Fifa-Boss Blatter nahm Einfluss auf Reformbericht

Fifa-Boss Joseph Blatter als großer Reformer: So steht es in einem Bericht, der den Fußball-Weltverband durchleuchtet. Blatter-kritische Passagen wurden aber vor der Veröffentlichung gestrichen - vom Chefjuristen der Fifa.

Fifa-Boss Blatter: Kritische Passagen fehlen
Bongarts/Getty Images

Fifa-Boss Blatter: Kritische Passagen fehlen


Fifa-Präsident Joseph Blatter hat Einfluss auf den Abschlussbericht des Schweizer Antikorruptionsexperten Mark Pieth genommen. Dies geht aus vertraulichen Unterlagen hervor, die dem SPIEGEL vorliegen. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 7/2015
Strategien gegen den Anlagenotstand

Pieth hatte als Vorsitzender eines unabhängigen Governance-Komitees bis Ende 2013 knapp zwei Jahre lang die Fifa durchleuchtet und am 22. April 2014 einen Bericht veröffentlicht, in dem er Blatter als Befürworter der Reformen bezeichnete. Nun zeigt sich: Knapp zwei Monate zuvor, am 27. Februar, hatte Pieth dem Fifa-Chefjuristen Marco Villiger bereits eine 15 Seiten umfassende vorläufige Version seines Reports nach Zürich geschickt.

In dieser Version, die den Vermerk "Confidential" trug, war Blatter mehrmals im Zusammenhang mit dem Schmiergeldskandal der Fifa rund um die ehemalige Rechteagentur ISL erwähnt worden.

Am 13. März schickte Villiger mit Kenntnis Blatters eine bearbeitete Version mit 37 Anmerkungen an Pieth zurück. Der Fifa-Chefjurist strich dabei zwei längere Passagen ersatzlos. In einer ging es um Blatters Führungsverantwortung während der ISL-Affäre, in einer anderen um seine mögliche Mitwisserschaft in dem Skandal. In Pieths Abschlussbericht fehlen exakt diese Blatter-kritischen Passagen.

Pieth bestätigte gegenüber dem SPIEGEL, dass er eine vorläufige und vertrauliche Version an die Fifa-Führung geschickt habe. Dies sei ein "ganz normaler Vorgang". Er sei nicht "ferngesteuert" gewesen.

Die Fifa antwortete in einer Stellungnahme: "Von einer unlauteren Einflussnahme kann keine Rede sein."

(Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
cat.incognito 07.02.2015
1.
Ich wär nicht weniger überrascht/ unterwältigt, wenn an gleicher Stelle die Überschrift stünde 'Wasser: es ist übrigens nass' :D
leo19 07.02.2015
2. Die FIFA gehört abgeschafft, nicht der Fussball!
Diese Organisation zockt den Fussball ab und bringt ihn mit Korruption in Misskredit. Weg damit oder eine grundlegende Reform weg von Millionensalären hin zur Gemeinnützigkeit!
sekundo 07.02.2015
3. nach seiner karriere
als fifa-diktator in 50 jahren wird blatter (englisch für blase) einen posten als berater des belzebubs annehmen.
ratem 07.02.2015
4. Fussballmafia
Blatter ist nunmal der Anführer der Fußballmafia ... keine Frage, daß er sich seine Untersuchungsberichte so hinzensiert, wie sie ihm am besten passen. Das gesamte System "Blatter" ist durch und durch korrupt ... dis auf die Knochen.
döpdöpdöpdöp 07.02.2015
5.
Was genau hat eigentlich der Herr Blatter mit Fussball zu tun? Ist er nicht _ausschliesslich_ für alles finanzielle zuständig? Also Korruption, Bestechung, Steuerhinterziehung usw.
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