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Fifa-Skandal: Ehemaliger Concacaf-Präsident Hawit in die USA ausgeliefert

Früherer Concacaf-Präsident Hawit (links neben Uefa-Präsident Platini): In Zürich festgenommen Zur Großansicht
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Früherer Concacaf-Präsident Hawit (links neben Uefa-Präsident Platini): In Zürich festgenommen

Erst hatte er sich widersetzt, später stimmte er zu, nun wurde der frühere Concacaf-Präsident Alfredo Hawit in die USA ausgeliefert. Die Behörden werfen ihm vor, Bestechungsgelder in Millionenhöhe kassiert zu haben.

Der ehemalige Fifa-Vizepräsident Alfredo Hawit aus Honduras ist im Zuge des Korruptionsskandals beim Weltfußballverband von der Schweiz an die USA ausgeliefert worden. Das teilte FBI-Sprecherin Kelly Langmesser der französischen Nachrichtenagentur AFP mit. Die US-Behörden werfen dem 64-Jährigen vor, beim Verkauf von Marketingrechten von Fußballturnieren in Lateinamerika Bestechungsgelder in Millionenhöhe kassiert zu haben.

Vor einem New Yorker Gericht plädierte Hawit auf nicht schuldig. Er muss sich wegen mehrerer Vergehen verantworten: Verabredung einer Straftat in zwölf Fällen, Überweisungsbetrug, Geldwäsche, Behinderung der Justiz sowie Zeugenbestechung. Die Anklage fordert eine Kautionshöhe von mindestens vier Millionen Dollar, wegen "hoher Fluchtgefahr" abgesichert durch 500.000 Dollar in bar oder durch Eigentum. Die Kaution soll am Donnerstag festgelegt werden, wenn Hawit in Brooklyn erneut vor Gericht erscheint.

In einer ersten Anhörung in Zürich hatte er sich seiner Auslieferung noch widersetzt. Durch seine Zustimmungkonnte das Bundesamt für Justiz die Auslieferung nach eigenen Angaben aber bewilligen. Hawit soll als Generalsekretär des honduranischen Fußball-Verbands zwischen 2008 und 2014 Bestechungsgelder angenommen haben. Der 64-Jährige war am 3. Dezember in Zürich verhaftet worden.

Hawit war der Nachfolger des im Mai ebenfalls verhafteten ehemaligen Concacaf-Bosses Jeffrey Webb von den Kaimaninseln, der seiner Auslieferung in die USA bereits zugestimmt hatte und seitdem als möglicher Kronzeuge gilt. Dessen Vorgänger wiederum ist Jack Warner gewesen; sein Sündenregister ist so lang wie bei keinem anderen Fifa-Funktionär: Er soll sich als Zwischenhändler bei dem Verkauf von offiziellen Ticketkontingenten und Fernsehrechten bereichert haben.

jan/sid

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1. Bestechungsgelder in 6-stelliger Höhe
Affenhirn 13.01.2016
... sind aber keine Millionenbeträge. Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert. Die Redaktion.
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