Premier League Remis im Stadtderby bei Everton - Liverpool verliert Tabellenführung

Jubiläum im Merseyside-Derby: Zum 200. Mal standen sich die Lokalrivalen aus Everton und Liverpool in der Liga gegenüber - und der Sieger hieß Manchester City. Der FC Chelsea gewann mit einem Rückkehrer im Tor.

Joel Matip (Mitte)
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Joel Matip (Mitte)


Jürgen Klopp bleibt als Trainer des FC Liverpool auch im achten Merseyside-Derby unbesiegt. Allerdings kam sein Team beim Lokalrivalen FC Everton nicht über ein 0:0 hinaus. Liverpool fällt damit auf Rang zwei der Premier League zurück und liegt nun einen Punkt hinter Manchester City, das seine Partie am 29. Spieltag 1:0 (0:0) beim AFC Bournemouth gewonnen hatte.

Georginio Wijnaldum (l.) und Jürgen Klopp
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Georginio Wijnaldum (l.) und Jürgen Klopp

Im 200. Liga-Duell zwischen Everton und Liverpool musste Gästetrainer Klopp zunächst auf seinen angeschlagenen Offensivspieler Roberto Firmino verzichten, der Ex-Wolfsburger Divock Origi stand für ihn in der Startelf. Nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Martin Atkinson nahm die Partie sofort Fahrt auf. Zahlreiche Tackles in den ersten Minuten wurden von den knapp 40.000 Zuschauern im Goodison Park bejubelt.

Pickford rettet gegen Salah

Die Gäste wirkten zunächst eingeschüchtert, übernahmen aber nach einer Viertelstunde die Kontrolle über die Partie. Die große Chance zur Führung vergab in der 28. Minute Mohamed Salah, der frei vor Jordan Pickford am englischen Nationaltorhüter scheiterte. Noch im Hinspiel war der 24-jährige Schlussmann der Toffees zur tragischen Figur geworden, als er in der sechsten Minute der Nachspielzeit den kuriosen Siegtreffer durch Virgil van Dijk hinnehmen musste.

Fans im Goodison Park
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Fans im Goodison Park

Auf der Gegenseite vergab Theo Walcott die beste Möglichkeit der Gastgeber, als er in der 38. Minute aus halbrechter Position das Tor von Alisson deutlich verfehlte. Torlos ging es in die Halbzeitpause.

Auch in der zweiten Hälfte hatte der FC Liverpool Probleme, Torchancen zu kreieren. Erneut war es Salah, der in der 56. Minute das 1:0 hätte erzielen können, doch Everton-Verteidiger Michael Keane rettete mit einer tollen Grätsche vor dem einschussbereiten Angreifer der Reds. In der 69. Minute spitzelte Luca Digne seinem Gegenüber Fabinho den Ball wenige Meter vor dem Tor vom Fuß.

Liverpool offensiv zu harmlos

Everton stemmte sich leidenschaftlich gegen die Niederlage und wäre in der 73. Minute fast in Führung gegangen: Eine scharfe Flanke vom rechten Flügel durch Richarlison verpasste Bernard in der Mitte knapp. Liverpool konnte offensiv trotz der Einwechslung von Roberto Firmino keine Akzente mehr setzen - es blieb beim 0:0.

Am kommenden Spieltag empfängt der FC Liverpool in der Premier League den FC Burnley (Sonntag, 10. März, 13 Uhr), bevor sie zum Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals beim FC Bayern München (Mittwoch, 13. März, 21 Uhr, Liveticker: SPIEGEL ONLINE) antreten.

Kepa kehrt zurück, Chelsea gewinnt

Nachdem Chelsea-Trainer Maurizio Sarri seinen Torhüter Kepa als Folge der verweigerten Auswechslung im Ligapokal-Finale im letzten Premier-League-Spiel auf die Bank gesetzt hatte, kehrte dieser in der Auswärtspartie beim FC Fulham wieder zurück ins Tor. Und der 24-Jährige konnte bei seiner Rückkehr einen Sieg feiern.

Chelsea-Torhüter Kepa
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Chelsea-Torhüter Kepa

Durch Treffer von Gonzalo Higuaín (20. Minute) und Jorginho (31.) gewannen die Blues 2:1 (2:1) beim FC Fulham. Den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Calum Chambers (27.) erzielt. Während die Gastgeber weiterhin auf dem 19. Platz rangieren, bleibt Chelsea als Sechster und 56 Punkten in Reichweite zum FC Arsenal (57) und Manchester United (58.)

mfu



insgesamt 9 Beiträge
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spadoni 03.03.2019
1. Schade für den Liverpool FC
denn jetzt haben die Betrüger von ManCity es wieder mal auf Platz eins geschafft. Und das ohne gross zu überzeugen! Wird wohl dieses Jahr, genau wie letztes Jahr, auch mit dem Kauf der PL Meisterschaft klappen.
Barças Superstar 03.03.2019
2. Am Ende verliert ...
... jeder alles. Man braucht nur in die Bundesliga zu schauen. Jeder weitere Titel der vermeintlich Großen macht sie wertloser.
spon_2937981 03.03.2019
3. Ach wie schön
Ehrlich, ich würde mich freuen, wenn dieser Unsympath Klopp NICHT Meister würde. Aus seiner Zeit bei Dortmund hat man ja schon allerhand gehört an Ausreden nach einer Niederlage (Platz schlecht, starker Regen, Schiri, böse Bayern, mauernder Gegner etc.), aber VIEL WIND (siehe kicker.de) ist neu und wirklich amüsant. Ein K...brocken der Kerl. Warum fallen so viele auf den rein? Der lächelt zwar immer charmant, aber der teilt währenddessen böse aus, und ein übelst schlechter Verlierer ist er ohnehin.
trojanspirit 04.03.2019
4. Genau wie in der Bundesliga
Nachdem man Liverpool ja eigentlich nicht mehr zu den "Big five" der Premiere League zählen konnte (Tottenham droht hier den Rang abzulaufen) konnten sie dieses Jahr mit frischem Fußball überzeugen und erarbeiteten sich einen gehörigen Vorsprung, ich meine es waren in Spitze mal sieben Punkte. Liverpool, kaum zu glauben aber noch nie Premiere League Champion, war der Titel eigentlich kaum noch zu nehmen. Doch ManC schlug zurück und nach einigen Remis ziehen sie vorbei. Ich prophezeie hier das Liverpool auch diesesmal nicht Meister werden wird. Vielleicht niemals. Anders als bei unserer Bundesliga sind sind mehrere Teams in der Lage Meister zu werden, wenn auch die immer gleichen (Leicester und Blackburn als rühmliche Ausnahme). Hier sehnten wir uns auch nach einem anderen Meister, auch wenn es Dortmund ist (der über Jahre einzige Verein der in der Lage ist zumindest theoretisch den Bayern in die Suppe zu spucken). Auch hier ein scheinbar uneinholbarer Vorsprung, Peng, alles weg. Ich prophezeie hier das der BvB nicht Meister wird. Schade, sehr schade. Aber da der Fußball ja angeblich ein Abbild der Gesellschaft ist (was natürlich quatsch ist) werden auch hier die Reichen immer reicher, die Schere geht weiter auseinander. Worum spielen wir in der Bundesliga eigentlich noch? Darum wer sich nächste Saison international am besten blamieren darf? Ach ja, Auf- und Abstieg. Dann am besten gleich Dritte Liga. Da wo Fußball noch nach Bratwurst riecht.
gnarze 04.03.2019
5.
Der Wind war Schuld.... und die Balljungen... Klopp wieder mal äußerst unsouverän, wenn er nicht gewonnen hat.
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