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Fifa: Scheich Salman will Fußball und Finanzen trennen

Scheich, Prinz und Sexwale: Diese Männer wollen Fifa-Präsident werden Fotos
DPA

Eine Abteilung für den Sport, die andere für Finanzen: Mit dieser Idee will Präsidentschaftskandidat Scheich Salman die Fifa erneuern. Der Mann gilt als Favorit für das Amt, ist aber umstritten.

Fifa-Präsidentschaftskandidat Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa aus Bahrain will den Fußball-Weltverband in zwei Zuständigkeitsbereiche aufteilen. Ein Bereich soll sich ausschließlich um den Sport kümmern, der andere soll für die Finanzen zuständig sein.

Nur durch diese strikte Trennung könne man "die Wiedergeburt einer neuen Fifa" gewährleisten, heißt es in einer Pressemitteilung des 50-Jährigen. Der Fußballbereich soll demnach für die Durchführung der Wettbewerbe wie beispielsweise der Weltmeisterschaften zuständig sein. Der Geschäftsbereich soll unter anderem die Verantwortung für Marketing, Sponsoring und TV-Rechte tragen.

Unter der Regentschaft von Salman als nationaler Verbandschef wurden regierungskritische Fußballer verhaftet und gefoltert. Für viele gilt der Mann aus Bahrain trotzdem als Favorit für die Nachfolge von Joseph Blatter. Gewählt wird am 26. Februar 2016.

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1.
kuac 31.12.2015
Zitat: "Unter der Regentschaft von Salman als nationaler Verbandschef wurden regierungskritische Fußballer verhaftet und gefoltert......" Was könnte demnächst kommen? Alle FIFA kritische Fussballer von Spielen ausgeschlossen?
2. Hallo
slade 31.12.2015
Wo sollen denn fifa-kritische, wo sollen überhaupt kritische, fussballer herkommen?
3. Das hat den Vorteil,
ziehenimbein 31.12.2015
dass die Schmiergelder unter weniger Leuten aufgeteilt werden und für den Einzelnen mehr abfällt. Bei Scheichs liegt die Latte wohl ein wenig höher?
4. eigentlich lohnt das thema sich garnicht mehr...
basecape-man 31.12.2015
für mich stellt sich echt die frage warum der dfb nicht gemeinsam mit anderen verbänden (z.b england)nicht einfach aus der fifa ausgetreten sind und einen eigenen verband gegründet haben.da dies nicht passiert zeigt doch das nicht nur in der fifa sondern auch die spitzen der einzelnen landesverbände korupte leute sitzen die am system blatter nix ändern wollen und immer noch hoffen ungeschoren davon zu kommen.und wahrscheinlich haben sie recht damit den ausser den im fussball relativ unbedeutenden amis hat doch keiner interresse an einer aufklärung.
5. Die Idee ist gut
migwa 02.01.2016
Dass Scheich Salman Dreck am Stecken hat, steht wohl außer Frage, daher ist es durchaus zweifelhaft, ob gerade er der Heilsbringer sein kann, der bei der FIFA nicht nur die alten, korrupten Zöpfe abschneidet, sondern vor allem auch die Glaubwürdigkeit der Organisation und das Vertrauen der Fans in den Sport wiederherstellen kann. Ganz abgesehen davon ist an seiner Einschätzung durchaus etwas dran. Nur indem man die Teile der FIFA, deren oberste Aufgabe das Geldverdienen ist, soweit wie möglich vom Sport und dem damit verbundenen operativen Geschäft fern hält, ist es vermutlich möglich, den Sport als solches zu erhalten und von Korruption zu säubern. Wenn die Leute, welche die strategischen Entscheidungen treffen, weder mittelbar noch unmittelbar finanziellen Nutzen daraus ziehen können, lassen sich darüber hinaus Schmiergeldzahlungen nur schwer vertuschen. Hätte es das schon früher gegeben, müssten wir vielleicht nicht so lange darüber diskutieren, ob die Zahlung von Blatter an Platini nun Bestechung war oder nicht. Insofern halte ich diese Säkularisierung der FIFA, wie Salman sie plant, für prinzipiell äußert sinnvoll.
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