Football Leaks FC Bayern vereinbarte Nettogehalt mit James Rodríguez

Einkommensteuer und Sozialabgaben? Darum muss sich Bayern-Zugang James Rodríguez nicht kümmern. Die Münchner zahlen dem Kolumbianer nach SPIEGEL-Informationen einen satten Monatslohn - netto.

James Rodríguez
AFP

James Rodríguez


Der FC Bayern München hat mit seinem Neuzugang James Rodríguez ein Nettogehalt ausgehandelt. Der kolumbianische Nationalspieler, der für zwei Jahre von Real Madrid ausgeliehen ist, verdient demnach monatlich 541.670 Euro netto "unter Ausschluss aller vorgeschriebenen deutschen Einkommensteuern und Sozialabgaben". Dies entspricht einem Nettogrundgehalt von 6,5 Millionen Euro im Jahr.

Nettobeträge sind auch die Prämien, die der Spieler vereinbart hat: 250.000 Euro für den Fall, dass James zwölf Tore in den Pflichtspielen einer Saison erzielt, weitere 250.000 Euro, sobald er in einer Saison mindestens 20 Tore unmittelbar vorbereitet hat. Damit gehört James Rodríguez zu den Spitzenverdienern beim deutschen Rekordmeister. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Die Zahlen und weitere Vereinbarungen gehen aus dem 31 Seiten umfassenden Arbeitsvertrag hervor, den der Mittelfeldstar am 12. Juli beim FC Bayern München unterschrieb und den die Enthüllungsplattform Football Leaks dem SPIEGEL zugespielt hat.

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Demnach verpflichtet sich Bayern München, sämtliche Steuern und Abgaben zu übernehmen. Sollten Steuern oder Sozialabgaben für Angestellte in Deutschland während der Laufzeit des Vertrags ansteigen, müsste der FC Bayern die zusätzlichen Kosten aufbringen, damit es bei dem jährlichen Nettogrundgehalt von 6,5 Millionen Euro für den Neuzugang bleibt.

Bayern München überweist Real Madrid laut dem Leihvertrag zwischen beiden Klubs 13 Millionen Euro, zahlbar in zwei Raten zu jeweils 6,5 Millionen Euro. Die erste Rate ist zum 15. September dieses Jahres fällig. Sollten die Münchner den offensiven Mittelfeldspieler von Juli 2019 an fest verpflichten, wären demnach weitere 42 Millionen Euro Ablösesumme fällig.

Für die Vermittlung des Mittelfeldstars überweist der FC Bayern der Agentur Gestifute des portugiesischen Spielerberaters Jorge Mendes zwei Millionen Euro. Bayern München lehnte eine Stellungnahme zu den Vertragsinhalten ab, auch James Rodríguez und Jorge Mendes äußerten sich auf Nachfrage nicht zu den Vorgängen.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

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insgesamt 78 Beiträge
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Seite 1
schorri 18.08.2017
1. Ham'se die noch alle?
Also wenn das stimmt, und wenn man die empörten Äußerungen zum Neymar-Drame mtiz in's Kalkül zieht, dann muss man sich schon fragen, was im Oberstübchen der Bayern-Bosse so vorgeht. Aber das kann man nun wirklich nicht glauben. Diese irrwitzigen Summen! Für einen James! Unfassbar. Nein. Es ist ja bekannt, dass Reden und Handeln bei Hoeness, Rummenigge und Co. gelegentlich diametral auseinanderlaufen. Aber das kann nun wirklich nicht sein. Oder doch?
ge1234 18.08.2017
2. So so...
.... 6,5 Mio. netto zahlt der FCB also an James. Das sind pi mal Daumen ca. 13. Mio brutto. D.h. er verdient weniger als Lewandowski, Müller, Thiago u.a. Wo ist da nun der Skandal?
argonaut-10 18.08.2017
3. ist doch nett
liegt aber immer noch unter dem Schmerzensgeld, für das ich bei dem Klub antreten würde... insofern... jeder Kopf hat seinen Preis.
alaba27 18.08.2017
4. Unfassbar !
Und das für einen Dauerbankdrücker von Real, der mal bei einer WM ein Traumtor geschossen hat.
jokrie 18.08.2017
5. Was ist die Meldung?
Ich beziehe mein Gehalt auch netto und mein Arbeitgeber zahlt die Sozialabgaben etc. Wenn ich in ein fremdes Land ziehe, will ich auch wissen, was ich netto herausbekomme und verhandle entsprechend. Was ist die Sensation an dieser Nachricht?
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