor nicht gut aus.

Rekordtorjäger-Jäger: Robert Lewandowski. 21 Saisontore hat der Pole nach dem 21. Spieltag erzielt. Zum selben Zeitpunkt seiner 40-Tore-Saison 1971/72 hatte Gerd Müller 23 Treffer auf dem Konto. Und am folgenden Wochenende traf der Bomber nicht!

Erfolgsmeldung des Spiels: Die Bayern können nicht mehr direkt absteigen. 39 Punkte sind noch zu vergeben, der Vorsprung auf die TSG Hoffenheim auf Platz 17 beträgt jetzt 41 Zähler.

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insgesamt 10 Beiträge
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1.
Freidenker10 15.02.2016
Demonstration der Stärke? Hier spielt ein 500 Mio Verein gegen einen 50 Mio Verein, wenn es da keine Unterschiede in der Qualität gäbe könnte sich Bayern gleich einsargen lassen! In der, aus meiner Sicht extrem schwachen Liga, hat Bayern keine ernsthafte Konkurrenz und genau dieses Missverhältnis macht die Meisterschaft so unglaublich öde!!! Von mir aus sollen die 10 grossen europäischen Vereine ihre eigene Liga gründen und den Rest mit ihrem Geld,- und Starswahn verschonen! Hätte echt nichts gegen eine spannende Meisterschaft ohne die Bayern!
2.
Turbo 15.02.2016
Zitat von Freidenker10Demonstration der Stärke? Hier spielt ein 500 Mio Verein gegen einen 50 Mio Verein, wenn es da keine Unterschiede in der Qualität gäbe könnte sich Bayern gleich einsargen lassen! In der, aus meiner Sicht extrem schwachen Liga, hat Bayern keine ernsthafte Konkurrenz und genau dieses Missverhältnis macht die Meisterschaft so unglaublich öde!!! Von mir aus sollen die 10 grossen europäischen Vereine ihre eigene Liga gründen und den Rest mit ihrem Geld,- und Starswahn verschonen! Hätte echt nichts gegen eine spannende Meisterschaft ohne die Bayern!
Die TV-Gelder sind in D überwiegend gleich verteilt, große Wirtschaftsunternehmen sponsoren kleine Vereine, D hat jedes Jahr 3 CL Plätze frei zur Verfügung, wir haben große Stadien mit hervorragender Auslastung und existierender Fankultur. Das Problem ist nicht der FC Bayern. Das Problem ist unterdurchschnittliches Management der anderen Vereine. Sie nutzen ihre Möglichkeiten nicht.
3. Typisch Deutschland!
NauMax 15.02.2016
Ist jemand anders erfolgreicher als man selbst, analysiert man nicht etwa dessen Vorgehen, um hinter das Geheimnis des Erfolges zu kommen - das würde ja zusätzlichen Aufwand bedeuten - sondern man denunziert ihn, wo man nur kann und verlangt öffentlichkeitswirksam das Einschreiten einer übergeordneten Instanz (Staat), um diesen "Auswuchs" aufs untere Mittelmaß zurückzustutzen.
4. #Freidenker10
lerby01 15.02.2016
Wenn wir uns die Bayern in der Tabelle mal wegdenken, bleiben zwischen dem 2. Dortmund und dem 3. Leverkusen mal eben schlanke 13 Punkte. Das ist ja noch übler. Vielleicht sollten die Leverkusens, Gladbachs, Schalkes, Wolfsburgs, etc. dieser Welt tatsächlich mal ihre Hausaufgaben sorgfältiger machen, damit wieder so etwas wie Spannung aufkommt. Ist aber natürlich einfacher, den Bayern die ganze Schuld aufzuladen.
5.
Greg84 15.02.2016
Zitat von Freidenker10Demonstration der Stärke? Hier spielt ein 500 Mio Verein gegen einen 50 Mio Verein, wenn es da keine Unterschiede in der Qualität gäbe könnte sich Bayern gleich einsargen lassen! In der, aus meiner Sicht extrem schwachen Liga, hat Bayern keine ernsthafte Konkurrenz und genau dieses Missverhältnis macht die Meisterschaft so unglaublich öde!!! Von mir aus sollen die 10 grossen europäischen Vereine ihre eigene Liga gründen und den Rest mit ihrem Geld,- und Starswahn verschonen! Hätte echt nichts gegen eine spannende Meisterschaft ohne die Bayern!
Stimmt, wir sollten die Bayern aus der Liga nehmen, dann wäre alles so viel spannender. Oh, Moment, dann würden wir hier einfach Bayern gegen Dortmund ersetzen, die selbst 13 Punkte Vorsprung auf Platz 3 haben. Recht haben Sie natürlich damit, dass sowohl die Bayern als auch die Dortmunder der Liga entwachsen sind.
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