Korruption im Fußball Fifa sperrt drei Funktionäre lebenslang

Sie haben zugegeben, Bestechungsgelder angenommen zu haben: Der Fußball-Weltverband Fifa hat drei Funktionäre lebenslang gesperrt und mit Geldstrafen belegt.

Beschuldigter Julio Rocha (l.), Ex-Präsident Joseph Blatter
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Beschuldigter Julio Rocha (l.), Ex-Präsident Joseph Blatter


Die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission des Fußball-Weltverbands Fifa hat drei Funktionäre wegen Bestechung und Korruption lebenslang gesperrt. Dabei handelt es sich um Richard Lai, den Ex-Präsidenten des Fußballverbandes der Pazifikinsel Guam, Julio Rocha, den ehemaligen Verbandschef in Nicaragua, und Rafael Esquivel, den früheren Präsidenten des venezolanischen Verbandes.

Die Sperre gilt für alle fußballbezogenen Aktivitäten auf nationaler und internationaler Ebene. Die Fifa verhängte zudem Geldstrafen gegen das Trio, machte jedoch keine genauen Angabe zur jeweiligen Höhe. Im Zuge der Ermittlungen der US-Justiz haben die drei Ex-Funktionäre zugegeben, in unterschiedlichen Fällen Schmiergelder angenommen zu haben.

Lai hatte bereits im April gestanden, Bestechungsgelder angenommen zu haben. Der US-Bürger bekannte sich vor einer Richterin in zwei Fällen der Verschwörung zum Überweisungsbetrug schuldig.

In diesem Zusammenhang war Lai auch von der Fifa-Ethikkammer bereits vorläufig für 90 Tage für alle Ämter im Fußball gesperrt worden. Rocha und Esquivel waren im Mai 2015 in Zürich festgenommen und später an die USA ausgeliefert worden.

bka/dpa



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