Zahlung bei Verletzungen: Fifa übernimmt Versicherungskosten für Nationalspieler

Der Fußball-Weltverband Fifa hat die Einführung einer weltweiten Spielerversicherung beschlossen. Dadurch soll der verletzungsbedingte Ausfall von Akteuren bei Einsätzen in Länderspielen abgefedert werden.

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dapd

Niederländischer Nationalspieler Robben: Fifa zahlt Versicherungsprämie

Hamburg - Der Fußball-Weltverband Fifa übernimmt in Zukunft die Kosten der Versicherungen für Profis bei Länderspielen. Das hat der 62. Fifa-Kongress am Freitag in Budapest beschlossen. "Das ist ein sehr wichtiger Schritt nach vorne", sagte Präsident Joseph Blatter.

Die Fifa zahlt ab dem 1. September dieses Jahres 75 Millionen Dollar an Versicherungsprämien. Verletzt sich ein Profi in einem Länderspiel, zahlt die Versicherung bis zu 27.000 Dollar (etwa 21.500 Euro) pro Tag und maximal bis zu 9,7 Millionen Dollar (etwa 7,7 Millionen Euro) pro Jahr. Die Leistungen berechnen sich anhand des Grundgehalts des betroffenen Spielers, Prämien werden nicht berücksichtigt.

Um die Versicherungen von Spielern, die für ihre Nationalmannschaften abgestellt sind, hatte es in der Vergangenheit immer wieder Streit zwischen Vereinen und Verbänden gegeben. Erst am vergangenen Dienstag hatte in München das Kompensationsspiel für den niederländischen Nationalspieler Arjen Robben zwischen Bayern München und der "Elftal" stattgefunden.

Robben hatte aufgrund seiner bei der WM 2010 in Südafrika erlittenen schweren Verletzung den Bayern rund ein halbes Jahr in der Saison 2010/2011 nicht zur Verfügung gestanden. Die Münchner hatten harsche Kritik geübt und eine Entschädigung vom niederländischen Verband KNVB verlangt. Nach langem Hin und Her einigte man sich auf das Kompensationsspiel.

Der Deutsche Fußballbund (DFB) will allerdings an seiner bereits bestehenden Versicherung festhalten. "Sie geht über die verabschiedete Spielerversicherung hinaus und deckt sogar das Risiko einer Invalidität ab", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in Budapest. Die Europäische Fußball-Union Uefa hatte bereits auf ihrem Kongress in Istanbul Ende März deutlich höhere Entschädigungszahlungen an Vereine beschlossen.

bka/sid/dpa

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Die Präsidenten der Fifa
Amtszeit Präsident
1904-1906 Robert Guérin (Frankreich)
1906-1918 Daniel B. Woolfall (England)
1921-1954 Jules Rimet (Frankreich)
1954-1955 Rodolphe W. Seeldrayers (Belgien)
1955-1961 Arthur Drewry (England)
1961-1974 Stanley Rous (England)
1974-1998 João Havelange (Brasilien)
seit 1998 Joseph Blatter (Schweiz)