Korruption im Fußball Fifa entlässt Generalsekretär Valcke mit sofortiger Wirkung

Der Weltfußballverband Fifa hat seinen Generalsekretär Jérôme Valcke mit sofortiger Wirkung entlassen. Der 55-Jährige war wegen umstrittener Ticketverkäufe suspendiert worden.

Suspendierter Fifa-Generalsekretär Valcke: Mit sofortiger Wirkung entlassen
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Suspendierter Fifa-Generalsekretär Valcke: Mit sofortiger Wirkung entlassen


Jérôme Valcke ist mit sofortiger Wirkung als Generalsekretär des Fußball-Weltverbandes Fifa entlassen worden. Das Arbeitsverhältnis mit dem 55-Jährigen sei beendet worden, teilte die Fifa in einer Stellungnahme nach einem Beschluss des Dringlichkeitskomitees mit. Seine Aufgaben übernimmt weiterhin der geschäftsführende Generalsekretär Markus Kattner.

Dem langjährigen Fifa-Funktionär wird Korruption vorgeworfen. Er soll sich beim Ticketverkauf für Endrunden von Weltmeisterschaften persönlich bereichert haben. Valcke hatte Zeugen zufolge zudem im Rahmen von Verhandlungen schon vor der offiziellen Vergabe erklärt, die WM 2022 sei fest an Katar zugesagt. Zudem verdächtigt die US-Justiz den Franzosen, im Rahmen der Vergabe der WM 2010 zehn Millionen Dollar aus Südafrika an die von Skandalfunktionär Jack Warner kontrollierten Verbände Concacaf und CFU weitergeleitet zu haben.

Valcke war bereits am 17. September 2015 suspendiert worden. Am 8. Oktober verhängte die Ethikkommission der Fifa eine vorläufige Sperre von 90 Tagen gegen den Franzosen. Die rechtsprechende Kammer der Fifa-Ethikkommission eröffnete dann unter dem Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert am Donnerstag vergangener Woche ein formelles Verfahren gegen Valcke.

bka/dpa



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insgesamt 2 Beiträge
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Edgard 13.01.2016
1. Man könnte...
... aufgrund der Dimensionen und Anzahl der entsprechend überführtren Personen (die Dunkelziffern ist wohl kaum einschätzbar) daß nicht nur die FIDA sondern ein wohl nicht geringer Teil des weltweiten Profifussball schlichtweg ein Mittel zur persönlichen Bereicherung (geworden) ist. Es wird auch daher höchste Zeit sämtliche staatlichen Subventionen im Bereich des Profifussball umgehend einzustellen - die kleinen Jugendmannschaften, von den "Profi(teuren)s" längst vergessen haben es bitter nötig - millionenschwere Vereine können sich ihre Stadien selber bauen und auch selbst für die Sicherheit sorgen.
deglaboy 13.01.2016
2. Auspacken bitte!
Das wäre ein letzter Dienst am Fußball und an den Fans. Alles auf den Tisch, die ganze, grausame Wahrheit!
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