Hamburg - Die negativen Gedanken sind verflogen: Arjen Robben hat die von ihm selbst ausgelösten Irritationen um ein mögliches Karriereende wieder ausgeräumt. "Ich habe im Frust, dass es beim Comeback so lange dauert, mir solche Gedanken gemacht", sagte der 28 Jahre alte Offensivspieler vom FC Bayern München der "Bild"-Zeitung und ergänzte: "Aber keine Sorge: Ich bin bald wieder da! Rücktritt? Absolut nicht!"
Auch die Bayern-Verantwortlichen reagierten am Rande des Champions-League-Spiels beim OSC Lille gelassen. "Das darf man doch nicht ernst nehmen. Arjen war enttäuscht und frustriert. Er wird noch sehr viele gute Spiele und Tore machen", hatte Trainer Jupp Heynckes bereits nach dem 1:0-Sieg am Dienstagabend dem TV-Sender Sky gesagt. Er habe am Spieltag eine SMS von Fitnesstrainer Thomas Wilhelmi erhalten mit dem Inhalt, dass Robben in München "super trainiert" habe - und das ohne Beschwerden. Auch Robbens Vater und Berater Hans hatte am Mittwochabend beim TV-Sender Sport1 einem Rücktritt widersprochen: "Keine Frage, Arjen wird nicht zurücktreten, sondern so schnell wie möglich wieder für Bayern spielen."
Robben hatte beim niederländischen TV-Sender NOS nach anhaltenden Verletzungsproblemen mit Überlegungen über einen Rückzug als Profi kokettiert. "Manchmal ist es einfach schwer und dann denke ich: Lasst mich, ich hänge meine Fußballschuhe an den Nagel und höre auf." Der Gedanke an Rücktritt gehe sehr weit, er "geistert durch meinen Kopf, nicht nur jetzt", hatte Robben gesagt, der in dieser Saison erst drei Bundesligaspiele absolviert hat.
Ribéry: "Ich hätte weiterspielen können"
Unterdessen hat sich auch die Situation von Bayerns zweitem Top-Star Franck Ribéry entspannt. Der Franzose musste in Lille mit muskulären Problemen zur Halbzeit ausgewechselt werden. Nun hofft der 29-Jährige aber, bereits am Sonntag im Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (17.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wieder auflaufen zu können.
"Es war komisch. Ich hatte ein Gefühl wie ein Krampf. Das ist schade", berichtete Ribéry über die körperlichen Probleme: "Ich habe in der Halbzeit mit dem Doktor gesprochen, der sagte: 'Das Risiko ist zu groß'. Ich hätte weiterspielen können."
leh/dpa/sid
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