Fifa-Korruptionsskandal: Bin Hammam bleibt lebenslang gesperrt

Die Berufungskommission des Fußball-Weltverbandes Fifa hat die lebenslange Sperre von Mohammed Bin Hammam bestätigt. Der Funktionär soll im Vorfeld der Präsidentenwahl Stimmen gekauft haben. Der 62-Jährige bestreitet die Anschuldigungen und sieht sich als politisches Opfer.

Suspendierter bin Hammam: Sperre bestätigtZur Großansicht
REUTERS

Suspendierter bin Hammam: Sperre bestätigt

Hamburg - Der ehemalige Fifa-Präsidentschaftskandidat Mohammed Bin Hammam bleibt lebenslang gesperrt. Die Berufungskommission des Fußball-Weltverbandes bestätigte am Donnerstag in Zürich das Urteil der Ethikkommission. Das teilte die Fifa mit. Der Ex-Funktionär aus Katar war am 23. Juli wegen Korruption von der Ethikkomission schuldig gesprochen und von allen Ämtern ausgeschlossen worden.

Das Gremium sah damals einen versuchten Stimmenkauf im Vorfeld der Präsidentenwahl Anfang Juni als erwiesen an. Bin Hammam soll auf einer Sondersitzung des Karibischen Fußball-Verbandes (CFU) am 10. und 11. Mai in Trinidad und Tobago versucht haben, CFU-Funktionäre mit Geldgeschenken in Höhe von jeweils 40.000 Dollar zu bestechen. Der 62-jährige Bin Hammam hat alle Vorwürfe der Bestechung wiederholt zurückgewiesen.

In einem offenen Brief an den stellvertretenden Vorsitzenden der Ethikkommission, Petrus Damaseb, hatte der gescheiterte Gegenspieler von Fifa-Präsident Joseph Blatter zudem schwere Vorwürfe gegen den Weltverband erhoben. Bin Hammam hatte sich keine große Hoffnungen gemacht, dass die Berufungskommission zu einem anderen Urteil als die Ethikkommission kommen würde. Er hatte Ende August seine Suspendierung als "politische Entscheidung" bezeichnet.

jar/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
Anhaltiner 15.09.2011
Vielleich mal die restlichen Fifa-Funktionäre auch mal sperren. Aber dann müsste die Weltfußballnation Quatar ja auf die WM-Verzichten.
Zitat von sysopDie Berufungskommission des Fußball-Weltverbandes Fifa hat die lebenslange Sperre von Mohammed Bin Hammam bestätigt. Der Funktionär soll im Vorfeld der Präsidentenwahl Stimmen gekauft haben. Der 62-Jährige bestreitet die Anschuldigungen*und sieht sich als politisches Opfer. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,786549,00.html
Vielleich mal die restlichen Fifa-Funktionäre auch mal sperren. Aber dann müsste die Weltfußballnation Quatar ja auf die WM-Verzichten.
2010sdafrika 15.09.2011
Ich kann es nicht nachvollziehen, warum weiterhin die FIFA als Monopolist des Weltfußballs auftritt, wenn man die illegalen Praktiken innerhalb dieses geschlossenen Clubs zur Kenntnis nimmt. Die Zahlungen von Schmiergeldern ist [...]
Ich kann es nicht nachvollziehen, warum weiterhin die FIFA als Monopolist des Weltfußballs auftritt, wenn man die illegalen Praktiken innerhalb dieses geschlossenen Clubs zur Kenntnis nimmt. Die Zahlungen von Schmiergeldern ist ein offenes Geheimnis in Fußballkreisen, aber keiner möchte an dieser Praxis rütteln. Wenn man sich die ungleichen Einkünfte in Südafrika ansieht, dann kann ich nur den Kopf schütteln: http://2010sdafrika.wordpress.com/2010/06/30/sudafrikaner-fuhlen-sich-von-fifa-verarscht/.
n.holgerson 15.09.2011
Gott sind sie peinlich. Fangen wir mal bei den "illegalen Praktiken" an. Ganz simpel. Wenn sie Erkenntnisse haben und nicht nur billige hohle Phrasen nachplapern, dann zeigen sie doch die jeweiligen Personen an. So [...]
Zitat von 2010sdafrikaIch kann es nicht nachvollziehen, warum weiterhin die FIFA als Monopolist des Weltfußballs auftritt, wenn man die illegalen Praktiken innerhalb dieses geschlossenen Clubs zur Kenntnis nimmt. Die Zahlungen von Schmiergeldern ist ein offenes Geheimnis in Fußballkreisen, aber keiner möchte an dieser Praxis rütteln. Wenn man sich die ungleichen Einkünfte in Südafrika ansieht, dann kann ich nur den Kopf schütteln: http://2010sdafrika.wordpress.com/2010/06/30/sudafrikaner-fuhlen-sich-von-fifa-verarscht/.
Gott sind sie peinlich. Fangen wir mal bei den "illegalen Praktiken" an. Ganz simpel. Wenn sie Erkenntnisse haben und nicht nur billige hohle Phrasen nachplapern, dann zeigen sie doch die jeweiligen Personen an. So simpel ist es. Entweder wissen sie was von "illegalen" Machenschaften und können es beweisen und dann auch ohne Probleme zur anzeigen. Andernfalls sind sie nur ein "Schwätzer". Das gleiche gilt für die Schmiergelder. Und sie Experte, schreiben sie doch mal, wann hatte die FIFA mehr Mitglieder, bessere TV Verträge, einen höheren Umsatz bzw. Gewinn? Und ihnen ist schon klar, dass die FIFA einen Großteil des Gewinnes an die Verbände (z.B. DFB) ausschüttet... Also, wo ist bitte ihr Problem Und zum Thema "Inkompetenz und Arroganz" möchte ich noch auf ihr kindisches Beispiel Südafrika und die Gewinnverteilung eingehen. Lieber Heranwachsender, Südafrika hat sich um die WM beworben und sie bekommen. Und sie können es aufgrund ihrer wohl geringen Lebenserfahrung nicht wissen, aber die Regelungen (z.B. wer bekommt welche Gelder aus der Vermarktung) sind schon vorher bekannt. Also, kann man nur über sie "den Kopf schütteln". Weil sie beschweren sich darüber, dass es ein klares Bewerbungskonzept für eine Veranstaltung gibt, bei der von vornherein klar ist, wer was bekommt und sie sich jetzt hinstellen und dies kritisieren. Mal einen kleinen Tipp: Erwachse informieren sich vorher und heulen nicht nachher...
efohy 15.09.2011
Naaa, jetzt seien Sie doch nicht so streng mit unserem Mit-Foristen. Bei Weitem nicht jeder erkennt, dass Ghassan Abid in seinem Artikel gründlich am Thema vorbei geschrieben hat. Und dass die FIFA nunmal keine Aussenstelle der [...]
Zitat von n.holgersonGott sind sie peinlich...
Naaa, jetzt seien Sie doch nicht so streng mit unserem Mit-Foristen. Bei Weitem nicht jeder erkennt, dass Ghassan Abid in seinem Artikel gründlich am Thema vorbei geschrieben hat. Und dass die FIFA nunmal keine Aussenstelle der Südafrikanischen Regierung, Abteilung Sozialarbeit, ist. Die in dem Artikel angeprangerten Regeln gelten für jedes Ausrichterland. Wem das nicht passt, der kann ja eine eigene, nicht-FIFA Fussball-WM austragen. Fragt sich halt, welchen Nutzen das für die Bevölkerung Südafrikas gehabt hätte.
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  • Donnerstag, 15.09.2011 – 19:47 Uhr
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Die Präsidenten der Fifa
Amtszeit Präsident
1904-1906 Robert Guérin (Frankreich)
1906-1918 Daniel B. Woolfall (England)
1921-1954 Jules Rimet (Frankreich)
1954-1955 Rodolphe W. Seeldrayers (Belgien)
1955-1961 Arthur Drewry (England)
1961-1974 Stanley Rous (England)
1974-1998 João Havelange (Brasilien)
seit 1998 Joseph S. Blatter (Schweiz)





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