Hamburg - Er kam auf den Betzenberg, um zu retten, was noch zu retten war: Krassimir Balakow. Seine Mission, der Klassenerhalt mit dem 1. FC Kaiserslautern, scheiterte. Obwohl Balakows Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison sowohl für die Erste als auch die Zweite Bundesliga gilt, ist der Verbleib des Trainers wenige Tage nach Ende der abgelaufenen Saison offen.
"Wir werden in den den nächsten Tagen Gespräche führen, das ist doch legitim. Es gibt keine Tendenz", sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz nach der mehrstündigen Mitgliederversammlung am Mittwochabend. Der Verein wolle sich mit Balakow Zeit nehmen. "Wir wollen wissen, wie er die Spiele gesehen hat, wie seine Ideen sind", sagte Kuntz.
Balakow hatte am 22. März das Traineramt von Marco Kurz übernommen. Unter der Führung des 46-Jährigen verlor der FCK allerdings sieben Mal in acht Spielen. Der Bulgare muss damit die schlechteste Saison in der Vereinsgeschichte mitverantworten - und dafür womöglich mit seinem Job büßen. Dabei hatte Kuntz erst vor knapp einem Monat angekündigt, dass Balakow auch an einem Neuaufbau in der zweiten Liga beteiligt sein solle.
Kuntz selbst kann sich seines Postens weiterhin sicher sein: Mit einer kämpferischen Rede gewann er die große Mehrheit der über 2300 anwesenden Mitglieder. Er kündigte zudem einen Umbau des Kaders an.
psk/sid/dpa
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