Robben-Verletzung gegen Augsburg Schuh im Knie

Die Bayern haben das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht, der Sieg gegen Augsburg war eine klare Sache. Doch Arjen Robben hat es übel erwischt: Der Stollen eines gegnerischen Schuhs bohrte sich in sein Knie - der Holländer wird wohl wochenlang ausfallen.

Aus Augsburg berichtet Sebastian Winter


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Es dauerte sehr lange, bis Arjen Robben endlich vom Spielfeld durfte. Mit schmerzverzerrtem Gesicht lag er auf einer Trage, die die Sanitäter dann doch irgendwann aufgetrieben hatten. Robbens rechtes Knie blutete stark, nachdem ihn Augsburgs Torwart Marwin Hitz in der 13. Spielminute gefoult hatte. Robben war alleine auf Hitz zugelaufen, beide hatten den Abseitspfiff des Schiedsrichters offenbar überhört. Bei dem Zweikampf bohrte sich ein Stollen von Hitz' Schuh in Robbens Knie.

Der Holländer blieb hinter der Torauslinie liegen und klopfte mit der Hand auf den Boden, um seine Schmerzen zu signalisieren. Kurz darauf legten ihm die Bayern-Ärzte einen Verband an, gestützt auf ihre Schultern humpelte Robben Richtung Spielerkabine.

Doch die Schmerzen waren so groß, dass Robben stoppte und die Trage in Anspruch nahm. Die erste Diagnose lautete: Tiefe Risswunde am Knie. Die Wunde wurde im Augsburger Krankenhaus gereinigt. Doch die Bayern haben nach ihrem mühevollen 2:0-Pokalsieg in Augsburg und dem Einzug ins Viertelfinale nun ihren nächsten Verletzten.

Der 29-jährige Offensivspieler hatte den Titelverteidiger in Augsburg in der dritten Spielminute in Führung geschossen, jetzt fällt er wohl wochenlang aus. Robben spielt seit Monaten in bestechender Form, auch weil er bislang, anders als in den Vorjahren, von schwereren Verletzungen verschont geblieben ist. In 22 Pflichtspielen hat er diese Saison 13-mal getroffen.

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DFB-Pokal: Robbens blutiges Knie
Nach seinem Siegtreffer im Champions-League-Finale gegen Dortmund ist der oft auf sein eigenes Wohl bedachte Robben auch in der Gunst der Bayern-Fans wieder gestiegen. Schon in der vergangenen Spielzeit hatte er viel mehr nach hinten gearbeitet, was ihm zusätzliche Sympathien brachte. Durch die Verletzung dürfte nun allerdings auch eine mögliche vorzeitige Verlängerung von Robbens bis 2015 laufendem Vertrag wieder in den Hintergrund rücken.

Das Positive für die Bayern an dieser Geschichte ist, dass sie selbst Ausfälle wie den von Robben zumindest kurzfristig gut kompensieren können. Thomas Müller sprang gegen Augsburg auf der rechten Seite ein, eine Viertelstunde vor Schluss traf er zum vorentscheidenden 2:0. "Es fällt überhaupt nicht auf, dass wir extrem viele Verletzte haben. Das ist auch der Bonus, den wir vielleicht gegenüber anderen Mannschaften haben", sagte Müller später frech.

"Mich stört eigentlich nur eins"

Eine gute Leistung zeigten die Bayern dennoch nicht, sie hatten einige Mühe mit den robusten Augsburgern, deren Trainer Markus Weinzierl später sagte: "So wie wir heute gegen Bayern gespielt haben, haben die anderen Mannschaften nicht gespielt. Wir standen sehr hoch und wollten sehr früh, sehr mutig verteidigen."

Die beiden Spielanalytiker der Bayern, die das Geschehen von der Tribüne aus verfolgten, waren zeitweise überhaupt nicht zufrieden. Bei Ballverlusten, und davon hatten die Bayern einige, regten sie sich fürchterlich auf. Doch ihre Flüche waren noch gar nichts gegen die Schimpftirade, die Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer nach dem Spiel anstimmte. Sie richtete sich jedoch nicht gegen die Mannschaft, sondern war an die Öffentlichkeit adressiert.

"Mich stört eigentlich nur eins", sagte Sammer: "Dass man hier so eine blöde Diskussion führt, dass wir, wenn wir hier auf den Platz gehen, schon automatisch der Sieger sind. Mir kommt viel zu kurz, anzuerkennen, dass wir ein großes Maß an Spielern ersetzen mussten und dass wir einen unglaublichen Aufwand dafür betreiben, dass wir täglich sehr hart arbeiten." Und weiter: Im Moment werde eine Scheindiskussion über die Dominanz von Bayern und vielleicht Dortmund geführt. "Ich möchte, dass man auch mal anerkennt, wenn wir gut spielen und gute Ergebnisse erzielen, und kein dummes Zeug redet."

Ob sich die Bayern mit solchen eher trotzigen Aussagen einen Gefallen tun, ist die Frage, vor allem nach eher durchwachsenen Leistungen wie gegen Augsburg. Der Kader ist jedenfalls breit genug, um in den verbleibenden Spielen vor Weihnachten zu bestehen. Auch ohne Robben.

FC Augsburg - Bayern München 0:2 (0:1)
0:1 Robben (4.)
0:2 Müller (78.)
Augsburg: Hitz - Verhaegh, Callsen-Bracker, Klavan, Ostrzolek - Baier - Hahn, Vogt, Altintop (63. Milik), Werner (76. Holzhauser) - Mölders (63. Bobadilla)
München: Neuer - Rafinha, Boateng, Dante, Alaba - Martínez - Robben (16. Müller), Thiago, Kroos (86. Höjbjerg), Götze (66. Ribéry) - Mandzukic
Schiedsrichter: Zwayer
Zuschauer: 30.660 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Hitz, Verhaegh - Müller



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Seite 1
thunderstorm305 05.12.2013
1. Übertriebene Härte von Augsburg.
Das Spiel war phasenweise hektisch und Augsburg meinte nur durch übertriebene Härte eine Chance zu haben. So gesehen wundert es mich, dass hier nur gelb gezeigt wurde. M.E. aber auch wenn man keine Chance hat muss man nicht versuchen durch Fouls am Spielgeschehen teilzunehmen.
papayu 05.12.2013
2. Wie ist das nun, zahlt die Allianz
die Spielerpraemie?? Hoffentlich haben die sich RUECKVERSICHERT. Sind doch schlechte Zeiten fuer die Versicherungen.
mabomax@me.com 05.12.2013
3. Unfairness gegen nachhaltig spielerische Klasse
Und, ist Weinzierl jetzt zufrieden, dass er mit seiner unfairen und unbilligen aber sehr wohl angekündigten und damit auch vorsätzlichen "Härte" wichtige Spieler des FCB derart körperlich attackieren liess (Fouls mit Ankündigung!), dass sie vermutlich länger ausfallen?! Ich habe ihn als Trainer immer geschätzt, aber das, was der gestern veranstalten ließ, war eine Demonstration der Unfairness und des Unvermögens. Nicht nur von ihm als als Anführer dieser Gurkentruppe, sondern von den Spielern selbst natürlich auch. Es ist erbärmlich, wenn man sich nicht anders zu gegen Klasse zu wehren weiß als wie er es getan hat - Und das noch mit Ansage! Schämen sollte er sich! Diese Menschen sind allenfalls neidisch und leider nicht stolz darauf, dass wir derzeit in Deutschland eine so gute Mannschaft aufzubieten haben, wie es der FCB ist, der uns auch international vertritt. Und damit ist Weinzierl ein typischer Deutscher. Man erträgt es nicht, wenn andere besser sind! Schade, ich habe W. intelligenter eingeschätzt. Robben wird es ihm danken, dass er sich jetzt ausruhen muss (darf)... Allein, bedenken sollte die Augsburger Foultruppe, Robben war gerade in Hochform für Bayern. Weinzierl und seine Gurkentruppe haben alle diese Fouls auf Ihrem Gewissen, und dass damit die Form von Robben wieder weg sein wird. W. darf sich gratulieren. Gute Arbeit, Herr Weinzierl! Nur leider eines Trainers nicht würdig. Er sollte sich schämen! Das jedenfalls ist nicht "nachhaltig"! Mit freundlichen Grüßen, MB
Dr.Schwantz 05.12.2013
4. was Augsburg
geboten hat war Holzfällerfussball der übelsten Sorte!
dns82 05.12.2013
5. Gähn.....
Herr Sammer macht nochmal was genau beim FC Bayern....? Fakt ist doch einfach, dass die Bayern seit gefühlten Jahren kein Spiel mehr verloren haben, egal wie sie spielen. Klar geht man von einem Sieg der Bayern aus (gerade wenns gegen den großen FC Augsburg geht....), ist ja der Normalfall. Wo ist denn da bitte die Scheindiskussion? Vieleicht sollte Herr Sammer mal die Tabelle intensiv studieren und bei den Buchmachern die Quoten checken. Natürlich gibt es die Bayerndominanz, die auch aus intensiver Trainingsarbeit resultiert, aber sicher nicht nur. Das macht die Bundesliga zwar unglaublich langweilig, muss man aber anerkennen.
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