Nach Fan-Protesten FC Liverpool verbietet Ticketpreiserhöhungen

Die Besitzer des FC Liverpool haben den Forderungen der Fans nachgegeben und versprechen, für die nächsten zwei Saisons die Ticketpreise nicht zu erhöhen. Sie entschuldigen sich sogar öffentlich bei ihrem Anhang.

Fans des FC Liverpool: Hatten Erfolg mit ihrem Protest
DPA

Fans des FC Liverpool: Hatten Erfolg mit ihrem Protest


Zuletzt hatte der FC Liverpool die schmerzliche Erfahrung machen müssen, wie schwer es ohne die Unterstützung der eigenen Fans sein kann: Im Rahmen einer konzertierten Aktion hatten beim Heimspiel gegen den FC Sunderland in der 77. Spielminute rund 10.000 Zuschauer das Stadion an der Anfield Road verlassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die "Reds" 2:0 geführt, am Ende reichte es nur zu einem 2:2.

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hatte damals Verständnis für den Protest der Fans gezeigt, die ihren Unmut über die geplante Erhöhung der Ticketpreise von 56 auf 77 Pfund (rund 100 Euro) ab der kommenden Saison zum Ausdruck bringen wollten.

Mit Erfolg, wie sich jetzt zeigte: Die Fenway Sports Group (FSG), Besitzer des FC Liverpool, hat nun eine offizielle Mitteilung herausgegeben, in der sie eigene "Fehler" bei der Planung der zukünftigen Preisstruktur für Eintrittskarten eingesteht.

Die FSG gab nicht nur bekannt, dass sie das Niveau der Ticketpreise für die kommenden zwei Spielzeiten unverändert lassen werde. Darüber hinaus sollen auch Zuschläge für Top-Spiele abgeschafft werden, die bislang bei Partien gegen namhafte Gegner erhoben wurden.

Auch die soziale Bedeutung des FC Liverpool wollen die Eigner erkannt haben und versprachen, für 17 bis 21-Jährige zukünftig 20.000 Eintrittskarten pro Spielzeit zum halben Preis anzubieten. Ebenso sollen in den kommenden zwei Jahren über den Saisonverlauf insgesamt 1.000 Karten an Schüler aus dem Liverpooler Stadtgebiet verschenkt werden.

lst

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insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
maceman811 10.02.2016
1. Freut mich für die Liverpool Fans
Die Fans der Vereine der Premier League müssen ja oft tief in die Tasche greifen. Da ist das eine nette Geste. Da könnten sich die deutschen Vereine mal ne Scheibe abschneiden.
milhouse_van_h. 10.02.2016
2.
vielleicht ist das ein erster Schritt den englischen Fußball wieder für Live-Zuschauer attraktiv zu machen. @maceman811 Deutschland muss sich da aber keine Scheibe abschneiden, hier ist das Preisniveau ein völlig anderes.
paula1998 10.02.2016
3. Verbot von Preiserhöhungen
Das "verbieten" von Preiserhöhungen, wie in der Überschrift suggeriert, wird im Text nicht mehr erwähnt. Inhaltlich auch sehr seltsam, der Besitzer verbietet sich Preiserhöhungen? Oder nur sprachlicher Unfug?
Mastermason 10.02.2016
4.
Zitat von maceman811Die Fans der Vereine der Premier League müssen ja oft tief in die Tasche greifen. Da ist das eine nette Geste. Da könnten sich die deutschen Vereine mal ne Scheibe abschneiden.
Meinen Sie die Vereine, die im Schnitt 30 und mehr Prozent unter dem Preisniveau der Premier League liegen? Glauben Sie, das Sie für 15,00 Euro die Stadien von ManU, ManCity, Arsenal und wie sie alle heißen, auch nur betreten dürfen? Beim FC Bayern ist das der günstigste Ticketpreis. [...]
ssrenner 10.02.2016
5. Lol
Von 100€ pro Spiel sind wir aber immer noch weit entfernt.
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