Übernahme von Upsolut FC St. Pauli kauft Rechte am Totenkopf zurück

Der FC St. Pauli hat seinen Rechtsstreit mit der Agentur Upsolut nach Jahren beigelegt: Der Zweitligist kauft den Vermarkter einfach auf. Damit hat er auch die Rechte am bekannten Totenkopf-Logo wieder zurückerhalten.

St. Pauli-Fans mit Totenkopf-Flagge: die Rechte sind wieder daheim
DPA

St. Pauli-Fans mit Totenkopf-Flagge: die Rechte sind wieder daheim


Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat seinen jahrelangen Rechtsstreit mit seinem Vermarkter Upsolut beendet und übernimmt die Agentur zum 1. Januar 2016. Der Rückkauf der vollumfänglichen Merchandisingrechte kostet die Hamburger laut eigener Aussage 1,3 Millionen Euro.

"Das ist ein wichtiger Meilenstein für den FC St. Pauli", sagte Präsident Oke Göttlich: "Unser Ziel ist es, die verschiedenen Geschäftsbereiche wieder in der eigenen Hand zu haben, damit wir in Zukunft unabhängig agieren können."

Seit 2004 lagen die Rechte an Fanartikeln mit dem Vereinsnamen und dem Totenkopf-Logo lediglich zu zehn Prozent beim FC St. Pauli, 2009 kam es zum Rechtsstreit mit Verhandlungen über mehrere Instanzen. Nun kauft der Klub die Geschäfte von Upsolut kurzerhand auf, auch die rund 80 Mitarbeiter werden vom FC St. Pauli übernommen.

Mit dem Kauf wäre St. Pauli auch in das Merchandising des Ligakonkurrenten Union Berlin involviert, der Vertrag des Hauptstadtklubs mit Upsolut läuft noch bis zum Jahr 2020. Mittlerweile hat der Klub bekannt gegeben, den Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen. Das Merchandising einem Mitbewerber zu überlassen, "ist für uns weder vorstellbar, noch entspricht es unserer bisherigen Geschäftsgrundlage", sagte Union-Pressesprecher Christian Arbeit in einer Mitteilung des Vereins.

aha/krä/sid



insgesamt 14 Beiträge
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nescius 24.11.2015
1. jaja
und wieder ein Kapitalistenclub mehr, gut segelt noch unter falscher Flagge. Aber mit Rettig ist wohl bald das große Geldland in Sicht. Hoffe, die Fans schauen sich das treiben mal genau an, aber ich schätze die werden sich das schon schön reden.....
nopsi_re 24.11.2015
2. 1.3m Euro?
Was für ein Schnäppchen! 80 Mitarbeiter, die umfangreichen Markenrechte bei einem Trend Klub und dann "nur" 1.3m Euro?! Entweder die 80 ist falsch, die 1.3m sind falsch ODER ...
Setzergott 24.11.2015
3.
...man hat sich auf einen Vergleich eingelassen und die GS bekommt ne Abfindung die nicht im Kaufpreis enthalten ist?
chuckal 24.11.2015
4. Vermarktung
So langsam bekommt das Handeln von Rettig einen Sinn. Die "Marke" Sankt Pauli kann noch viel gewinnbringender eingesetzt werden und man erkauft sich das OK der Dumpf-Ultras mit Scheinattacken auf die vermeintlich kapitalistischeren Clubs. Auf zu Altona 93, Leute...
extremchen 24.11.2015
5. Moin erstmal!
Zitat von chuckalSo langsam bekommt das Handeln von Rettig einen Sinn. Die "Marke" Sankt Pauli kann noch viel gewinnbringender eingesetzt werden und man erkauft sich das OK der Dumpf-Ultras mit Scheinattacken auf die vermeintlich kapitalistischeren Clubs. Auf zu Altona 93, Leute...
@Und auch nescius: Warum? Der AFC besitzt doch 100% Anteil an seinen Markenrechten, genau das was sie dem FCSP absprechen wollen! Also voll die Kapitalisten, ey! Der FC St. Pauli hat (nicht erst 2004) aus finanziellen Nöten heraus die Rechte an seinen Markensymbolen verkauft, wozu übrigens nicht nur der TK gehört, bis nur noch ein kümmerlicher Rest von 10 % übrigblieb. Nun hat man sich mit Upsolut auf eine Übernahme geeinigt und dabei die 80 Arbeitsplätze dort erhalten, welche bei einem Prozesserfolg wohl gestrichen worden wären. Was, bitte schön, ist falsch an dieser Einigung? Was gibt es an der auszusetzten, ausser daß der FCSP nun auch die Vermarktung von Union Berlin bis 2017 übernimmt/übernehmen muss? Aber egal, hauptsache den Kübel über andere entleeren...
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