Istanbul-Derby wird zu Ende gespielt 33 Minuten Geisterspiel

Die fehlende Spielzeit des abgebrochenen Pokal-Halbfinals zwischen Besiktas und Fenerbahce wird ohne Zuschauer zu Ende geführt. Der bei den Krawallen verletzte Besiktas-Trainer Günes musste bei der Staatsanwaltschaft aussagen.

Wiederholung unter Ausschluss der Öffentlichkeit
REUTERS

Wiederholung unter Ausschluss der Öffentlichkeit


Nach dem durch Fan-Krawalle herbeigeführten Abbruch des Stadtderbys der Fußballklubs Fenerbahce und Besiktas in Istanbul wird die verbliebene Spielzeit nachgeholt. Die restlichen 33 Minuten des Pokalhalbfinal- Rückspiels werden am 3. Mai im Fenerbahce-Stadion ohne Zuschauer gespielt, teilte der türkische Fußballverband mit.

Besiktas-Trainer Senol Günes war im Rückspiel der beiden Stadtrivalen am vergangenen Donnerstag von einem Gegenstand am Kopf getroffen und verletzt worden. Anschließend kam es zu Krawallen, das Spiel wurde in der 57. Minute beim Stand von 0:0 abgebrochen. Das Hinspiel war 2:2 ausgegangen, wegen der Auswärtstorregel würde Fenerbahce das torlose Remis zum Einzug ins Finale reichen.

Der Verband teilte in einer separaten Entscheidung mit, wegen der Vorfälle müsse Fenerbahce drei Spiele ohne Fans absolvieren und eine Strafe umgerechnet in Höhe von 200.000 Euro zahlen. Zwei Besiktas-Spieler würden zudem für jeweils ein Spiel gesperrt.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, Günes und drei Spieler von Besiktas seien von der Staatsanwaltschaft zur Zeugenaussage als Opfer gebeten worden. Nach dem Vorfall waren Dutzende Menschen festgenommen worden, darunter auch der mutmaßliche Haupttäter, der den Gegenstand geworfen haben soll.

krä/dpa



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