Fifa-Korruption 152 verdächtige Transaktionen

Die Ermittler sammeln eifrig mutmaßliche Geldwäschefälle: Laut Schweizer Bundesanwaltschaft wurden im Rahmen des Fifa-Korruptionsskandals mittlerweile 152 verdächtige Transaktionen entdeckt.

Fifa-Zentrale in Zürich: "Sehr gute Analysearbeit"
AFP

Fifa-Zentrale in Zürich: "Sehr gute Analysearbeit"


Das Strafverfahren wegen möglicher Korruption im Fußball-Weltverband Fifa im Zusammenhang mit der WM-Vergabe an Russland und Katar macht Fortschritte. Neun Monate nach Eröffnung bestehe bei inzwischen 152 Finanztransaktionen der Verdacht der Geldwäsche, teilte die Schweizer Bundesanwaltschaft in Zürich mit.

Dabei handele es sich um Verdachtsmeldungen über Bankkonten, die jeweils mehrere Geschäftsbeziehungen betreffen können. "Die Meldestelle für Geldwäscherei leistet sehr gute Analysearbeit, was die Führung der Strafverfahren der Bundesanwaltschaft wesentlich unterstützt", sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft.

Die Finanztransaktionen im Zusammenhang könnten mit der umstrittenen WM-Vergabe an Russland 2018 und Katar 2022 stehen. Beide Turnierausrichter bestreiten bislang jedes Fehlverhalten. Das Strafverfahren war auf Initiative der Fifa im November 2014 nach einer Untersuchung der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes eingeleitet worden.

bka/dpa

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