An ALS erkrankter Ex-Nationalspieler Fernando Ricksen bekommt Denkmal - und ist zu Tränen gerührt

Fernando Ricksen ist unheilbar krank. Der ehemalige Fußball-Profi leidet an der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose. Nun wurde ihm zu Ehren ein Denkmal eingeweiht - finanziert von Fans.

AFP

Während Mark van Bommel und Kevin Hofland die Statue enthüllten, konnte Fernando Ricksen seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Der Ex-Fußballprofi weinte vor Rührung. Auch seine früheren Mannschaftskollegen waren sichtlich mitgenommen, als sie Ricksen umarmten. Rund 1000 Fans waren am Freitagabend an das Stadion seines früheren Vereins Fortuna Sittard gekommen, um bei der Einweihung der Statue dabei zu sein. Das Geld für das Denkmal hatten Fußballfans aus Holland und Schottland in den vergangenen Monaten gesammelt.

Der 41-jährige Ricksen hatte seine neurologische Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) im Jahr 2013 bekanntgeben und die Karriere beendet. Der frühere Mittelfeldspieler spielte für Fortuna Sittard, die Glasgow Rangers, AZ Alkmaar, Zenit St. Petersburg und bestritt zwölf Länderspiele für die Niederlande. Inzwischen ist die Krankheit so weit fortgeschritten, dass Ricksen auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Bei der ALS-Krankheit gehen Neuronen zugrunde, die für die Bewegung der Muskulatur zuständig sind. Die Muskeln werden zunehmend schwächer, bis sie irgendwann ganz gelähmt sind und auch die Atemmuskulatur versagt. Das Bewusstsein ist dabei aber intakt. Eine Therapie für die Krankheit gibt es bisher nicht. An ALS erkranken jedes Jahr etwa zwei von 100.000 Menschen.

ddd



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