Fifa-Sperre Griechische Regierung lenkt ein

Otto Rehhagel kann wieder auf die Teilnahme an der EM-Qualifikation mit der griechischen Nationalmannschaft hoffen. Die Regierung des Landes erfüllte die Forderungen der Fifa und änderte das umstrittene Sportgesetz.


Hamburg - Die Änderung sieht vor, dass der griechische Fußball-Verband HFF mit seinen Organen alleinverantwortlich für die Organisation und Abwicklung von Wettbewerben ist. Damit stehen die Statuten des Verbands wieder in Einklang mit denen der Fifa. Für diesen Fall hatte Fifa-Präsident Sepp Blatter bereits angekündingt: "Dann ist der Sachverhalt erledigt."

Trainer Rehhagel: Wieder Hoffnung auf die Teilnahme an EM-Quali
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Trainer Rehhagel: Wieder Hoffnung auf die Teilnahme an EM-Quali

Vor neun Tagen hatte der Weltverband die Griechen suspendiert, weil sich Politiker des Landes angeblich in Verbandsangelegenheiten eingemischt hätten. Schon im September des vergangenen Jahres hatte der Weltverband die Griechen aufgefordert, das nationale Sportgesetzt zu ändern, allerdings ohne Erfolg - bis jetzt.

"Ich glaube, dass die Entscheidung jetzt schnell getroffen wird und die Fifa die gegen den HFF und seine Vereine vorgenommene Suspendierung von allen internationalen Wettbewerben rückgängig macht", sagte der griechische Sportminister Georges Orphanus.

Eile ist auch geboten. Schon für den kommenden Samstag ist die Begegnung des Erstligisten FC Larisa in der dritten Runde des UI-Cups gegen den türkischen Vertreter Kayserispor angesetzt. Ohne die Aufhebung der Sperre müsste Larisa als erster Club die Konsequenzen aus dem Disput tragen und dürfte nicht antreten.

Otto Rehhagel kann im Falle der Rücknahme der Sperre doch als griechischer Nationaltrainer in der Qualifikation für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz antreten. Dem Start von Olympiakos Piräus in der Champions League steht dann ebenfalls nichts mehr im Wege.

thr/sid



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