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Fifa-Skandal: Concacaf-Präsident Hawit stimmt Auslieferung in die USA zu

Concacaf-Präsident Banegas (links neben Uefa-Präsident Platini): In Zürich festgenommen Zur Großansicht
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Concacaf-Präsident Banegas (links neben Uefa-Präsident Platini): In Zürich festgenommen

Lange hatte er sich widersetzt, nun stimmte er zu: Der suspendierte Concacaf-Präsident Alfredo Hawit wird an die USA ausgeliefert. Die Behörden werfen ihm vor, Bestechungsgelder in Millionenhöhe kassiert zu haben.

Im Zuge des Korruptionsskandals um den Fußball-Weltverband Fifa hat Concacaf-Präsident Alfredo Hawit seiner Auslieferung aus der Schweiz in die USA zugestimmt. Das teilte das Bundesamt für Justiz (BJ) mit. Der am 3. Dezember verhaftete Hawit hatte sich bislang seiner Auslieferung widersetzt.

Der aus Honduras stammende Chef des Kontinentalverbandes für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik ist von der Fifa für 90 Tage von seinem Amt als Vizepräsident des Weltverbandes suspendiert. Die US-Behörden werfen Hawit vor, beim Verkauf von Marketingrechten von Fußball-Turnieren in Lateinamerika Bestechungsgelder in Millionenhöhe kassiert zu haben.

In einer ersten Anhörung in Zürich hatte er sich seiner Auslieferung noch widersetzt. Durch seine Zustimmung konnte das Bundesamt für Justiz die Auslieferung nach eigenen Angaben nun bewilligen. "Gemäß Rechtshilfegesetz muss Hawit binnen zehn Tagen von einer US-Polizeieskorte übernommen und in die USA gebracht werden", hieß es. Über den genauen Zeitpunkt machte das Amt keine Angaben.

Hawit ist der Nachfolger des im Mai ebenfalls in Zürich verhafteten ehemaligen Concacaf-Bosses Jeffrey Webbvon den Kaimaninseln, der seiner Auslieferung in die USA bereits zugestimmt hatte und seitdem als möglicher Kronzeuge gilt. Dessen Vorgänger wiederum ist Jack Warner gewesen; sein Sündenregister ist so lang wie bei keinem anderen Fifa-Funktionär: Er soll sich als Zwischenhändler bei dem Verkauf von offiziellen Ticketkontingenten und Fernsehrechten bereichert haben.

jan/dpa

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