Fifa-Präsidentschaftskandidat Scheich Salman will auf Gehalt verzichten

Wahlkampf beim Fußball-Weltverband: Der Fifa-Präsidentschaftskandidat Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa würde im Falle seiner Berufung auf ein Gehalt verzichten.

Scheich Salman: "Marktgerechte Saläre für Führungskräfte"
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Scheich Salman: "Marktgerechte Saläre für Führungskräfte"


Der bahrainische Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa hat bekräftigt, im Falle seiner Wahl als Fifa-Präsident auf das Gehalt zu verzichten. "Anders als einige meiner Kontrahenten kandidiere ich nicht, um acht Millionen Euro jährlich zu verdienen", sagte Scheich Salman dem SPIEGEL. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

"Das Geld ist wesentlich besser angelegt, wenn wir damit marktgerechte Saläre für die Führungskräfte im operativen Bereich der Fifa zahlen - etwa für den Generalsekretär, der künftig als geschäftsführender Direktor fungieren soll." Dass Scheich Salman den Job als wichtigster Repräsentant des Weltfußballs ehrenamtlich ausüben will, ist auch als Distanzierung gegenüber dem bisherigen Amtsinhaber Joseph Blatter zu verstehen. Noch weniger kann Blatter gefallen, dass Scheich Salman ausdrücklich von acht Millionen Euro spricht. Denn der suspendierte Schweizer hatte sich bis zuletzt geweigert, sein Gehalt publik zu machen, es war eines der bestgehüteten Geheimnisse im Fifa-Hauptquartier.

Scheich Salman würde der Verzicht auf die acht Millionen nicht sonderlich schmerzen - der 50-Jährige, der seit knapp zwei Jahren Präsident des asiatischen Fußballverbands ist, gehört zur bahrainischen Königsfamilie Khalifa.

Außer Scheich Salman kandidieren bei dem Fifa-Kongress am 26. Februar in Zürich der Schweizer Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino, der südafrikanische Unternehmer Tokyo Sexwale, der jordanische Königssohn Prinz Ali, der angekündigt hatte, sein Gehalt spenden zu wollen, sowie der Franzose Jérôme Champagne, ein früherer Fifa-Manager. Knapp einen Monat vor der Abstimmung räumen Fifa-Insider Scheich Salman die besten Chancen ein, eine Mehrheit der 209 Verbände hinter sich zu bringen.

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