Ehemaliger Schalke-Präsident Günter Siebert im Alter von 86 Jahren verstorben

Er prägte den Klub wie kaum ein anderer: Schalke 04 trauert um seinen ehemaligen Präsidenten Günter Siebert. Auf der Mitgliederversammlung will S04 den Meisterspieler von 1958 noch einmal würdigen.

Günter Siebert
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Günter Siebert


Fußball-Bundesligist Schalke 04 trauert um seinen Meisterspieler und Ex-Präsidenten Günter "Oskar" Siebert. Der Mittelstürmer der Meister-Mannschaft von 1958 verstarb am Freitag im Alter von 86 Jahren in Eckernförde. Das bestätigte der Klub. "Er ist friedlich eingeschlafen", sagte seine Tochter Gabi der "Sport Bild".

Zwischen 1967 und 1988 war Siebert dreimal Schalke-Präsident und galt als eine der schillerndsten Figuren der Bundesliga-Geschichte. Der größte Erfolg in seiner Amtszeit war der DFB-Pokalsieg 1972. In diese Zeit fiel aber auch der Bundesliga-Skandal.

Aufsehen erregte er, als er 1975 den damaligen brasilianischen Nationalspieler Francisco Marinho verpflichten wollte. Dessen Klub, Botafogo FR, verlangte jedoch eine verhältnismäßig hohe Ablösesumme (1,4 Millionen Euro). Anschließend ließ er die Fans im Stadion über einen möglichen Transfer abstimmen und machte im Gegenzug darauf aufmerksam, dass die Ticketpreise wegen des hohen Betrags erhöht werden müssten. Am Tag der Abstimmung verschwanden allerdings die Wahlurnen, sodass Marinho in Brasilien bleiben musste.

Als Spieler hatte Siebert in der Oberliga West in 118 Spielen 61 Tore erzielt. Höhepunkt war der 3:0-Finalsieg 1958 in Hannover gegen den Hamburger SV. Es war der siebte und bislang letzte Meistertitel der Schalker.

Siebert war bis zuletzt Mitglied des Ehrenpräsidiums. Der Klub kündigte an, Siebert auf der Mitgliederversammlung am 25. Juni würdigen zu wollen.

bam/sid

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