Ärger in München Bayern-Coach Guardiola droht Maulwurf mit Rauswurf

Pep Guardiola ist wütend auf einen Maulwurf in seiner Mannschaft. Offenbar gibt jemand beim FC Bayern Interna wie taktische Vorgaben an die Presse weiter. "Es werden Köpfe rollen", droht Münchens Trainer laut "Bild"-Zeitung.

Bayern-Trainer Guardiola: "Er wird nie wieder unter mir spielen"
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Bayern-Trainer Guardiola: "Er wird nie wieder unter mir spielen"


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Hamburg - In der Champions League schon im Achtelfinale, in der Liga nach dem 3:0 gegen Dortmund klar an der Tabellenspitze, die Mannschaft spielt schönen Fußball. Es scheint alles perfekt zu sein beim FC Bayern. Doch laut "Bild"-Zeitung ist bei den Münchnern doch nicht alles im Reinen. In der Mannschaft oder im Umfeld des Teams soll es angeblich einen Maulwurf geben, der Interna an die Medien weitergibt. Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge bestätigte den Bericht beim TV-Sender Sky.

Demnach soll Trainer Pep Guardiola in der Mannschaftbesprechung vor der Partie in Dortmund im Team-Hotel gesagt haben: "Egal, wer es ist, es werden Köpfe rollen. Denjenigen schmeiße ich raus! Er wird nie wieder unter mir spielen." Er werde alles daran setzen, um herauszufinden, wer der Maulwurf ist, so Guardiola angeblich weiter. Zuvor hatte der Boulevard Details zur Bayern-Taktik enthüllt, die offenbar nur der Mannschaft bekannt waren.

Rummenigge sagte: "Ich rate dem Betreffenden dringend, seinen Spielbetrieb einzustellen, sonst bekommt er ein ernsthaftes Problem, nicht nur mit Pep Guardiola, sondern mit dem ganzen Club." Zur Frage, wer der Maulwurf sein könnte, wollte sich Rummenigge nicht äußern, schließlich müsse man einen Verdacht auch beweisen können.

Maulwürfe in Fußball-Teams sind keine Seltenheit. Erst bei der EM 2012 hatte Bundestrainer Joachim Löw erzürnt reagiert, als etliche taktische Veränderungen vorab in Medien preisgegeben worden waren. Dass ein Spieler Interna direkt an die Presse weitergegeben hatte, wurde von Löw ausgeschlossen. Jemand musste es aber gewesen sein, in Frage kamen auch Spielerberater.

max



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Alfred Ahrens 24.11.2013
1. Tja,
wird wohl nicht nur beii den Bayern so sein. Und nicht erst seit Guardiola...
anonym187 24.11.2013
2. Keiner braucht einen Verräter, der taktische
Spielzüge der ganzen Welt, besonders den Medien darbietet und vermutlich sogar noch Geld kassiert! Logische und notwendige Entscheidung, wenn es wirklichen diesen Spion geben soll! Vermutlich war es nur die NSA! :)
Grafsteiner 24.11.2013
3. Na, so gewaltig kann der Verrat wohl nicht sein.
Wie meinte Ibrahimovic: "Guardiolas philosophische Ansprachen in der Kabine aber – das ist Scheiße für Fortgeschrittene." Guardiola hat offenbar Angst davor, dass seine Scheiss-Philosophie bekannt wird.
politik-nein-danke 25.11.2013
4. Wetten die Rudern noch zurück?
in München gibt es nur einen, der regelmäßig sein Image in der Presse durch gezielt lancierte Artikel und Selbstdarstellung pflegt.......nur den wird man dann nicht rauswerfen...
cirus27 25.11.2013
5. ganz einfach. offizielle anfrage bei der nsa,
und ein paar handys werden überprüft. danach dann ruck-zuck robben, müller und schweinsteiger zum hsv. herr kühne, übernehmen sie!
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