Fifa-Wahlkampf Blatter sammelt seine Truppen

In Sachen Fifa-Vorsitz ist jetzt schon eine wichtige Vorentscheidung gefallen. Die Verbände Ozeaniens werden den Amtsinhaber Joseph Blatter unterstützen. Und auch aus Asien hat sich ein mächtiger Fürsprecher gemeldet.

Fifa-Boss Blatter: Stimmen aus Ozeanien und Asien für ihn
Bongarts/Getty Images

Fifa-Boss Blatter: Stimmen aus Ozeanien und Asien für ihn


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Hamburg - Der umstrittene Fifa-Präsident Joseph Blatter kann im Ringen um eine weitere Amtszeit auch auf Unterstützung aus Ozeanien zählen. Die elf Mitgliedsnationen der Ozeanischen Fußball-Konföderation (OFC) signalisierten dem Schweizer am Mittwoch ihre einstimmige Unterstützung bei der Wahl des Weltverbandschefs am 29. Mai in Zürich.

Blatter darf damit trotz aller Skandale unter seiner Führung weiter fest mit einer fünften Amtszeit als Fifa-Chef rechnen. Der jordanische Prinz Ali bin Al-Hussein, der am Dienstag seine Kandidatur bekanntgegeben hatte, und der Franzose Jérôme Champagne haben bei der Wahl bestenfalls Außenseiterchancen.

Bei der Tagung der OFC in Wellington wurde Präsident David Chung für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt. Der Funktionär aus Papua-Neuguinea, der seit November 2011 an der Spitze der OFC steht, hatte keinen Gegenkandidaten. Der 53-Jährige ist damit automatisch auch Vizepräsident der Fifa.

Auch der einflussreiche Scheich Ahmad Al Fahad Al Sabah, Präsident des asiatischen Olympia-Rates OCA, hat Blatter seine volle Unterstützung zugesichert. Er unterstütze eine weitere Kandidatur Blatters an der Spitze des Fußball-Weltverbandes, sagte Scheich Ahmad am Rande eines Besuches der indonesischen Hauptstadt Jakarta. "Ich spreche für Kuwait. Wir werden Blatter nach Kräften unterstützen und es niemandem erlauben, Blatter herauszufordern."

Zwar begrüßte er die Bewerbung des jordanischen Prinzen Ali, diese kommt nach Einschätzung des 51-Jährigen aber nicht zum geeigneten Zeitpunkt. "Ich glaube, dass es für ihn zu früh ist, ein solches Amt zu bekleiden."

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aha/dpa/sid



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eltviller 07.01.2015
1. Kuwait / Ozeanien
Gut dass Hr.Blatter sich auf die Unterstützung dieser führenden Fussballnationen im mittleren Osten und Ozeanien verlassen kann. Die Schwächen europäischen und südamerikanischen Fußballverbände wissen einfach nicht zu schätzen, was sie und die FIFA an diesem eloquenten Geldvermehrer haben. Frage mich nur wie die S&P 500 Sponsoren den Anti-Bribery Act mit ihrem Vertragsverhältnis mit der FIFA in Einklang bringen. Wahrscheinlich über eine Vermarktungsgesellschaft.
feri-aus-berlin 07.01.2015
2.
Nicht nur der eine ist Korrupt, das ganze Netzwerk ist es. Das ist ein Sumpf, trockenlegen lohnt nicht, Gegenverband bilden ..
mschreiber4 07.01.2015
3. Verlogen
Der gesamte Verein ist einfach nur verlogen und auf Profit aus. Menschenleben interessieren Herrn Blatter & Co. nicht im geringsten. Es geht hier nur um Macht und Geld, koste es was es wolle!
effesste 07.01.2015
4. Einsatz ...
Na ja, wenn das jordanische Königshaus bereit ist, hinreichend "Einsatz" zu zeigen, wird bei den Verbänden schon noch was gehen ...
fussball11 07.01.2015
5.
Zitat von eltvillerGut dass Hr.Blatter sich auf die Unterstützung dieser führenden Fussballnationen im mittleren Osten und Ozeanien verlassen kann. Die Schwächen europäischen und südamerikanischen Fußballverbände wissen einfach nicht zu schätzen, was sie und die FIFA an diesem eloquenten Geldvermehrer haben. Frage mich nur wie die S&P 500 Sponsoren den Anti-Bribery Act mit ihrem Vertragsverhältnis mit der FIFA in Einklang bringen. Wahrscheinlich über eine Vermarktungsgesellschaft.
Die führenden Fussballnationen haben für Katar gestimmt, Blatter nicht. Aber egal, Argumente und Tatsachen haben den Fan der "großen Fussballnationen" noch nie interessiert. Die fühlen sich als Oberlehrer von Gottes Gnaden und ihre Stimme ist von Natur aus mehr Wert als die kleiner Nationen. Ich befürworte demnächst auch eine einkommensabhängige Gewichtung bei Bundestagswahl. Wer viel Steuern zahlt hat mehr Stimmen als ein Hartzer ....:-)
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