Fußball-Weltverband Fifa schließt Untersuchung zur Korruptionsaffäre ab

Seit Juni 2015 wurde ermittelt: Die Fifa hat ihre internen Untersuchungen rund um den Korruptionsskandal abgeschlossen. Die Schweizer Behörden müssen sich nun mit unzähligen Dokumenten Beweismaterial auseinandersetzen.

Das Logo der FIFA am Hauptsitz des Weltfußballverbands in Zürich
DPA

Das Logo der FIFA am Hauptsitz des Weltfußballverbands in Zürich


Nach 22 Monaten hat die Fifa ihre interne Untersuchung zum Korruptionsskandal rund um den Fußball-Weltverband abgeschlossen. Es seien mehr als 1300 Seiten Berichte mit über 20.000 Seiten Beweismaterial im Anhang an die Schweizer Behörden übermittelt worden, teilte die Fifa mit. Inhalte der Untersuchungen wurden allerdings nicht öffentlich gemacht. Dies sei aufgrund der laufenden Strafuntersuchungen der Schweizer Bundesanwaltschaft und des US-Justizministeriums untersagt.

"Die Fifa hat sich zu einer sorgfältigen und umfassenden Untersuchung der Fakten verpflichtet, um allfällige Schuldige zur Rechenschaft zu ziehen und mit den Behörden zusammenzuarbeiten", sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino. Sein Vorgänger Joseph Blatter war wegen einer Millionenzahlung an den ebenfalls gesperrten ehemaligen Uefa-Chef Michel Platini für sechs Jahre aus dem Fußball verbannt worden.

In der Schweiz läuft ein Verfahren wegen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe der Weltmeisterschaften von 2018 und 2022. In den USA gab es seit Ende Mai 2015 mehr als 40 Anklagen unter anderem wegen Bestechung, Erpressung und Geldwäsche.

mru/dpa



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