Neuer Fifa-Präsident Cas lehnt Prinz Alis Antrag ab - Wahl findet statt

Die Wahl des neuen Fifa-Präsidenten am Freitag findet statt. Kandidat Prinz Ali bin al-Hussein hatte mit einem Antrag auf gläserne Wahlkabinen für Aufregung gesorgt - sein Vorstoß wurde nun vom Sportgericht abgelehnt.

Präsidentschaftskandidat Prinz Ali: Wollte eine gläserne Abstimmung
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Präsidentschaftskandidat Prinz Ali: Wollte eine gläserne Abstimmung


Die Absage der Wahl des neuen Fifa-Präsidenten am Freitag ist vom Tisch. Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat den Antrag von Prinz Ali bin al-Hussein auf "provisorische Maßnahmen" abgelehnt. Der Prinz hatte beantragt, für die Abstimmung beim Kongress in Zürich Glaskabinen installieren zu lassen.

Damit sei auch die Forderung nach einer Verschiebung hinfällig, teilte der Cas mit. Eine Begründung für das Urteil will das Gremium erst zu einem späteren Zeitpunkt geben.

"Ich habe alles getan, was ich kann. Ich bedauere, dass das System uns im Stich lässt", sagte al-Hussein. Der Kandidat hatte auch einen neuen Termin für den Fifa-Wahlkongress gefordert. Der ehemalige Vizepräsident des Weltverbands hatte sich von transparenten Wahlkabinen geringere Möglichkeiten der Einflussnahme auf die stimmberechtigten Vertreter der Fifa-Mitgliedsverbände versprochen.

"Die Augen der Welt sind auf diese Wahl gerichtet. Transparente Kabinen sind ein Weg, um Integrität sicherzustellen", hatte al-Hussein zuvor in einem Statement geschrieben.

Prinz Ali tritt bei der Abstimmung in Zürich gegen Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino aus der Schweiz, Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa aus Bahrain, den Franzosen Jérôme Champagne und Tokyo Sexwale (Südafrika) an. Im ersten Wahlgang benötigt der Sieger, der Joseph Blatter beerbt, zwei Drittel der Stimmen. Danach genügt die absolute Mehrheit (über 50 Prozent).

jan/dpa/sid

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insgesamt 2 Beiträge
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33dd 24.02.2016
1. Prinz Ali
wollte diese gläsernen Kabinen, damit die Funktionäre sich nicht dabei filmen können, wie sie ihren Wahlzettel ausfüllen und einwerfen, um sich damit "Zuwendungen" zu sichern. Zum Glück wurde das abgelehnt! Nicht auszudenken, wenn eine FIFA-Wahl nach 40 Jahren mal ohne Korruption ablaufen müsste! FIFA, DFB, IOC, CAS... nur wenn alle zusammenhalten, dann können wir auch weiterhin von der aufwendig aufgebauten Korruptionskultur profitieren!
Lankoron 25.02.2016
2. Transparente Kabinen...
sind vielleicht in einer Diktatur üblich, aber nicht in einer Demokratie. Und meint jemand ernsthaft, man würde die Leute in der Wahlkabine bestechen?
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