Diskriminierung von Homosexuellen: Fifa verlangt von russischer Regierung Klarstellung

Anti-Putin-Protest in London: Fifa verlangt 2018 WM ohne Diskriminierungen Zur Großansicht
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Anti-Putin-Protest in London: Fifa verlangt 2018 WM ohne Diskriminierungen

Ein "tolles Turnier, unabhängig von sexueller Orientierung" sollen die Zuschauer bei der Fußball-WM 2018 erleben, das erwartet der Weltverband Fifa. Das im Gastgeberland Russland geltende Anti-Homosexuellen-Gesetz steht dieser Hoffnung im Weg. Nun fordert die Fifa "Klarstellungen".

Hamburg - Die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 an Russland sorgte von Beginn an für heftige Kritik an der Fifa, nun sieht sich der Weltverband veranlasst, den Gastgeber öffentlich zu einer Klarstellung aufzufordern. Grund ist das in Russland geltende Anti-Homosexuellen-Gesetz.

Nachdem die internationale Politik, Interessenverbände und Athleten bereits ihre Kritik an dem Gesetz, das Schwulen und Lesben verbietet, offen für ihre sexuelle Orientierung einzutreten, geäußert hatten, zieht nun die Fifa nach. Sie fordert "Klarstellungen und weitere Einzelheiten" zu dem Gesetz. Die Fifa-Statuten und der Verhaltenskodex duldeten bei Diskriminierung "null Toleranz", so der Verband.

Die Fifa erinnerte Russland an die Zusage, "allen Besuchern und Fans einen warmen Empfang zu bereiten und für ihre Sicherheit zu sorgen". Demnach sollten Fans, Spieler, Offizielle sowie Medien im Gastgeberland einer Fußball-WM "ein tolles Turnier erleben - unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung". Nun müsse das Land sein Versprechen auch einhalten.

Das im Juni vom russischen Präsidenten Wladimir Putin in Kraft gesetzte Gesetz stellt positive Äußerungen über Homosexualität in Anwesenheit von Minderjährigen oder auch im Internet unter Strafe. Ausländern drohen Geldbußen von umgerechnet bis zu 2300 Euro, Gefängnisstrafen von bis zu 15 Tagen und die Ausweisung.

luk/dpa/sid

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Den Sportlern einen
clausbremen 14.08.2013
... ist das hinsichtlich der offenen Schwulen-Diskriminierung in Russland nicht in sich schon ein Widerspruch und ein Verstoss gegen aktuelle russische Diskriminierungs-Gesetze? So wird das nichts mit Olympia in Sotschi.
2. Sozialistischer Bruderkuss
wmichel 21.08.2013
Was geschieht nun mit all den schönen Fotos der küssenden russischen Politiker?
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Die Präsidenten der Fifa
Amtszeit Präsident
1904-1906 Robert Guérin (Frankreich)
1906-1918 Daniel B. Woolfall (England)
1921-1954 Jules Rimet (Frankreich)
1954-1955 Rodolphe W. Seeldrayers (Belgien)
1955-1961 Arthur Drewry (England)
1961-1974 Stanley Rous (England)
1974-1998 João Havelange (Brasilien)
seit 1998 Joseph S. Blatter (Schweiz)