Millionenzahlung Schweizer Ermittler zweifeln an Aussagen Blatters

Uefa-Präsident Michel Platini bekam 2011 eine Millionenzahlung von Fifa-Boss Sepp Blatter. Vor der Bundesanwaltschaft sagten beide aus, sie hätten den Vorgang vergessen. Nach SPIEGEL-Informationen hegen die Ermittler Zweifel an den Aussagen.

Von

Platini und Blatter: Befragt von der Schweizer Bundesanwaltschaft
REUTERS

Platini und Blatter: Befragt von der Schweizer Bundesanwaltschaft


Wie das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtet, haben Ermittler der Schweizer Bundesanwaltschaft Zweifel an den Aussagen von Fifa-Präsident Joseph Blatter und Uefa-Chef Michel Platini zu den zwei Millionen Schweizer Franken, die Blatter im Februar 2011 an Platini gezahlt hat: Sowohl Blatter als auch Platini waren am vergangenen Freitag in Zürich von der Bundesanwaltschaft getrennt voneinander mehr als fünf Stunden lang zu den Hintergründen des Deals vernommen worden.

Auf die Frage, warum die Zahlung erst neun Jahre nach Beendigung einer Beratungstätigkeit Platinis erfolgt sei, antworteten beide unter anderem übereinstimmend, sie hätten den Vorgang zwischenzeitlich vergessen. Ermittler der Bundesanwaltschaft halten diese Darstellung für "wenig glaubhaft". Nach SPIEGEL-Informationen widersprachen sich Blatter und Platini in einigen Punkten. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Fotostrecke

17  Bilder
Blatters Fifa-Karriere: Entwicklungshelfer, Generalsekretär, Big Boss
Die Bundesanwaltschaft wirft Blatter Veruntreuung vor. Sowohl Blatter als auch Platini beteuern, sie hätten sich nichts vorzuwerfen.

Logo SPIEGEL

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

Den digitalen SPIEGEL finden Sie in den Apps für iPhone/iPad, Android, Windows 8, Windows Phone und als Web-App im Browser.

Was im neuen SPIEGEL steht, erfahren Sie immer samstags in unserem kostenlosen Newsletter DIE LAGE.

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 27 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
deus-Lo-vult 01.10.2015
1.
War Platini nicht der, der das financial fairplay aufbrachte? Ich fall gleich vor lachen vom Stuhl...
townsville 01.10.2015
2. Normal
Klar, ich vergesse auch häufig, wer mir noch 2 Millionen Euro schuldet. Das kommt halt vor, wenn man sich von allen Sriten bestechen lässt.
jtrch 01.10.2015
3. Man kann ja mal dumm fragen
Aber eigentlich können beide auch einfach die Aussage verweigern, ist ihr Recht. Von daher... Wenn gegen einem ermittelt wird, ist Schnauze halten immer das beste was man tun kann. Es hat noch nie jemanden geholfen auszusagen, wenn er selbst beschuldigt wird. Der Tipp stammt übrigens von einem sehr erfahrenen Strafverteidiger und einem Verhörexperte der USA. Gab mal ein nettes YT Video dazu nicht zufällig bei der Startseite der Piratenbucht verlinkt.
f-rust 01.10.2015
4. völlig klar@ an peanuts wie 2 Mio
muss sich doch unsereins nicht noch erinnern können. ;-) hony soit ...
bullet69 01.10.2015
5. Komediantenstadl der Gestrigen
die Fifa sollte man zerschlagen und auf den Trümmern mit komplett neuen Leuten einen steuerpflichtigen Verband aufbauen. Das neue Personal ist notwendig, da die alten Gefährten alle verseucht sind.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.