Zweite Liga DFB-Sportgericht weist Aues Einspruch ab

Es war ein reguläres Tor, es wurde nicht gegeben. Für den DFB ist die Entscheidung dennoch eine "unanfechtbare Tatsachenentscheidung" - und Erzgebirge Aue muss endgültig in die Relegation.

Christian Tiffert
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Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch von Erzgebirge Aue gegen die Wertung der Zweitliga-Niederlage bei Darmstadt 98 wie erwartet abgewiesen. Aue war durch das 0:1 auf den Abstiegsrelegationsplatz gerutscht, nachdem ein reguläres Tor nicht anerkannt worden war. Zudem gab es weitere strittige Entscheidungen gegen die Sachsen, die bei einem Unentschieden gerettet gewesen wären.

Die Auer deuteten nach der Partie Manipulationsverdacht an und legten Widerspruch gegen die Spielwertung ein. Am Montag hatte zudem Aues Stadtrat Tobias Andrä bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt Strafanzeige gegen Schiedsrichter Sören Storks gestellt.

"Die Entscheidungen des Schiedsrichters sind als unanfechtbare Tatsachenentscheidungen zu werten. Zudem ist der Verdacht einer vorsätzlichen Spielmanipulation aus der Luft gegriffen und nicht ansatzweise nachgewiesen", sagte der Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz. Der vom Verband beauftragte unabhängige Dienstleister Sportradar habe nach Analyse des nationalen und internationalen Marktes keine Auffälligkeiten bei Wetten auf die Zweitligapartie festgestellt hatte.

Als Drittletzter muss Aue nun in der Relegation gegen den Drittliga-Dritten Karlsruhe SC am 18. und 22. Mai (jeweils um 18.15 Uhr; TV: ZDF und Eurosport; Liveticker SPIEGEL ONLINE) um den Klassenerhalt zittern.

sak/dpa



insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
Marhaus 16.05.2018
1. Wenn Recht nicht gewährt wird, wird Widerstand Pflicht.
Mit der Phrase "Tatsachenentscheid" alles runterbügeln, hiesse auch, den Videobeweis wieder ausser Kraft zu setzen.
issernichsüss 16.05.2018
2. Aue, wir freuen uns auf Euch!
Nachdem der KSC, hier vor drei Jahren im Karlsruher Wildparkstadion, im Relegationsspiel gegen den HSV vom Schiedsrichter um den verdienten Sieg gebracht wurde, ist es für den KSC nun an der Zeit, das Glück in die eigene Hand zu nehmen. Die Tatsache, dass Aue ebenso vom Schiedsrichter um des Sieges betrogen wurde, steht dem avisierten Weiterkommen des KSCs nicht im Wege! ;-) Trotzdem, ich sage mal: Der Bessere soll weiterkommen!
lahozdeoro 16.05.2018
3. Unbefriedigend
Was sollte das Sportgericht auch machen? Nachträglich auf 1:1 entscheiden und Fürth in die Relegation schicken? Oder noch diese Woche vor Freitag ein Wiederholungsspiel ansetzen? Beides völlig unzumutbar. So oder so bleibt es unbefriedigend.
vinoveritas 16.05.2018
4. Von außen geurteilt:
Schiri hat entweder betrogen, ist unfähig oder blind. Das Sportgericht hat fehlgeurteilt weil die Vorwürfe nicht aus der Luft gegriffen sind-wie geurteilt wurde. Der Schiri verfügt über ausreichend Praxis und Erfahrung (32 hochklassige Spiele gepfiffen) und die sogenannten Tatsachen wurden von jedem gesehen: ein klares Tor und 1,5 klare Elfmeter. Zusammengenommen wird soetwas als Indizien bezeichnet. Warum wird das durch das Gericht nicht einer Würdigung unterzogen? Dieses Gericht ist seinen Namen nicht wert. Respekt gebührt dem Auer Stadtrat und vor allem seiner Begründung für die Anzeige-möge dies Schule machen.
viceman 16.05.2018
5. ganz schwache vorstellung
des dfb, anscheinend interssiert die nur 1.liga und nationalmannschaft. mein vorschlag: einfach das regläre tor für aue werten . damit das spiel 1: 1 und es geht fürth - sicher auch zurecht - in die relegation. ich frage mich, was daran so schwer sein soll ?
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